Anpassungs­qualifizierung: Sprach­kenntnisse

Mir war es wichtig, ein international anerkanntes Sprachzertifikat zu haben.

Die Sprache der Branche

Lilia Rast (54) ist beruflich auf Fremdsprachenkenntnisse angewiesen. In einem mehrwöchigen Sprachkurs konnte sie ihre Englischkenntnisse gezielt erweitern.

Bevor sie 1990 nach Deutschland kam, hatte Lilia Rast im russischen Omsk eine Ausbildung zur Finanzkauffrau absolviert und dort in der Verwaltung gearbeitet. Mit ihrem Umzug nach Deutschland war auch eine kaufmännische Anpassungsqualifizierung verbunden, es folgten weitere Jahre Verwaltungsarbeit in verschiedenen Einrichtungen – bis sie sich schließlich nach einer neuen beruflichen Herausforderung umsah.

Nach einem Praktikum in einem Reisebüro fasste Lilia Rast den Entschluss, in die Reisebranche zu wechseln. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau – heute heißt der Beruf Kauffrau für Tourismus und Freizeit – und war zunächst in ihrem Ausbildungsbetrieb, einem Reisebüro in Osnabrück, angestellt, bis sie aus betrieblichen Gründen entlassen wurde. Im Zuge der Bewerbung bei anderen Reisebüros musste sie einen Englischtest absolvieren und man legte ihr nahe, die Kenntnisse in diesem Bereich auszubauen. Lilia Rast entschied sich für eine Englisch-Sprachkursreihe beim Institut für Berufliche Bildung in Osnabrück mit einer Gesamtdauer von rund 540 Stunden. Die Kosten finanzierte sie über einen Bildungsgutschein. Zeitgleich klappte es mit ihrer Bewerbung bei einem Reisebüro am Flughafen von Osnabrück. Noch während sie die Sprachkurse besuchte, arbeitete sie an zwei bis drei Tagen pro Monat bei ihrem neuen Arbeitgeber.

Wortschatz und Grammatik

Lilia Rast belegte die Kurse innerhalb von drei Monaten. Währenddessen steigerte sie kontinuierlich ihr Sprachniveau: Sie erweiterte ihren Wortschatz und ihre Grammatikkenntnisse und wandte dieses theoretische Wissen direkt im Berufsalltag an. Zudem beschäftigte sie sich mit der Erstellung von schriftlichen Anfragen und Angeboten. Auch ein gezieltes Aussprache- und Kommunikationstraining für Telefonate war Bestandteil der Kursreihe. Da die Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen kamen, brachte jeder seine berufsspezifischen Inhalte ein. So spielte für Lilia Rast etwa die Korrespondenz mit Managern ausländischer Hotels eine wichtige Rolle.

Andere Kursteilnehmer lernte sie teilweise nur virtuell kennen, denn einige Unterrichtsinhalte wurden ausschließlich online vermittelt. Dabei kommunizierten Dozenten und Teilnehmer live via Headset miteinander. Andere Unterrichts- und Übungseinheiten, bei denen zum Beispiel die Lese- und Verständnisfähigkeiten trainiert wurden, fanden hingegen im Rahmen von Präsenzveranstaltungen statt.

Zertifizierte Kenntnisse

Am Ende der Kursreihe absolvierte Lilia Rast erfolgreich den sogenannten TOEIC-Test. „Mir war es wichtig, ein international anerkanntes Sprachzertifikat zu haben, auch als Nachweis für meinen Arbeitgeber“, betont sie. Sie kann die Kommunikation mit den vielen fremdsprachigen Kunden, die am Flughafen ins Reisebüro kommen, nun professioneller führen. Auch in Hinblick auf den Umgang mit Fachsoftware profitiert sie von den Englischkursen. So wird bei ihrem Arbeitgeber eine in Reisebüros sehr verbreitete Plattform genutzt, über die man etwa Flüge, Hotels oder Mietwagen für die Kunden buchen kann. Die Plattform ist zwar deutschsprachig, aber wenn es darum geht, verschiedene Tarife miteinander zu vergleichen oder Stornierungen und Umbuchungen vorzunehmen, erscheinen die Informationen in englischer Sprache.

Für ihre berufliche Zukunft wünscht sich Lilia Rast vor allem Beständigkeit: „Ich möchte erfolgreich Reisen verkaufen und viele Stammkunden gewinnen."

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