Anpassungs­qualifizierung: Wirkstoffe bei der Bekämp­fung von Schädlingen

Wirkstoffe und Präparate werden ständig verbessert, da braucht man Kurse unbedingt, um am Ball zu bleiben.

Wirkungsvoll gegen Bettwanzen

Schädlingsbekämpfer Tobias Käufl (23) weiß, welches Mittel gegen welchen Schädling hilft. In einem Kurs eignete er sich zusätzliches Wissen über Bettwanzen sowie den Umgang mit der Atemschutzmaske an.

Ursprünglich hatte Tobias Käufl eine Ausbildung zum Fleischer absolviert, doch orientierte er sich im Anschluss beruflich neu. Die Gründe: Das Interesse für diesen Bereich war nicht groß genug, zudem wollte er einer körperlich weniger anstrengenden Arbeit nachgehen. Er informierte sich über die Optionen und entschied sich für eine Umschulung zum Schädlingsbekämpfer.

Nach dem Abschluss stieg er bei der Firma Globalkill in Reichertshofen ein. „Zu meinen täglichen Hauptaufgaben gehört es, zu Kunden zu fahren. Dort überprüfe ich, welcher Schädling vorhanden ist, und bekämpfe ihn mit dem richtigen Präparat“, sagt der 23-Jährige. „Auf welche Schädlinge man da trifft, hängt ein bisschen von den Jahreszeiten ab. Im Sommer finden sich eher Wespen, im Winter wird man oft wegen Nagetieren gerufen. Aber insgesamt habe ich schon alle gängigen Schädlinge bekämpft."

Informationen vom Diplom-Biologen

Vor Kurzem nahm Tobias Käufl an einer zweitägigen Schulung teil, die von seinem Arbeitgeber organisiert wurde. „Dafür kam ein Diplom-Biologe zu uns in die Firma“, erzählt er. „Am ersten Tag ging es um die Biologie der Bettwanze, ein besonders hartnäckiger Schädling.“ Der Biologe vermittelte Informationen darüber, wie man das Tier erkennt und bekämpft. Außerdem erfuhren die Teilnehmer, welche Präparate gegen Bettwanzen eingesetzt werden können, und wie man mit möglichst wenig Gift auskommen kann – um zu verhindern, dass es sich nicht in der ganzen Wohnung verteilt. Insbesondere dieser Sachverhalt sei bei der Schädlingsbekämpfung von besonderer Bedeutung: „Man muss immer gut aufpassen, dass das Gift nur dort landet, wo es gebraucht wird“, sagt Tobias Käufl. Zudem müssten Fehler beim Umgang mit Gift unter allen Umständen vermieden werden, um die Gesundheit der Bewohner eines Gebäudes nicht zu gefährden: „Man muss seine Arbeit in dieser Hinsicht sehr gewissenhaft machen.“

Am zweiten Kurstag war die Arbeitssicherheit für die Fachkräfte in der Schädlingsbekämpfung Thema. „In vielen Fällen arbeiten wir mit Präparaten, die das Tragen von Atemmasken erfordern.“ Der richtige Umgang mit einer Atemschutzmaske wurde im Rahmen der Schulung entsprechend thematisiert. „Wir lernten, in welchen Fällen man sie generell braucht, wie lang man sie aufsetzen darf, welche Pausenzeiten beachtet werden müssen und wann man die Filter wechseln muss.“ Die Kosten des Kurses trug sein Arbeitgeber, für die Dauer der Maßnahme stellte er die Teilnehmer von der Arbeit frei.

Kurse, um am Ball zu bleiben

Durch die Schulung wurden die Teilnehmer im Hinblick auf die ordnungsgemäße und effiziente Bekämpfung von Bettwanzen auf den neuesten Stand gebracht. Solche Qualifizierungen seien wichtig, um am Arbeitsmarkt bestehen zu können, denn Methoden und Techniken würden immer wieder verbessert: „In unserer Branche gibt es häufig Veränderungen“, sagt Tobias Käufl. „Wirkstoffe und Präparate werden zum Beispiel ständig verbessert, da braucht man solche Kurse unbedingt, um am Ball zu bleiben.“ Auch die Gesetzeslage kann sich ändern. „Plötzlich wurde etwa verboten, Rattenköder auszulegen“, erzählt der Schädlingsbekämpfer. „Wenn man so etwas nicht mitbekommt, kann das zu Ärger führen.“ Um dem vorzubeugen und seinen Beruf bestmöglich auszufüllen, will der Schädlingsbekämpfer auch in Zukunft regelmäßig an entsprechenden Qualifizierungen teilnehmen.

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