Transport und Verkehr

Wichtig in diesem Bereich

  • handwerkliches Geschick
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Daueraufmerksamkeit
  • Kommunikations­fähigkeit

Als Verkehrsprofi bringen Sie Fahrgäste, Passagiere oder Waren pünktlich ans Ziel. Dabei zeigen Sie viele Kompetenzen – auch abseits der Straße.

Lkw, Busse, Züge und Flugzeuge bleiben für eine Woche stehen. Was wäre das Ergebnis? Zum Beispiel wird der Supermarkt nicht mehr mit Lebensmitteln beliefert und auf den Straßen bilden sich endlose Staus – denn jeder pendelt mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Als Fachkraft im Bereich Transport und Personenbeförderung leisten Sie also einen unverzichtbaren Beitrag zum Wirtschaftskreislauf.

Lkw, Busse, Züge und Flugzeuge bleiben für eine Woche stehen. Was wäre das Ergebnis? Zum Beispiel wird der Supermarkt nicht mehr mit Lebensmitteln beliefert und auf den Straßen bilden sich endlose Staus – denn jeder pendelt mit dem eigenen Auto zur Arbeit. Als Fachkraft im Bereich Transport und Personenbeförderung leisten Sie also einen unverzichtbaren Beitrag zum Wirtschaftskreislauf.

Bei Pannen keine Panik

Über Ihr Gefährt und die Werkzeuge, die beispielsweise für Reparaturen benötigt werden, wissen Sie bestens Bescheid. Arbeiten Sie zum Beispiel im Straßengüterverkehr, führen Sie vor längeren Fahrten Wartungsarbeiten durch und müssen nicht bei jedem Problem sofort eine Werkstatt aufsuchen. Beispielsweise können Sie bei einer Panne einen platten Reifen auf dem Standstreifen austauschen. Ist es Ihre Aufgabe, schwere Fracht zu transportieren, dann sichern Sie diese vorschriftsgemäß mit Transportgurten. Dafür setzen Sie neben geeigneten Werkzeugen auch Muskelkraft ein, etwa um die Gurte festzuzurren.

Ware optimal verladen

Wie Sie eine Ladefläche optimal nutzen, also die zu transportierenden Güter bestmöglich verteilen, das können Sie sehr genau einschätzen. Durch Ihr gutes Auge und Ihre Erfahrung im Transport von Gütern tragen Sie somit zum wirtschaftlichen Erfolg des jeweiligen Unternehmens bei. Auch sind unbekannte Strecken kein Problem für Sie. Es fällt Ihnen leicht, sich in einer fremden Umgebung anhand von Straßenkarten zurechtzufinden. Umleitungen oder eine geänderte Straßenführung bringen Sie nicht aus der Ruhe. Als Fachkraft bringen Sie auch in Zeiten von Navigationssystemen einen ausgeprägten Orientierungssinn mit.

Sicherheit an erster Stelle

Nur wenige Berufe fordern ein so hohes Maß an Konzentration wie diejenigen in Transport und Personenbeförderung. Im Güterfernverkehr werden pro Jahr Zehntausende Kilometer zurückgelegt, bei Tag und Nacht. Trotz dieser Beanspruchung und der teils monotonen Abläufe halten Sie den Verkehr stets im Blick. Sie fahren stets vorausschauend und wissen, dass davon nicht nur die Sicherheit der Fracht abhängt, sondern auch die der anderen Verkehrsteilnehmer. In der Personenbeförderung tragen Sie eine besonders große Verantwortung – Ihre Passagiere bringen Sie stets sicher ans Ziel. Als Pilot/in behalten Sie die Instrumente und Anzeigen im Cockpit sowie die Wetterbedingungen stets im Blick – auch bei langen Flügen oder Routen, die Sie sehr gut kennen. Tritt ein Problem auf, reagieren sie umsichtig und zielstrebig.

