Design und Gestaltung

Wichtig in diesem Bereich

  • Kreativität
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Kommunikationsstärke
  • Sinn für Ästhetik

Als Designer/in oder Gestalter/in entwickeln Sie unterschiedlichste Produktideen und setzen diese um – vom formschönen Toaster über das schicke Sommerkleid bis zur innovativen Webseite.

Ein Kleiderstoff und eine Internetseite haben auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten, auf den zweiten aber sehr wohl: Die besten Exemplare beider Arten sprechen die Sinne durch eine elegante Struktur, frisch-freche Farbgebung und praktischen Nutzwert an. Und sie werden von Menschen mit ganz besonderem Know-how gestaltet – etwa von Ihnen.

Ein Kleiderstoff und eine Internetseite haben auf den ersten Blick nicht viele Gemeinsamkeiten, auf den zweiten aber sehr wohl: Die besten Exemplare beider Arten sprechen die Sinne durch eine elegante Struktur, frisch-freche Farbgebung und praktischen Nutzwert an. Und sie werden von Menschen mit ganz besonderem Know-how gestaltet – etwa von Ihnen.

Frische Ideen

Als Fachkraft im Bereich Design und Gestaltung entwickeln Sie Ideen aus den unterschiedlichsten Inspirationsquellen: Das kann ein angeregtes Gespräch im Team sein, das Blatt eines Baumes oder schlicht die Lichtstimmung vor dem Fenster. Was Sie sehen, hören und fühlen, aus diesen Eindrücken entwickeln Sie zeitgemäße Produkte – topmodischen Schmuck, luftige Sommerkleider in den Farben der Saison oder eine effektvolle Inszenierung für ein Event. Gebraucht werden kreative Ideen nahezu überall – vom industriellen Produktdesign in jeder nur erdenklichen Branche über die handwerkliche Herstellung von Schmuck bis zur Gestaltung ganzer Innenräume. Mit welchen Mitteln Sie Ihrer Inspiration Form geben, hängt dabei von der Branche und Ihrem Projekt ab.

Denken in 3-D

Am Anfang steht meist eine Skizze, einfach auf Papier oder mit spezieller Software am Rechner. Wie das Produkt, die Konzertbühne oder die Ausstellungsfläche später aussehen wird, welche Abmessungen gegeben sind und welche Materialien Verwendung finden, muss dabei schon genau bedacht werden. Doch mit dem Plan ist es nicht getan. Denn was so überzeugend auf dem Papier oder dem Bildschirm erscheint, muss auch in der Realität funktionieren. Je nach Arbeitsbereich fertigen Sie deshalb in einem nächsten Schritt Modelle an und nutzen dafür digitale oder analoge Werkzeuge.

Erst zuhören, dann machen

Entwickeln Sie ein neues Produkt, hören Sie genau zu, was sich Ihre Kunden wünschen. Der Austausch gibt Ihnen nicht nur Anregungen für neue Entwürfe an die Hand, sondern auch die Sicherheit, dass aus einer tollen Idee kein Ladenhüter wird. Sie entwerfen anhand der Vorgaben unterschiedlicheGestaltungsvarianten und stellen diese im Rahmen von Kundenpräsentationen vor. Dabei richten Sie sich ganz nach der terminlichen Verfügbarkeit Ihrer Auftraggeber. Muss ein Projekt bis zu einem bestimmten Termin abgeschlossen werden, dann sind Sie auch bereit, Überstunden zu machen.

Blick für das Schöne

Sie haben einen Blick für die Harmonie von Farben, für stimmige Proportionen und den richtigen Materialmix. Arbeiten Sie beispielsweise in der Schmuckherstellung, dann können Sie beurteilen, welche Kombination von Edelsteinen und -metallen einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Wenn Sie Bühnenbilder ausgestalten, dann kümmern Sie sich um einen homogenen Aufbau, der die jeweilige Inszenierung perfekt unterstreicht. Und wenn Sie Printprodukte oder Websites gestalten, wissen Sie, welche Layouts zurzeit gefragt sind, und wie sich diese elegant an die Vorgaben Ihrer Kunden anpassen lassen.

Portrait von Victoria Ringleb.

Victoria Ringleb

Beratungsdienstleistungen werden immer stärker nachgefragt.

Interview mit Victoria Ringleb, Geschäftsführerin der Allianz ­deutscher Designer e. V.

Frau Ringleb, welche Tipps können Sie Designern und Gestaltern aktuell geben?
Victoria Ringleb: Ganz klar: fokussieren, fokussieren, fokussieren – denn die Branche differenziert sich immer weiter aus. Dadurch eröffnen sich neue Tätigkeitsbereiche, für die es wiederum neues Know-how braucht – nicht nur auf der handwerklichen Seite, sondern auch mit Blick auf die möglichen Kunden.

Was heißt das genau?
Victoria Ringleb: Ein Trend ist derzeit, sich nicht nur auf eine bestimmte Designsparte – etwa Mode-, Produkt- oder Webdesign – festzulegen, sondern sich zudem auf eine bestimmte Zielgruppen-Branche zu spezialisieren. Hat man sich als Fachkraft zum Beispiel auf den Bereich Erneuerbare Energien festgelegt, gilt es, vertieftes Branchenwissen zu erwerben: Welche Innovationen treiben die Firmen an? Was sind die Trends? Das eigene Wissen auszubauen und verlässliche Anlaufstellen zu kennen, wo ich das tun kann, ist wichtiger denn je.

Welchen Einfluss hat das auf die Arbeit der Design-Fachkräfte?
Victoria Ringleb: Beratungsdienstleistungen werden immer stärker nachgefragt. Für Designer/innen und Gestalter/innen gilt es dabei, mit ihren kreativen Produkten einen Beitrag zur gesamten Wertschöpfungskette einer Kunden-Firma zu leisten. Es geht also darum, den Kunden in dessen eigenen Arbeitsabläufen zu unterstützen und bei seinen Projekten zu begleiten. Deshalb sind die bereits genannten Spezialisierungen auf die jeweilige Branche so wichtig: Wer sich auskennt, wie die Unternehmen funktionieren und was diese antreibt, hat einen echten Wettbewerbsvorteil. Kreativ arbeiten meint dabei auch: neue Lösungen für die Kunden finden.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. In manchen Designbereichen sind Selbstständigkeit und Freiberuflichkeit sogar die Regel. Ein umfangreiches Netzwerk erleichtert hierbei den Start – ebenso wie Fort- und Weiterbildungen, in denen fachliche und kaufmännische Kenntnisse vermittelt werden. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/tbf/design-und-gestaltung-2