Anpassungs­qualifizierung: Hygiene­management

Ich merkte, wie mein Fachwissen wuchs, und das spornte mich an.

Rundum fit in Sachen Hygiene

Hygienemanagement bedeutet Verantwortung. Um ihre Kenntnisse bezüglich Hygienevorschriften und -richtlinien zu erweitern, nahm Birgit Rousseau-Paul (50) an einem entsprechenden Lehrgang teil.

Nach ihrer Ausbildung zur Hauswirtschafterin bildete sich Birgit Rousseau-Paul zur Meisterin der Hauswirtschaft weiter und arbeitete in einer sozialen Einrichtung für psychisch beeinträchtigte Menschen mit Alkoholsuchtproblemen. Weil sie dort zur Hygienebeauftragten berufen wurde, besuchte sie zunächst einen Grundkurs zu Hygiene und Arbeitsschutz bei der zuständigen Berufsgenossenschaft. Doch die Anforderungen in der Praxis waren hoch. „Per Internet und in Fachschriften habe ich daher versucht, mir noch weiteres Wissen für die Umsetzung der Hygienevorschriften und Richtlinien anzueignen“, erinnert sie sich. Dabei stieß sie auf eine Anzeige des Instituts kompass bezüglich eines Fernlehrgangs zur Hygienebeauftragten für die Hauswirtschaft in sozialen Einrichtungen. Sie meldete sich spontan an. Den Fernlerngang wählte sie, da sie im Schichtdienst tätig war und flexibel bleiben wollte.

Vier Lernhefte in fünf Monaten

Die Hauswirtschaftsmeisterin erhielt vier Lernhefte mit den Schwerpunkten Grundlagen der Mikrobiologie, Grundlagen der Lebensmittelhygiene, Hygiene bei der Hausreinigung und Textilpflege sowie Hygienemanagement. Zunächst war sie nicht sicher, ob sie die Selbstdisziplin aufbringen würde, den Lernstoff in ihrer Freizeit durchzugehen. „Die Hefte waren aber interessant, klar strukturiert und verständlich geschrieben. Ich merkte, wie mein Fachwissen wuchs, und das spornte mich an. Urlaub habe ich dann nur für den Prüfungstag genommen.“ In jedem Kapitel gab es Aufgaben zur Selbstkontrolle, zudem abschließende Aufgaben, die sie bearbeitete und einschickte – diese wurden dann benotet. Die Rückmeldung mit Korrekturen und Verbesserungsvorschlägen kam innerhalb von zwei bis drei Tagen.

Insgesamt dauerte der Lehrgang fünf Monate. Mit jedem der vier Hefte beschäftigte sie sich etwa einen Monat, jeweils 8 bis 12 Stunden pro Woche, meist am Abend und an den Wochenenden. Im letzten Monat bereitete sie sich auf die Prüfung vor. Bereits vor Beginn der Fortbildung hatte Birgit Rousseau-Paul eine Bildungsprämie beim Deutschen Erwachsenenbildungswerk beantragt und erhalten, wodurch sich die Kosten reduzierten. Den Rest bezahlte sie in monatlichen Raten. Insgesamt kostete der Lehrgang 1.280 Euro. Als Mitglied im Berufsverband für Hauswirtschaft, mit dem das Institut kooperiert, erhielt sie einen Rabatt von 15 Prozent.

Arbeits- und Gesundheitsschutz optimieren

Mittlerweile hat Birgit Rousseau-Paul einen neuen Arbeitsplatz – sie ist als hauswirtschaftliche Leitung in einem Kinderheim tätig und verantwortet hier unter anderem das Hygienemanagement. In regelmäßigen Abständen kontrolliert sie die Arbeit ihrer Mitarbeiter und korrigiert sie wenn nötig. Sie überprüft das Reinigungslager und die Lieferungen auf Hygiene und Vollständigkeit. Im neuen Café der Einrichtung kontrolliert sie den Umgang mit Lebensmitteln sowie die Sauberkeit in den Räumlichkeiten. Hinzu kommen die Unterweisung und Schulung des hauswirtschaftlichen und pädagogischen Personals sowie die Betreuung einer Auszubildenden.

Ihre Aufgaben erfordern neben fachlichem Wissen auch Einfühlungsvermögen und soziale Kompetenz. „Dank meiner Weiterbildung konnte ich einiges zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz im Betrieb einbringen und Verbesserungen erreichen“, sagt die Hauswirtschaftsmeisterin. „Nun möchte ich mich noch zum Thema Lebensmittel weiterqualifizieren und Fortbildungen zur Kennzeichnungsverordnung besuchen.“

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