Management und Unter­nehmens­führung

Wichtig in diesem Bereich

  • Organisations- und Steuerungsgeschick
  • Führungsfähigkeit
  • rechnerisches Denken
  • kaufmännisches Denken

In erfolgreichen Unternehmen greifen die Arbeitsprozesse der einzelnen Mitarbeiter nahtlos ineinander. Als Fachkraft in Management und Unternehmensführung tragen Sie Verantwortung für die Mitarbeiter und die unternehmerischen Ziele.

Entscheidungen fällen – dafür braucht es im Arbeitsleben Erfahrung, Fachwissen und ein Gespür für die jeweilige Situation. Das trifft auf sämtliche Bereiche zu, egal ob Sie ein Handwerksunternehmen leiten, die Verantwortung für eine Abteilung in einem Industriebetrieb tragen oder für wichtige Kunden bei einem Dienstleister zuständig sind.

Entscheidungen fällen – dafür braucht es im Arbeitsleben Erfahrung, Fachwissen und ein Gespür für die jeweilige Situation. Das trifft auf sämtliche Bereiche zu, egal ob Sie ein Handwerksunternehmen leiten, die Verantwortung für eine Abteilung in einem Industriebetrieb tragen oder für wichtige Kunden bei einem Dienstleister zuständig sind.

Geplanter Erfolg

Damit komplexe Geschäftsprozesse, die oftmals auf der Arbeit von vielen Fachkräften aufbauen, reibungslos vonstattengehen, müssen diese minutiös geplant und immer wieder kontrolliert werden. Haben Sie beispielsweise im Rahmen der industriellen Produktion oder der handwerklichen Fertigung eine Leitungsfunktion inne, dann kümmern Sie sich möglicherweise um alle wichtigen Abläufe – von der Beschaffung der Rohstoffe über die Einteilung der Mitarbeiter bis zur Auslieferung der Waren. Sie haben zudem alle relevanten Fristen im Blick, koordinieren die einzelnen Arbeiten und achten auf eine termingerechte Auslieferung. Die Produktionsprozesse analysieren Sie in regelmäßigen Abständen und realisieren Verbesserungspotenziale.

Motivierende Problemlöser

Jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter setzen Sie entsprechend der jeweiligen Qualifikation und Leistungsfähigkeit ein, je nach konkretem Tätigkeitsbereich leiten Sie Fachkräfte auch direkt an. Möglicherweise führen Sie regelmäßig Zielvereinbarungsgespräche, geben Feedback und stellen den Qualifizierungsbedarf bei Mitarbeitern fest. Sie schaffen es, diese immer wieder für die gesteckten Ziele zu motivieren, außerdem haben Sie ein offenes Ohr für mögliche Probleme, beispielsweise was Arbeitszeiten oder -bedingungen angeht. Im Gespräch versuchen Sie, gemeinsam mit der betreffenden Person Lösungsmöglichkeiten auszuloten und setzen diese im Einklang mit der unternehmerischen Zielsetzung um. Die Unternehmenskultur, der Erfolg und die Außenwirkung hängen entscheidend von Ihren Vorgaben ab.

Genau kalkuliert

Sie kalkulieren die anfallenden Kosten bei einem Auftrag genau und beziehen dafür alle relevanten Faktoren wie beispielsweise Materialbedarf und Personalaufwand ein. Auf dieser Grundlage erstellen Sie dann ein Angebot. Treten im laufenden Produktionsprozess unerwartete Kosten auf, revidieren Sie Ihre entsprechenden Kalkulationen. Die Betriebszahlen analysieren Sie in regelmäßigen Abständen. Durch diese Berechnungen erkennen Sie, an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht und wo sich möglicherweise Risiken auftun – so stellen Sie den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens sicher.

