Ausbau

Wichtig in diesem Bereich

  • handwerkliches Geschick
  • körperliche Belastungsfähigkeit
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • Beobachtungsgenauigkeit

Ein Rohbau ist nackt, als Fachkraft für Gebäudeausbau und -isolierung „bekleiden“ Sie ihn. Vom Boden bis zur Decke, vom Keller bis zum Dach statten Sie die Räume gemäß Vorgaben aus.

Glas, Holz, Steinzeug, Dämmstoffe, Wandfarbe – im Gebäudeausbau wird mit den unterschiedlichsten Werkstoffen gearbeitet, um Räume wohnlich und funktionell zu gestalten. Als Fachkraft in diesem Arbeitsbereich kümmern Sie sich dabei zumeist um ein bestimmtes Gebäudeteil, zum Beispiel um das Dach, die Böden, Wandverkleidungen oder die Ausgestaltung von Decken.

Glas, Holz, Steinzeug, Dämmstoffe, Wandfarbe – im Gebäudeausbau wird mit den unterschiedlichsten Werkstoffen gearbeitet, um Räume wohnlich und funktionell zu gestalten. Als Fachkraft in diesem Arbeitsbereich kümmern Sie sich dabei zumeist um ein bestimmtes Gebäudeteil, zum Beispiel um das Dach, die Böden, Wandverkleidungen oder die Ausgestaltung von Decken.

Von Hand

Viele Ihrer Aufgaben erledigen Sie manuell, unter Einsatz von unterschiedlichen Werkzeugen – das können Bohrmaschine, Hammer und Wasserwaage sein, ebenso Schraubenzieher, Säge oder Spachtel. Wenn Sie beispielsweise Fliesen und Platten verlegen oder sich um Parkett und Bodenbelag kümmern, schneiden Sie das Rohmaterial bei Bedarf exakt zu und verlegen es sauber und präzise. Beispielsweise im Trockenbau ermitteln Sie die jeweiligen Abmessungen von Räumen mittels entsprechender Hilfsmittel genau, bereiten Bauteile vor und fügen sie gemäß Vorgaben etwa zu Wänden zusammen. Und wenn Sie sich um das Streichen von Flächen kümmern, dann sorgen Sie mit gleichmäßigen Pinselstrichen für eine homogene Farbgebung.

Schwere Bauteile

Sie haben Kraft und Ausdauer – und die brauchen Sie auch, um Ihre unterschiedlichen Aufgaben zu erfüllen. Häufig müssen Sie schwere Bauteile wie etwa große Fensterscheiben oder Baumaterialien wie Zementsäcke heben und transportieren. Außerdem sind Sie den ganzen Tag über auf den Beinen, arbeiten teils auch im Knien, gebückt oder in der Hocke. Je nach konkretem Einsatzbereich sind Sie auch im Freien tätig, Hitze und Kälte stecken Sie dabei gut weg. Und wenn es bei einem Arbeitsgang schnell gehen muss, beispielsweise beim Verlegen von Estrich, behalten Sie dennoch den Überblick – weil Sie gut ausgebildet sind, die nötige Erfahrung mitbringen und reibungslos mit Ihren Kollegen zusammenarbeiten, liefern Sie ein fehlerfreies Ergebnis ab.

Plan und Schablone

Bevor Wände verkleidet, der Boden verlegt oder Mauern eingezogen werden können, wird eine entsprechende Bauskizze von den dafür verantwortlichen Fachkräften angefertigt. Auf dieser Grundlage erstellen Sie dann beispielsweise Schablonen, anhand derer Sie Baumaterialien wie etwa Gipskartonplatten zuschneiden. Bei allen Ihren Arbeiten befolgen Sie genau die Vorgaben, die Sie aus Konstruktionszeichnungen oder Verlegeplänen ablesen. Sie können sich gut vorstellen, wie der Raum schlussendlich aussehen wird, und haben deshalb keine Mühe, die abstrakten Angaben aus den Plänen in die Realität umzusetzen.

Blick für Problemstellen

Teilweise erledigen Sie auch Reparaturen. Sie haben einen sicheren Blick für Problemstellen, erkennen zum Beispiel undichte oder unzureichend abgedichtete Stellen schnell und arbeiten präzise nach. Sind Risse oder Unregelmäßigkeiten im Bauuntergrund gegeben, dann machen Sie mit Ihrer Arbeit nicht einfach weiter, sondern weisen die Verantwortlichen darauf hin – die Fehler müssen behoben werden, damit alle anderen Arbeiten fehlerfrei ausgeführt werden können.

Portrait von Rudolf Domscheid.

Rudolf Domscheid

Richtiger Brandschutz hilft, der Entstehung eines Brandes vorzubeugen.

Interview mit Rudolf Domscheid, Geschäftsführer der Bundesfachgruppe Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz-Isolierer

Herr Domscheid, welche Weiterbildungen sind im Isoliergewerbe derzeit besonders gefragt?
Rudolf Domscheid: Sehr beliebt sind die zweiwöchigen Lehrgänge mit Abschlussprüfung zum vorbeugenden baulichen Brandschutz, die wir in unseren Brandschutzzentren durchführen. Denn der richtige Brandschutz hilft, der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorzubeugen. Dadurch werden auch Rettungs- und Löscharbeiten erleichtert.

Wie steht es um das Thema Energiesparen?
Rudolf Domscheid: Themen wie die neue Energieeinsparverordnung sind in aller Munde. Wer sich hiermit intensiv auseinandersetzen will, kann zum Beispiel Geprüfte/r Energieberater/in werden. Auch die Arbeit mit Polyurethan (PUR), das zur Dämmung eingesetzt wird, bietet eine Möglichkeit zur Fortbildung und Qualifizierung: Als Geprüfte/r PUR-Ortsschäumer/in erlernt man den richtigen Umgang mit Material und Maschine.

Welche Weiterbildung können Sie darüber hinaus noch empfehlen?
Rudolf Domscheid: Wer mehr über das Thema Unternehmensführung lernen will, sollte sich zum/zur Betriebswirt/in des Handwerks weiterbilden. Diese Weiterbildung, die in der Regel einen Meistertitel voraussetzt, ist eine Top-Qualifikation im Handwerk.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Je nach Gewerk können dafür eine Meisterweiterbildung und eine Anmeldung bei der örtlichen Handwerkskammer Voraussetzung sein. In jedem Fall vermitteln Meisterkurse wertvolle Kenntnisse rund um die Betriebsführung. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/gebaeudeausbau-wasser-energietechnik/ausbau