Gesundheits- und Sozial­management

Wichtig in diesem Bereich

  • Kommunikationsstärke
  • kaufmännisches Denken
  • Textverständnis
  • Einfühlungsvermögen

Sie arbeiten bei Krankenkassen oder im Öffentlichen Dienst, unterstützen Ihre Kunden etwa in sozialen Notlagen oder bei Krankheit. Bei Ihrer Arbeit steht der Mensch im Mittelpunkt, das Tätigkeitsspektrum ist daneben von Verwaltungsaufgaben geprägt.

Ärztliche Behandlungen prüfen und abrechnen, Kosten für Medikamente vergleichen, Anträge auf Wohngeld bearbeiten oder über Unterstützungsleistungen informieren: Als Fachkraft im Bereich Gesundheits- und Sozialmanagement können Sie in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sein.

Ärztliche Behandlungen prüfen und abrechnen, Kosten für Medikamente vergleichen, Anträge auf Wohngeld bearbeiten oder über Unterstützungsleistungen informieren: Als Fachkraft im Bereich Gesundheits- und Sozialmanagement können Sie in vielen unterschiedlichen Bereichen tätig sein.

Gut beraten

Arbeiten Sie beispielsweise bei einer Krankenkasse, dann kann es zu Ihren Aufgaben gehören, Mitglieder zu betreuen und über neue Vorsorgeprogramme oder Gesetzesänderungen zu informieren. Sie verfassen die entsprechenden Info-Schreiben und führen Beratungsgespräche durch, am Telefon oder persönlich. Sie beweisen täglich Ihr gutes Ausdrucksvermögen, sowohl schriftlich als auch mündlich, und können Kunden von neuen Angeboten überzeugen beziehungsweise wichtige Regelungen verständlich erklären. Da in vielen Berufen dieses Feldes Kundenkontakt an der Tagesordnung ist, können Sie Ihr Servicedenken regelmäßig unter Beweis stellen.

Genau kalkuliert

Sind Sie beispielsweise in einer Klinikverwaltung tätig, dann kümmern Sie sich oftmals um die wirtschaftlichen Aspekte des Krankenhausbetriebs. Wird ein Patient entlassen, stellen Sie Operation und Behandlung in Rechnung und kümmern sich um die Abwicklung mit den Krankenkassen. Auch kann es zu Ihren Aufgaben gehören, für die Anschaffung der benötigten Materialien und Geräte Sorge zu tragen und dabei die Preise verschiedener Anbieter zu vergleichen. Mit betrieblichen Zahlen gehen Sie sicher um und überzeugen durch Ihre strukturierte Arbeitsweise – in der Verwaltung eines Krankenhauses oder in anderen Bereichen des Gesundheits- und Sozialmanagements.

Buchstabe des Gesetzes

Zu Ihren Aufgaben kann es auch gehören, Ansprüche auf Leistungen zu prüfen, beispielsweise ob in einem konkreten Fall die Voraussetzungen für die Gewährung des Schwerbehindertenstatus gegeben sind. Sie gehen in diesem Zusammenhang sehr genau vor, denn ein Fehler könnte für den Betroffenen schwere Folgen haben. Als Fachkraft erkennen Sie unterschiedliche Nuancen in gesetzlichen Formulierungen und achten auf eine vorschriftsmäßige Ausarbeitung von Schriftstücken. Werden die einschlägigen Verordnungen überarbeitet, beschäftigen Sie sich mit den Änderungen und können diese zügig in der Praxis umsetzen. Zu Ihren Aufgaben kann es auch gehören, Kunden über die neuen Passagen zu informieren.

Verständnis für Kunden

Nicht jedem Antrag kann stattgegeben werden. Zu Ihrem Beruf gehört es auch, Absagen zu erteilen und diese zu begründen. Wenn Sie etwa im Rahmen der Arbeitsvermittlung tätig sind, müssen Sie möglicherweise Leistungen kürzen, wenn sich die entsprechenden Voraussetzungen beim Bezieher oder der Bezieherin verändert haben. Sie lassen in solchen Fällen die Betroffenen nicht alleine, sondern versuchen im Gespräch mit ihnen, Auswege aus einer möglicherweise schwierigen Situation zu finden. In Ihrem Beruf schaffen Sie es, einerseits Verständnis für Ihre Kunden aufzubringen und andererseits die gesetzlichen Vorgaben umzusetzen.

Portrait von Sabine Girts

Sabine Girts

Pflege erfüllt immer mehr eine unverzichtbare Rolle in der Gesundheitsversorgung.

Interview mit Sabine Girts, MBA, Geschäftsführerin des Bundesverbands Pflegemanagement

Frau Girts, wie ist die Relevanz des Gesundheits- und Sozialmanagements als Branche einzuschätzen?
Sabine Girts: Der Pflegesektor hat sich beispielsweise zu einem sehr bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Pflege beinhaltet die direkte pflegerische Versorgung in allen Gesundheitseinrichtungen, die Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention sowie das Management und die Koordination. Folglich erfüllt Pflege immer mehr eine unverzichtbare Rolle in der Gesundheitsversorgung unserer Gesellschaft.

Welche Qualifikationen sind gefragt?
Sabine Girts: Der Anstieg der Pflegebedürftigen und die Mitarbeiterentwicklung der Zukunft müssen genau beobachtet werden. Professionalisierung und Ausbildungsinhalte müssen entsprechend gestaltet werden. Wer hier arbeitet, muss unter anderem auch als Koordinator zwischen den Leistungsempfängern und Organisationen fungieren.

Welche Trends prägen das Gesundheitswesen?
Sabine Girts: Die pflegerische Versorgung unserer Bevölkerung wird immer mehr zur gesellschaftspolitischen Langzeitaufgabe. Die Pflegebedürftigkeit ist zu einem Risiko geworden. Um dieser Gefährdung entgegenwirken zu können, müssen Prävention und Versorgung vorangetrieben werden. Zudem muss das Image der Pflege verbessert werden.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. In diesem Berufsfeld ist es etwa denkbar, einen ambulanten Pflege- und Betreuungsdienst zu eröffnen. Wichtig hierfür sind neben einem guten Businessplan insbesondere Fachkenntnisse auf hohem Niveau. Weiterbildungen, etwa zum/zur Betriebswirt/in oder Fachwirt/in, sind sehr zu empfehlen. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/soziales-paedagogik-2/gesundheits-und-sozial-management