Markt im Blick

Um ein Unternehmen wirtschaftlich zu führen, müssen sämtliche Erfolg versprechende Möglichkeiten, um an neue Kunden zu kommen, ausgeschöpft werden. Dieses Ziel erreichen Sie beispielsweise, indem Sie auf unterschiedliche Vertriebswege setzen und Marketingkampagnen in Auftrag geben. Dadurch erhöhen Sie sowohl Marktchancen als auch Gewinnaussichten. Die Zielgruppe für Ihre Waren oder Dienstleistungen haben Sie genau im Blick – Sie realisieren deren Wünsche und das zur Verfügung stehende Budget und erstellen auf dieser Grundlage attraktive Angebote.

Portrait von Petra Schare

Petra Schare

Man muss komplexe Betriebsabläufe in ihren Wechselwirkungen überblicken und marktgerechte Entscheidungen treffen.

Interview mit Petra Schare, Geschäftsführerin Bundesverband Betriebswirte des Handwerks (BdH)

Frau Schare, welche Trends für Betriebswirte sind zu beobachten, welche Anforderungen werden gestellt?
Petra Schare: In den Betrieben aller Wirtschaftszweige steigen die Anforderungen an Unternehmer und Führungskräfte. Man muss komplexe Betriebsabläufe in ihren Wechselwirkungen überblicken und marktgerechte Entscheidungen treffen sowie Personalentwicklungskonzepte erarbeiten, denn auch der Mitarbeiterstamm ist ein entscheidender Produktionsfaktor. Hier sind Kompetenzen gefragt, die mit der Weiterbildung zum Betriebswirt beziehungsweise zur Betriebswirtin des Handwerks vermittelt werden. Angesichts der demografischen Entwicklung und des sich immer deutlicher abzeichnenden Fachkräftemangels wird der Bedarf an hoch qualifizierten Führungskräften sowie an Unternehmernachfolgern und -nachfolgerinnen im Handwerk in Zukunft noch weiter steigen.

Welche Weiterbildungen halten Sie im Hinblick auf den Arbeitsmarkt für Betriebswirte für sinnvoll?
Petra Schare: Nur durch kontinuierliche Weiterbildung, sowohl im betriebswirtschaftlichen als auch technischen Bereich, kann der persönliche „Marktwert“ bewahrt und vor allem erhöht werden. Generell sind alle Weiterbildungsaktivitäten sinnvoll, die der Verbesserung der Führungs- und Managementkompetenz dienen und Wissen im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft vermitteln, etwa was die Energiewende und die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung betrifft. Darüber hinaus sind auch zunehmend soziale und interkulturelle Kompetenzen gefragt.

Wo sehen Sie Aufstiegsmöglichkeiten für qualifizierte Betriebswirte?
Petra Schare: Mit dem bundeseinheitlichen Abschluss „Geprüfte/r Betriebswirt/in (HwO)“ können Führungspositionen in und außerhalb des Handwerks besetzt werden. Die Stärke dieser Absolventen und Absolventinnen liegt in der praxisgerechten Verbindung von fachlich-technischen Kenntnissen und betriebswirtschaftlichem Wissen sowie Kompetenzen. Dank Kenntnissen unter anderem über strategische Planung und Optimierung von Geschäftsprozessen, über den Einsatz moderner Marketinginstrumente und Personalführung sind sie für eine erfolgreiche Unternehmensführung gerüstet.

Die Arbeitswelt wandelt sich beständig. Auch der Schritt in die Selbstständigkeit kann eine Möglichkeit sein, sich an veränderte Anforderungen am Arbeitsmarkt anzupassen. Neben Managementerfahrung sind vor allem gute Kontakte und spezifische Branchenkenntnisse unabdingbar. So ausgestattet kann man ein eigenes Unternehmen gründen oder als Unternehmensberater/in arbeiten. Gute Tipps auf dem Weg zum eigenen Unternehmen bietet das durchstarten Themenheft „Existenzgründung“, das kostenlos im BiZ oder unter dem folgenden Link erhältlich ist. Online informiert die Bundesagentur für Arbeit außerdem über wichtige Aspekte der Selbstständigkeit. Infos zur Selbstständigkeit Themenheft „Existenzgründung“

Titelseite des Themenheftes Existenz 2015
http://berufsfeld-info.de/durchstarten/finanzen-marketing-recht-verwaltung-2/management-und-unternehmensfuehrung