Keramik, Baustoffe, Bergbau (Produktion, Fertigung)

gestapelte Bausteine

Was hilft Fachwissen, wenn es veraltet ist? Berufliche Kenntnisse sollten laufend aufgefrischt und aktualisiert werden – über das gesamte Berufsleben hinweg. Dadurch lässt sich der Arbeitsplatz sichern und es eröffnen sich Aufstiegsperspektiven. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Weiterbildungswege.

Prinzipiell werden zwei Qualifizierungsformen unterschieden: Bei Anpassungsqualifizierungen handelt es sich um Kurse und Seminare, in denen vorhandene Fachkompetenzen aufgefrischt beziehungsweise um spezifische neue Inhalte erweitert werden – von Softwareschulungen über die Vermittlung innovativer Arbeitstechniken bis zu Sprachkursen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dadurch ihren bestehenden Arbeitsplatz sichern oder auch schneller einen neuen Arbeitsplatz finden. Umfang und Kosten für solche Qualifizierungen variieren je nach Inhalt stark. Oftmals dauern sie nur wenige Tage.

Die zweite Qualifizierungsform ist die berufliche Weiterbildung. Die entsprechenden Bildungsangebote führen zu einem anerkannten höheren Abschluss. Sie vermitteln weiterführendes Fachwissen und in der Regel auch kaufmännische Kenntnisse. Grundsätzlich kann diese Form der Qualifizierung die Grundlage für eine berufliche Weiterentwicklung darstellen oder, je nach Branche, auf eine Selbstständigkeit vorbereiten. Die Dauer der Kurse kann variieren, beispielsweise je nachdem, ob sie in Voll- oder Teilzeit absolviert werden. Zumeist sind berufliche Weiterbildungen aber mit einem größeren zeitlichen Aufwand verbunden. Die Kosten können sich je nach Region oder Bildungsträger unterscheiden. Typische Abschlüsse sind „Techniker/in“, „Meister/in“ und „Betriebswirt/in“ beziehungsweise „Fachwirt/in“.

Daneben kann eine berufliche Weiterentwicklung auch durch praktische Einarbeitung in einen bestimmten Tätigkeitsbereich erfolgen. Nicht immer ist hierzu der Besuch von Weiterbildungslehrgängen erforderlich.

Beschreibung

  • Mittlere Führungskräfte; bewältigen technische Aufgaben, etwa im Grubenbetrieb oder bei der Herstellung von Baumaterialien

Beispiele

  • Techniker/innen der Fachrichtungen Bergbautechnik, Bohrtechnik, Keramiktechnik, Steintechnik

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie zusätzliche Berufspraxis

Beschreibung

  • In der Industrie mittlere Führungskräfte, im Handwerk oftmals in der Betriebsführung
  • In einigen Handwerken ist die Meisterprüfung Voraussetzung für die Betriebsführung (zulassungspflichtige Handwerke)

Beispiele

  • Betonstein- und Terrazzoherstellermeister/in
  • Glas- und Porzellanmalermeister/in
  • Industriemeister/in – Betonsteinindustrie
  • Industriemeister/in – Keramik

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie ggf. zusätzliche Berufspraxis

Beschreibung

  • Expertinnen und Experten für bestimmte Teilbereiche dieses Berufsfeldes
  • Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben

Beispiele

  • Gestalter/in – Keramik
  • Gestalter/in – Stein
  • Steinmetz/in und Steinbildhauer/in – Denkmalpflege

Voraussetzungen

  • Für die angegebenen Beispiele in der Regel Abschluss in einem einschlägigen Ausbildungsberuf sowie zusätzliche Berufspraxis

Eine staatliche Förderung von Weiterbildungen kann in bestimmten Fällen beansprucht werden. Es existieren Programme für unterschiedliche Zielsetzungen, eines der wichtigsten für alle Aufstiegsweiterbildungen ist das Aufstiegs-BAföG. Infos zum Aufstiegs-BAföG

Eine gute Übersicht über Fördermöglichkeiten gewährt das durchstarten Themenheft „Weiter durch Bildung“, das auch online verfügbar ist. Themenheft „Weiter durch Bildung“

Titel von Themenheft durchstarten - Weiter durch Bildung, 2016/17

Mit einer abgeschlossenen Weiterbildung, etwa als Techniker/in, Meister/in oder Fachwirt/in, besitzen Sie grundsätzlich eine Hochschulzugangsberechtigung. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Sie automatisch an jeder Hochschule studieren können. Die Hochschulen legen fest, welche Voraussetzungen ihre Bewerber/innen mitbringen müssen. Daher sollten Sie bei Ihrer Wunschhochschule nachfragen, ob und unter welchen Bedingungen Sie mit Ihrer Qualifikation dort studieren können. Über Studienberufe informiert auch die Infomappenreihe abi>> in Ihrem BiZ bzw. die Berufswelt Studium hier im Portal.

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