Gebäude­technik

Wichtig in diesem Bereich

  • technisches Verständnis
  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • körperliche Belastungsfähigkeit

Durch moderne Haustechnik können der Energieverbrauch gesenkt und der Wohnkomfort gesteigert werden. Als Fachkraft im Bereich Gebäudetechnik übernehmen Sie die nötigen Installationsarbeiten.

Das Haus der Zukunft ist ein hoch technisiertes Gebilde. Es erzeugt Strom, nutzt Abwärme für die Heizung, integriert sämtliche elektrischen Geräte in einem Netzwerk, regelt selbstständig Heizung und Licht. Die Technik dafür ist schon heute verfügbar und als Fachkraft wissen Sie damit umzugehen. Doch nicht nur den Einbau solcher komplexen Systeme übernehmen Sie, auch einfachere Tätigkeiten wie das Verlegen von Rohren und Leitungen gehören zu Ihrem Aufgabenbereich.

Das Haus der Zukunft ist ein hoch technisiertes Gebilde. Es erzeugt Strom, nutzt Abwärme für die Heizung, integriert sämtliche elektrischen Geräte in einem Netzwerk, regelt selbstständig Heizung und Licht. Die Technik dafür ist schon heute verfügbar und als Fachkraft wissen Sie damit umzugehen. Doch nicht nur den Einbau solcher komplexen Systeme übernehmen Sie, auch einfachere Tätigkeiten wie das Verlegen von Rohren und Leitungen gehören zu Ihrem Aufgabenbereich.

Erstinstallation und Wartung

Sie kennen die unterschiedlichen haustechnischen Systeme am Markt, können die Vor- und Nachteile einschätzen und Ihre Kunden entsprechend beraten. Wenn Sie die Anlagen installieren, dann gehen Sie sehr sorgfältig vor, um Unfälle bei der Arbeit an stromführenden Leitungen zu vermeiden und eine korrekte Funktionsweise sicherzustellen. Treten Funktionsstörungen auf, finden Sie die jeweilige Ursache schnell und können sie auch beheben. Neben der Erstinstallation übernehmen Sie auch technische Wartungsarbeiten und überprüfen Feuerungs- und Lüftungsanlagen. Wenn Probleme mit einer Anlage auftreten, dann sind Sie schnell und auch zu ungewöhnlichen Zeiten beim Kunden vor Ort.

Werkzeuge für die Montage

Sie können nicht nur mit elektronischen Steuerungen und Schaltungen umgehen, sondern auch alle nötigen Montagearbeiten durchführen, die beim Einbau von Sanitär-, Klima- und Heizungsanlagen notwendig sind – egal ob Rohre verlegt, der Heizkessel montiert oder die Wasseranschlüsse im Badezimmer eingebaut werden müssen. Im Zuge von Instandsetzungsarbeiten tauschen Sie auch Verschleißteile aus und bauen Ersatzteile ein. Routiniert nutzen Sie für Ihre Arbeiten die unterschiedlichsten Werkzeuge – von der Rohrzange über den Akku-Schrauber bis zum Trennschleifer.

Schalt- und Verlegepläne

Bei der Installation von haustechnischen Systemen arbeiten Sie nach Plan: Sie nutzen technische Zeichnungen und Skizzen, elektrische Schalt-, Stromlauf- und Verlegepläne. Die Umsetzung der entsprechenden Angaben fällt Ihnen nicht schwer, da Sie die Funktionsweise der Systeme sehr genau kennen und sich anhand der Pläne gut vorstellen können, wie die fertige Anlage auszusehen hat. Bei allen Arbeitsschritten gehen Sie sehr präzise vor, denn Sie wissen, dass bereits ein kleiner Fehler für Funktionsstörungen sorgen könnte.

Immer einsatzbereit

Ihre Arbeit kann schon mal anstrengend sein, etwa wenn Sie schwere Bauteile schleppen müssen, auf den Knien Versorgungsleitungen verbinden oder für die Montage von Solarenergieanlagen auf Dächern arbeiten. Die Beanspruchung stecken Sie aber gut weg. Auch macht es Ihnen nichts aus, den ganzen Tag über auf den Beinen zu sein und bei jahreszeitlich bedingter Hitze oder Kälte auf wechselnden Baustellen zu arbeiten – Sie sind fit und packen gern an.

Portrait von Christoph Theelen.

Christoph Theelen

Technische Problemlösungen sind permanent gefragt.

Interview mit Christoph Theelen, ­Referent für Berufs­bildung im Zen­tralverband Sanitär Heizung Klima

Herr Theelen, welche Trends beobachten Sie aktuell im Bereich Sanitär, Heizung und Klima?
Christoph Theelen: Die Kernthemen der Branche sind Energie, Demografie und Nachwuchsförderung. Die SHK-Betriebe sind bestrebt, passgenaue Lösungen anzubieten. Dies gilt für intelligente Heiz-, Kühl-, Lüftungs- oder Prozesssysteme sowie für komfortable und effektive Sanitärsysteme. Stichwörter sind hierbei: Energieeffizienz, Barrierefreiheit und Smarthome. Der Fachkräftemangel ist auch ein Thema in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche (SHK). Ein direkter Vergleich der Auszubildendenbestände von 2007 und 2014 weist einen Rückgang um 7,42 Prozent auf.

Welche Anforderungen werden an die Arbeitnehmer in der Branche gestellt?
Christoph Theelen: Die Aufgaben in einem SHK-Betrieb sind komplex und vielfältig; technische Problemlösungen sind permanent gefragt. Dazu bedarf es neben einer hohen Fachkompetenz auch Kreativität und Ideenreichtum, um Lösungen zu unterschiedlichsten Problemstellungen entwickeln zu können. Systemimmanent ist die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen, denn Norm und Technik befinden sich stets im Wandel. Es werden hohe Anforderungen an das handwerkliche Geschick gestellt. Der Umgang mit Kunden und Kollegen setzt persönliche Kompetenzen wie Empathie und Teamfähigkeit voraus.

Welche Weiterbildungen sind besonders gefragt?
Christoph Theelen: Im Fokus der Betriebe stehen insbesondere Weiterbildungen, die die Qualität der angebotenen Dienstleistungen steigern. Dabei kann es beispielsweise um neue Techniken gehen oder um die Optimierung der Prozesse bei der Planung, Herstellung, Installation und Instandhaltung. Interessant ist auch, wie man die eigenen Angebote attraktiver macht – etwa durch das SHK-Fachbetriebs-Modell oder durch die Möglichkeit, Leistungen anzubieten, die gefördert werden. Andere beliebte Weiterbildungen zielen auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz der angestellten Mitarbeiter ab.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Mit einer Weiterbildung zur/zum Meister/in erwerben sie wichtige Kenntnisse rund um die Betriebsführung. In bestimmten Handwerken – etwa in der Elektrotechnik oder dem Kälteanlagenbau – ist der Meistertitel sogar verpflichtend. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/gebaudetechnik