Erziehung, Schule, Aus- und Weiter­bildung

Wichtig in diesem Bereich

  • Einfühlungsvermögen
  • Beobachtungsgenauigkeit
  • Planungs- und Organisationsfähigkeit
  • pädagogisches Geschick

Sie stellen die Weichen für die Zukunft von Kindern oder helfen Jugendlichen, ins Leben zu starten. Im Bereich Erziehung, Schule, Aus- und Weiterbildung tragen Sie eine große Verantwortung.

Sie helfen Kindern, beim Basteln kreative Ideen zu entwickeln, unterstützen Ihre Musikschüler dabei, dem jeweiligen Talent Raum zu geben, oder zeigen den Jugendlichen einer betreuten Wohngruppe den Weg in die Selbstständigkeit. In welchem Bereich Sie auch arbeiten: Als Fachkraft geben Sie den Ihnen anvertrauten Personen jeden Tag wichtige Impulse.

Sie helfen Kindern, beim Basteln kreative Ideen zu entwickeln, unterstützen Ihre Musikschüler dabei, dem jeweiligen Talent Raum zu geben, oder zeigen den Jugendlichen einer betreuten Wohngruppe den Weg in die Selbstständigkeit. In welchem Bereich Sie auch arbeiten: Als Fachkraft geben Sie den Ihnen anvertrauten Personen jeden Tag wichtige Impulse.

Mehr als verstehen

Wenn Sie beispielsweise in der Heimerziehung arbeiten, haben Sie mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die teils schwere Schicksalsschläge verkraften mussten. Der Verlust der Eltern, sexuelle oder körperliche Gewalt haben Ihre Schützlinge aus der Bahn geworfen, und kriminelles oder gewalttätiges Verhalten prägt möglicherweise deren Lebenslauf. Sie wissen um die Gefühlswelt und Situation dieser Jungen und Mädchen und können so deren Handeln verstehen und einordnen. Sie erkennen die Bedürfnisse, die hinter abwehrenden oder beleidigenden Äußerungen stehen, bewahren trotz Anteilnahme eine professionelle Distanz und gehen dank Ihrer psychischen Stabilität auch mit schwierigen Fällen professionell um. Zudem sind Sie es je nach konkretem Arbeitsbereich gewohnt, auch zu unregelmäßigen Zeiten im Einsatz zu sein.

Entwicklungsstand erkennen

Als Förderlehrer unterstützen Sie beispielsweise Schüler, die Schwierigkeiten haben, dem Unterricht zu folgen. Sie betreuen die Jungen und Mädchen einzeln oder in kleinen Gruppen und behalten den jeweiligen Entwicklungsstand Ihrer Schützlinge genau im Blick. Sie erkennen zielsicher, bei welchen Aufgaben die Schüler noch Probleme haben, und fördern deren Entwicklung durch passgenaue Maßnahmen. Sind Sie als Musik- oder Sportlehrer/in tätig, dann erkennen Sie schnell das jeweilige Talent, das bei einem Jugendlichen vorliegt, und versuchen dieses durch geeignete Übungen beziehungsweise Trainingseinheiten auszubauen.

Termine und Veranstaltungen

Ein Zoobesuch ist für die Kinder eines Kindergartens ein besonderes Erlebnis – und erfordert viel Planung im Vorfeld. Als Fachkraft im Bereich Erziehung, Schule, Aus- und Weiterbildung gehört es vielfach zu Ihren Aufgaben, Termine, Ausflüge und Veranstaltungen zu planen und die Umsetzung zu koordinieren. Bei einem Ausflug mit Kindern organisieren Sie zum Beispiel die Hin- und Rückfahrt, informieren sich über Gruppenrabatte, benachrichtigen die Eltern der Kinder und sammeln Eintrittsgelder ein. Je nach konkretem Beruf können auch unterschiedliche Verwaltungs- oder Dokumentationsaufgaben anfallen.

Interesse fördern

Ihr Ziel ist es, jedes Kind bestmöglich in seiner Entwicklung zu unterstützen. Wenn Sie zum Beispiel als Förderlehrer/in tätig sind, arbeiten Sie eng mit den weiteren Lehrkräften und Eltern zusammen, um dieses Ziel zu erreichen. Inhaltlich folgen Sie zwar gegebenenfalls dem vorgegebenen Lehrplan, in der Ausgestaltung und Umsetzung der Inhalte nutzen Sie jedoch Ihre Freiheit und stimmen die Unterrichtsbestandteile bestmöglich auf die Stärken und Schwächen der Schüler ab. Sie schaffen es, Ihre Schützlinge durch altersgemäße Ansprache und variierende Übungen immer wieder für die Unterrichtsinhalte zu interessieren.

Portrait von Günter Buck

Günter Buck

Oft kommen Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit und psychische Erkrankungen zusammen.

Interview mit Günter Buck von der Bundesarbeitsgemeinschaft ­Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA)

Herr Buck, welche Trends gibt es in der Jugendsozialarbeit?
Günter Buck: Die Arbeit der Jugendsozialarbeiter/innen wird anspruchsvoller. Sie begleiten immer häufiger Jugendliche mit komplexen Problemlagen. Oft kommen Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit, Überschuldung sowie psychische Erkrankungen wie Drogen- oder Medienabhängigkeit zusammen. Hinzu kommt in jüngster Zeit die Arbeit mit jungen geflüchteten Menschen. Eine Herausforderung stellen zudem die Arbeitsbedingungen der Sozialarbeitenden selbst dar. Die Arbeit in Einrichtungen findet häufig unter Ausschreibungsbedingungen der Bundesagentur für Arbeit und im Rahmen von zeitbegrenzten Projekten statt. Generell ist der Arbeitsplatz unsicherer geworden.

Welche Berufsperspektiven haben Sozialarbeitende?
Günter Buck: Durch Weiterbildungen und zusätzliche Qualifikationen können Sozialarbeitende ihre Berufschancen verbessern. Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich zum Beispiel durch Fortbildungen mit fachspezifischen pädagogischen, therapeutischen und methodischen Inhalten sowie Management-Themen. Es kann auch eine selbstständige Tätigkeit, beispielsweise als Honorarkraft bei Bildungsträgern oder im Auftrag des Jugendamtes im Bereich der Jugendhilfe oder der sozialpädagogischen Begleitung von Familien, angestrebt werden.

Welche Fähigkeiten sind besonders gefragt?
Günter Buck: Fach- und Methodenkompetenzen werden als selbstverständlich vorausgesetzt. Zudem ist eine „Systemkompetenz“, also das Wissen über und das Verständnis von komplexen Zusammenhängen der Sozial,- Bildungs- und Fördersysteme, sowie eine hohe Sozialkompetenz wichtig. Das zentrale Arbeitsmittel von Sozialarbeitern ist die eigene Persönlichkeit und Haltung. Hier gibt es zahlreiche Weiterbildungsangebote, durch die man seine persönlichen, emotionalen Kompetenzen weiterentwickeln kann.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. So kann man etwa als Musik- oder Sportlehrer/in auf eigene Rechnung Kurse anbieten. Auch in der Erwachsenenbildung ist Freiberuflichkeit keine Seltenheit. Unterschätzen Sie jedoch nicht die kaufmännischen Herausforderungen und nutzen Sie entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/soziales-paedagogik-2/erziehung-schule-aus-und-weiterbildung