Technikerin – Kunststoff- und Kautschuk­technik

Nun kann ich auch selbst ausbilden und organisatorische Aufgaben übernehmen.

Gut verpackt

Wer entwickelt und konstruiert Verpackungen aus Kunststoff? Das machen Fachkräfte mit vertieften Kenntnissen – solche wie Jessica Niemeyer (21). Mit einer Weiterbildung bereitete sie sich auf die Übernahme neuer Aufgaben vor.

Nach ihrer Ausbildung zur Technischen Produktdesignerin wurde Jessica Niemeyer von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen. Die Art und Weise, wie ihre Vorgesetzte die Abläufe in der Abteilung organisierte, beeindruckte sie. „Solch eine weitreichende Fachkompetenz wollte ich auch erlangen. Außerdem wollte ich gern selbst Auszubildende und Mitarbeiter anleiten können.“ Sie erfuhr, dass ihre Chefin durch die Qualifizierung zur Technikerin zu der Position gekommen war: „Und sie hat mich dazu ermuntert, diese Weiterbildung auch zu machen.“ Vielfach absolvieren diese Qualifizierung auch Fachkräfte mit einer Berufsausbildung im Bereich Kunststoff.

Komplettes Weiterbildungspaket

Jessica Niemeyer absolvierte die zweijährige Weiterbildung in Vollzeit. In den Ferien konnte sie weiterhin im Betrieb arbeiten. Ihre Vorgesetzte sagte ihr außerdem zu, nach erfolgreicher Prüfung in ein festes Arbeitsverhältnis als Technikerin zurückkehren zu können: „So konnte ich mit gutem Gefühl den bisherigen Vertrag kündigen und mich der Weiterbildung widmen.“ Schulgebühren fielen nicht an, doch es galt, den Lebensunterhalt zu finanzieren. Möglich machte es eine Kombination aus dem Nebenverdienst in der Firma und Meister-BAföG.

In Theorie und Praxis wurde Jessica Niemeyer nun unter anderem darauf vorbereitet, komplexe kunststoff- und kautschuktechnische Systeme und Produkte zu entwickeln und zu konstruieren. „Wir hatten zum Beispiel Unterricht im Umgang mit Konstruktionssoftware, in Werkstofftechnik, Kunststoffverarbeitung und Fertigungstechnik.“ Weitere wesentliche Themenbereiche waren Betriebswirtschaftslehre, Qualitätsmanagement sowie die Analyse und Planung betrieblicher Geschäftsprozesse. Im fachrichtungsübergreifenden Teil standen außerdem allgemeinbildende Fächer wie Englisch, Mathematik und Deutsch auf dem Lehrplan. Zusätzlich absolvierten die Teilnehmer die Ausbildereignungsprüfung.

„Zusammen mit dem Nebenjob war das schon ein ganz schönes Paket“, blickt Jessica Niemeyer zurück. „Ich habe immer Aufzeichnungen gemacht und mit Karteikarten gelernt. Außerdem habe ich die Abende unter der Woche zur Vorbereitung genutzt.“

Konstruktion, Präsentation, Organisation

Als frischgebackene Technikerin startete sie dann in ihr neues Aufgabengebiet im Bereich Entwicklung und technisches Produktdesign. Hier werden die Vorgaben der Designabteilung bezüglich der Gestaltung von Verpackungen aus Kunststoff technisch umgesetzt, unter anderem für Lebensmittel, Kosmetika sowie pharmazeutische und technische Produkte. Viele Abläufe waren Jessica Niemeyer bereits durch ihre frühere Tätigkeit vertraut. „Doch nun kann ich auch selbst ausbilden und organisatorische Aufgaben übernehmen.“

Mittels spezieller Software erstellt sie Produktentwürfe, daneben auch Präsentationen für Kunden. „Man sollte in dieser Position offen und kommunikativ sein, außerdem sollte man freundlich und selbstbewusst etwas präsentieren können. Auch dies haben wir in der Weiterbildung bei Projekten trainiert.“

Was ihre weiteren Aufgaben betrifft, so soll Jessica Niemeyer sich künftig noch mehr um die Kundenbetreuung kümmern, etwa im Rahmen von Außenterminen. Sie wird darüber hinaus bei der Produktion mitwirken und die entsprechenden Abläufe koordinieren. Besonders freut sie sich darauf, die Betreuung von Auszubildenden zu übernehmen.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/5992