Techniker – Informatik (Netzwerk­technologie)

Die Weiterbildung hat uns auf eine Aufgabe im mittleren Management vorbereitet.

Mit der Firewall gegen Viren

Als Techniker der Fachrichtung Informatik mit Schwerpunkt Netzwerktechnologie weiß Florian Hoin (34), wie er die Computernetzwerke seiner Kunden vor Viren und Trojanern schützen kann.

Florian Hoin sichert die Computernetzwerke von Wirtschaftsunternehmen, Behörden und Kliniken gegen Trojaner, Viren und andere Schadsoftware aus dem Internet. „Unsere Kunden kommen zu uns, wenn ihr Netzwerk angegriffen wurde oder sie das Gefühl haben, dass ihr Netzwerk nicht sicher ist“, erzählt der 34-Jährige.

Als Senior IT Architekt übt er beim IT-Dienstleister CANCOM DIDAS in Frankfurt am Main eine verantwortungsvolle Tätigkeit aus, auf die er sich mit einer Weiterbildung vorbereitet hat: Zwei Jahre lang besuchte er die Vollzeit-Qualifizierung zum Techniker der Fachrichtung Informationstechnik mit Schwerpunkt Computersystem- und Netzwerktechnik an der Staatlichen Technikakademie Weilburg. Dort hatte er zuvor schon seine Ausbildung zum Informationstechnischen Assistenten gemacht. Im Anschluss hatte er in der Automationstechnik im Bereich Robotik gearbeitet. „Aber ich wollte unbedingt wieder zurück in die IT“, sagt er. Er kündigte schließlich seine Arbeitsstelle, um die Weiterbildung in Angriff zu nehmen.

Netzwerktechnik und Betriebswirtschaft

Gut gefallen habe ihm, dass im Rahmen der Qualifizierung auch Themen wie Projektmanagement und Betriebswirtschaftslehre einen großen Teil einnahmen, wie Florian Hoin erläutert. „Die Weiterbildung hat uns so auch auf eine Aufgabe im mittleren Management vorbereitet.“ Im Mittelpunkt des Unterrichts standen aber computerbezogene Themen; Netzwerktechnik, Programmierung und Elektrotechnik zählten zu den wichtigsten Fächern. Weil es sich bei der Technikakademie um eine staatliche Aus- und Weiterbildungsstätte handelt, fielen keine Gebühren an. Mit Aufstiegs-BAföG und der Unterstützung seiner Eltern finanzierte Florian Hoin seinen Lebensunterhalt. Auch wenn er sich auf diese Weise voll auf die Techniker-Weiterbildung konzentrieren konnte und keinem Nebenjob nachgehen musste, so war doch im Rahmen der 24 Monate sein voller Einsatz gefordert. „Der Unterricht lief meist von 7.30 bis 17.30 Uhr, manchmal auch bis 18.30 Uhr. Dazu kamen Hausarbeiten und Klausurvorbereitungen – da blieb von den Feierabenden und dem Wochenende nicht viel übrig“, erzählt er. Nach der Weiterbildung arbeitete er zunächst bei einem IT-Systemhaus, bevor er bei seinem heutigen Arbeitgeber anfing.

Vor Ort flexibel sein

In seinem Beruf ist er oft unterwegs – die Sicherheitsarchitektur eines Netzwerks kann er nicht vom eigenen Schreibtisch aus überprüfen und verbessern, sondern nur beim Kunden vor Ort. Meist fährt er gemeinsam mit einem oder zwei Kollegen zum Auftraggeber. Einige Maßnahmen nehmen sie bei jedem Kunden routinemäßig vor. „Man muss auf jeden Fall eine moderne Firewall einsetzen und eine Sicherheitsüberprüfung durchführen“, sagt Florian Hoin. Die weiteren Maßnahmen würden dann oftmals Flexibilität erfordern: „Natürlich bereiten wir uns gut auf die Termine vor“, sagt er. „Aber oft bleibt es nicht dabei, die vereinbarten Komponenten einzurichten. Es tauchen dann vor Ort neue Probleme auf, die wir analysieren müssen, oder es sind neu aufgesetzte Server abzusichern.“ Weil die Arbeit beim Kunden sich schon mal über Wochen hinziehen kann und regelmäßige Abstimmung erfordert, komme es in seinem Beruf neben den fachlichen Kenntnissen auch auf soziale Kompetenz an, wie Florian Hoin erläutert.

Aufgrund seiner Weiterbildung und seiner Berufserfahrung kann der Techniker beruhigt in die Zukunft blicken.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/58471