Programmiererin

Es macht mir Spaß, an einem Programm zu tüfteln und danach direkt mit den Ergebnissen arbeiten zu können.

Software für ein leichteres Arbeiten

Programmiererin Sabrina Zerle (22) entwickelt Anwendungen, die dem Nutzer Arbeit abnehmen sollen. Dank ihrer fundierten Ausbildung und der Einarbeitung durch Kollegen fiel ihr der Einstieg in diesen Bereich nicht schwer.

IT ist ihr Interessengebiet, Programmieren ihre Leidenschaft. „Es macht mir Spaß, an einem Programm zu tüfteln und danach direkt mit den Ergebnissen arbeiten zu können“, sagt Sabrina Zerle. Die 22-Jährige hat eine Berufsausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung absolviert und dabei unter anderem verschiedene Programmiersprachen kennengelernt – zum Beispiel HTML, Java und SQL.

Nach dem Ende der Ausbildung hatte sie Glück: „Ein Headhunter hatte in einem Online-Karrierenetzwerk mein Profil entdeckt und mir meine heutige Arbeitsstelle vermittelt“, erzählt sie. „Das geschieht in der IT-Branche recht häufig.“ Das Unternehmen adesso in Dortmund, das vor allem Softwarelösungen für Geschäftskunden entwickelt, stellte Sabrina Zerle als Junior Software Engineer ein.

Schnell eingearbeitet

Die Arbeitsabläufe und Anforderungen bei ihrem neuen Arbeitgeber waren andere als in ihrem Ausbildungsbetrieb. „Aber ich wurde sehr gut eingearbeitet. Mein Chef hat sehr darauf geachtet, wie er mich fordern und auch fördern kann“, sagt Sabrina Zerle. Schnell hat sich die Berufseinsteigerin auf das Programmieren spezialisiert.

Die Programme, die sie heute gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen entwickelt, sollen den Anwendern Arbeit abnehmen. „Wenn zum Beispiel jemand Werbung an viele Kunden schicken möchte, muss er dank unserer Anwendung nicht für jeden Kunden einen individuellen Brief verfassen“, erzählt sie. „Es genügt, den Brief einmal anzulegen und dann auszuwählen, an welche Kundengruppe sich die Werbung richten soll. Den Rest erledigt das Programm.

Unterstützung vom Team

Die Anforderungen, die ein Programm erfüllen soll, besprechen Sabrina Zerle und ihr Team direkt mit dem Kunden. Im Anschluss setzt sie sich an den Computer und beginnt zu programmieren – mal alleine, mal auch in einem größeren Team: „Meine Arbeit besteht vor allem darin, Zeilencodes zu schreiben, diese dann zu testen und das Ergebnis mit dem abzugleichen, was gefordert ist."

Natürlich klappt nicht jede Programmierung auf Anhieb. Funktioniert etwa eine Erweiterung nicht wie gewünscht, dann sucht Sabrina Zerle mit viel Geduld nach dem Fehler. Unterstützt wird sie dabei einerseits von einem speziellen Programm, „aber natürlich kann ich mich auch immer an die Kollegen in meinem Projektteam wenden“, sagt sie. „Dann finden wir gemeinsam die Lösung und beheben den Fehler.“ Auch wenn sie mal einen Programmierbefehl nicht auf Anhieb parat hat, fragt sie bei den Kollegen nach. „Manchmal suche ich dann aber auch im Internet nach Informationen und schaue mir an, wie andere Programmierer das gemacht haben."

Um den Fortschritt eines Projekts im Auge zu behalten, trifft sich das Team regelmäßig zu Besprechungen und Tests – nicht nur mit dem Vorgesetzten, sondern auch mit dem Kunden. Die Fähigkeit, sich gut auf andere Menschen einzustellen, ist daher in ihrem Beruf wichtig, neben dem technischen Verständnis und dem logischen Denkvermögen.

Wenn Sabrina Zerle ein paar Jahre Berufserfahrung gesammelt hat, kann sie bei ihrem Arbeitgeber zum Senior Software Engineer aufsteigen. Mit Fortbildungen, zum Beispiel in der Datenbankentwicklung, der IT-Sicherheit oder der Webentwicklung, könnte sie ihren beruflichen Einsatzbereich zusätzlich erweitern. Auch eine Tätigkeit als IT-Architektin oder Projektmanagerin wäre später möglich.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/7737