Dienst am Kunden

Als Profi in diesem Berufsfeld spielt der Kontakt mit Menschen eine zentrale Rolle. Wenn Sie zum Beispiel bei einem Verkehrsunternehmen arbeiten, sind Sie teils auch Ansprechpartner für die Passagiere. Sie geben zum Beispiel Strecken- oder Flugauskünfte, informieren über Tarifzonen und verkaufen Tickets. Es fällt Ihnen leicht, sich auf Ihr Gegenüber einzustellen und ebenso verständlich wie kompetent Informationen zu vermitteln. Auch bei ungeduldigen oder schwierigen Fahrgästen behalten Sie die Ruhe. Sie zeigen sich geduldig und höflich und beweisen so täglich, dass für Sie der Service an erster Stelle steht. Sind Sie in der Luftfahrt tätig, dann stimmen Sie sich mit allen beteiligten Fachkräften zumeist auf Englisch ab.

Portrait von Tatjana Kronenbürger.

Tatjana Kronenbürger

Der Fokus liegt auf Vernetzung, Echtzeitfähigkeit und Datenplattformen in der Cloud.

Interview mit Tatjana Kronenbürger vom Deutschen Speditions- und ­Logistikverband e.V.

Wie sehr hat sich die Branche durch neue Informationstechnologien gewandelt?
Tatjana Kronenbürger: Das Schlagwort „Logistik 4.0“ ist allgegenwärtig. Die Digitalisierung der Lieferketten und die Vernetzung aller Beteiligten bieten große ökonomische und ökologische Chancen. Herausforderungen für die Fachkräfte der Branche entstehen an den Schnittstellen. Auch wenn in wenigen Bereichen noch das Papier zum Einsatz kommt, so liegt der Fokus aber mehr und mehr auf Vernetzung, Echtzeitfähigkeit und Datenplattformen in der Cloud.

Und wahrscheinlich wird alles noch schneller?
Tatjana Kronenbürger: Ja, denn auch wenn der physische Transport seine Zeit benötigt, werden entlang der gesamten Wertschöpfungskette Prozesse und Anlagen vernetzt. Vom Lieferanten über den Logistikdienstleister bis hin zum Transportunternehmen – es herrschen eine enge Verzahnung und permanente Überwachung. Somit hat sich die Abwicklung davor, danach und an den Schnittstellen erheblich verkürzt. Das bedeutet, dass Mitarbeiter noch flexibler agieren müssen und sie insbesondere in den Bereichen IT und Kommunikation auf dem aktuellen Stand zu halten sind.

Wie ist die wirtschaftliche Situation der Branche zu beurteilen?
Tatjana Kronenbürger: Obwohl Europas Wirtschaft in Teilen schwächelt, steht Deutschland gut da. Deutschland ist weiterhin Logistikweltmeister, und die Branche schaut optimistisch in die Zukunft. Das wirkt sich auch positiv auf den Fachkräftebedarf aus. Wir brauchen Leute, die mitdenken, gut im Team arbeiten können und Organisationstalent haben. Sie sollten über Sprachkenntnisse verfügen und Dienstleistungsorientierung großschreiben. Denn in der Spedition müssen die Mitarbeiter flexibel sein, schnell auf Probleme reagieren und alternative Lösungen finden.

In welchen Bereichen werden Fachkräfte gesucht?
Tatjana Kronenbürger: Qualifizierte, motivierte und engagierte Mitarbeiter sind grundsätzlich in allen Bereichen gefragt. Generell gilt aber: IT-Fachkräfte oder mathematisch und naturwissenschaftlich interessierte Personen haben gute Jobperspektiven.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Im Berufsfeld Transport und Verkehr kann Selbstständigkeit eine interessante Option sein. Kaufleute für Verkehrsservice können etwa ein Unternehmen der Personenbeförderung gründen oder übernehmen, Berufskraftfahrer/innen können sich mit einem eigenen Transportbetrieb selbstständig machen. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/lager-transport-verkehr-2/transport-verkehr-2