Verpflegungs­manager (Diätküchen­leiter)

Das Erstellen von speziellen Ernährungskonzepten in einem Klinikum ist eine verantwortungsvolle Aufgabe.

Auftrag: gesunde Ernährung

Dank Ulrich Kahlert (45) kommt immer etwas Gesundes auf den Tisch: Der Verpflegungsmanager leitet das institutionelle Ernährungsmanagement einer Klinik. Mit einer Weiterbildung bereitete er sich auf seine heutige Tätigkeit vor.

Durch eine ausgewogene Ernährung lassen sich Krankheiten vorbeugen und Genesungsprozesse beschleunigen – das weiß Ulrich Kahlert. Der 45-Jährige leitet am Klinikum Hanau die Ernährungsambulanz. Hier wird sichergestellt, dass die Patienten bedarfsgerecht und bedürfnisorientiert verpflegt werden. Zudem wird den Patienten vermittelt, wie eine ausgewogene Ernährung aussehen kann, damit sie eine Richtlinie für die Zeit nach ihrer Behandlung an der Hand haben.

Die Berufsausbildung zum Diätassistenten war bereits eine gute Grundlage für seine heutige Tätigkeit. Gleichwohl wusste Ulrich Kahlert, dass für eine Führungsaufgabe weitere Qualifizierungen notwendig sein würden: „Eine Führungskraft steht im Spannungsfeld von Vorgesetzten und Mitarbeitern. Man muss den betrieblichen Überblick haben und sich diesen auch bewahren. Dazu bedarf es weiterführender Kenntnisse."

Betriebs- und Projektmanagement

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bietet den Zertifikatslehrgang zum Verpflegungsmanager an: „Der Schwerpunkt der Weiterbildung lag in den Bereichen Selbstmanagement sowie Betriebs-und Projektmanagement“, erinnert sich der Leiter der Ernährungsambulanz. „Darüber hinaus wurden noch Kenntnisse in Kommunikation, Personalführung, Qualitätsmanagement und -sicherung sowie den rechtlichen Bestimmungen erworben.“ Die sieben Module fanden im Blockunterricht von jeweils fünf Tagen statt. Ulrich Kahlert wurde von seinem damaligen Arbeitgeber für die Weiterbildung freigestellt, die Kosten von rund 2.670 Euro übernahm er zum Teil selbst. Nach seinem Abschluss arbeitete er zunächst weiter als Diätassistent in leitender Position, dann wechselte er zu seinem heutigen Arbeitgeber und übernahm hier die Stelle des Geschäftsbereichsleiters Ernährungs- und Verpflegungsmanagement.

Abläufe besprechen, Aufgaben zuteilen

Zu Beginn eines Arbeitstages werden Aufgaben verteilt und Produktionspläne erstellt. „Die Menüs der warmen und kalten Küche sowie der Diätküche sind mit den jeweiligen Verantwortlichen zu besprechen, sodass hier die Produktion beginnen kann“, erklärt der Verpflegungsmanager. Während das Küchenpersonal mit der Herstellung beschäftigt ist, wendet sich Ulrich Kahlert den administrativen Tätigkeiten zu. Und wenn sich die Patienten das Essen dann schmecken lassen, sitzt der Verpflegungsmanager bereits an der längerfristigen Planung. Beim Einkauf neuer Waren muss er das Budget und den Lebensmittelbedarf im Blick haben.

Das Erstellen von speziellen Ernährungskonzepten für sensible Bereiche in einem Klinikum, zum Beispiel der Intensivstation, ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Bei der Erstellung von Diät- und Speiseplänen ist viel Sorgfalt erforderlich“, erläutert er die Anforderungen in seinem Beruf. Als Verpflegungsmanager trägt er zudem die Verantwortung dafür, dass die Speisen eine hohe Qualität haben, und er kümmert sich darum, dass die Hygienebestimmungen und Arbeitsgesetze eingehalten werden. Bei allen diesen Aufgaben ist Kommunikationsfähigkeit unabdingbar: „Man spricht viel mit Klienten, Ärzten und Pflegekräften – und gerade als Führungskraft auch mit Mitarbeitern und Vorgesetzten.“ Den Abwechslungsreichtum, den sein Beruf täglich mit sich bringt, schätzt Ulrich Kahlert besonders. Dafür nimmt er auch die wechselnden Arbeitszeiten einer Tätigkeit im Schichtdienst in Kauf.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/14347