Anpassungs­qualifizierung: Wirt­schafts­englisch

Für Frei-Haus-Lieferungen bestelle ich die LKW und kündige die geplanten Transporte an.

Fit für Auslandskunden

Als Sachbearbeiterin im Bereich Disposition und Logistik betreut Stefanie Alltag (24) auch Kunden im Ausland. In einem Wirtschaftsenglisch-Kurs lernt sie Vokabeln und Redewendungen für den Beruf.

Stefanie Alltag absolvierte eine Ausbildung zur Industriekauffrau und startete anschließend bei ihrem Ausbildungsbetrieb, der Borbet Solingen GmbH, ins Berufsleben. Ihr Arbeitgeber ist auf die Herstellung von Leichtmetall-Alufelgen spezialisiert. Die 24-Jährige arbeitet in der Abteilung Disposition/Logistik. Zu den Kunden, die sie betreut, gehören vor allem internationale Unternehmen. Hierfür sind Fremdsprachenkenntnisse unverzichtbar. Vor allem Wirtschaftsenglisch ist für die Sachbearbeiterin wichtig: „Ich habe zwar in der Schule Englisch gelernt. Für den Job reicht das jedoch nicht aus.“ Ihr Arbeitgeber buchte deshalb für Stefanie Alltag und ihre Kollegen einen Wirtschaftsenglisch-Kurs beim Weiterbildungsanbieter WBS TRAINING AG.

Reibungslose Kommunikation

Die Schulung ist speziell auf die Bedürfnisse von Unternehmen und Mitarbeitern zugeschnitten und findet in Form von Kleingruppenunterricht statt. Zunächst sind 24 Unterrichtseinheiten, verteilt auf acht Termine, geplant. „Den Kurs besuche ich fortlaufend einmal pro Woche, er dauert rund zwei Stunden“, erzählt Stefanie Alltag. Ihr Trainer ist Muttersprachler und spricht nur Englisch im Unterricht. Er entwickelte eine unternehmensspezifische Vokabelliste mit den Teilnehmern. So werden zum Beispiel Produktbeschreibungen des Unternehmens ins Englische übersetzt. Außerdem simuliert man im Unterricht reale Gesprächssituationen, zum Beispiel Kundengespräche. Für Telefonate, Briefe, Anfragen und Angebote erlernen die Kursteilnehmer spezielles Vokabular und prägen sich Redewendungen ein. Textbausteine zum Verfassen von E-Mails sollen im Arbeitsalltag helfen, Teilnehmer und Trainer entwickeln sie deshalb gemeinsam. Darüber hinaus steht immer wieder Grammatik auf dem Lehrplan. Die Teilnehmer lernen dabei etwa, welche typischen Fehler man vermeiden sollte – zum Beispiel bei der Zeitform von Verben.

Arbeit in einem internationalen Umfeld

Das Wissen aus dem Kurs kann Stefanie Alltag direkt in der Praxis anwenden. In ihrem Team betreut jeder Mitarbeiter einen festen Kundenstamm. Sie selbst steht vor allem mit Unternehmen aus Schweden, Großbritannien und den USA in Kontakt. Hauptsächlich ist sie für die Auftragsbearbeitung zuständig. Täglich erhält sie Bestellungen inklusive gewünschtem Lieferdatum. Die Industriekauffrau prüft die Aufträge und hält bei Unstimmigkeiten Rücksprache mit dem Kunden. Zudem stimmt sie sich mit den Kollegen in der Produktion ab, ob die bestellten Mengen zum gewünschten Termin lieferbar sind: „Für Frei-Haus-Lieferungen bestelle ich die Lkw und kündige unserem Versand die geplanten Transporte an.“

Stefanie Alltag arbeitet an der Schnittstelle zwischen Kunden, Speditionen, Versand und Produktion. In ihrem Beruf sollte man „ein gewisses Organisationstalent mitbringen, gut kommunizieren können und belastbar sein“, wie die 24-Jährige erläutert. Teamfähigkeit und ein freundliches, professionelles Auftreten vor allem bei Kunden kommen hinzu. Strukturiertes Arbeiten mit Überblick über Mengen und Liefertermine ist ebenso gefragt.

Für die Zukunft plant sie, sich zusätzliches logistisches Fachwissen anzueignen – die Grundlage für noch mehr Verantwortung: „Ich kann mir vorstellen, neue Aufgaben mit mehr Kundenkontakt zu übernehmen.“

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