Techniker – Maschinen­technik (Automatisierungs­technik)

Es macht mir Spaß, mit unterschiedlichsten Elektrobereichen zu tun zu haben.

Der Allround-Techniker

Als Maschinentechniker mit dem Schwerpunkt Mechatronik kommt Alim Gültas (34) mit seinem Team immer dann zum Einsatz, wenn es um Aufgaben rund um die technische Infrastruktur von Kraftwerken geht.

Drei Dinge sind für ein erfolgreiches Technik-Projekt nötig: ein ausreichendes Budget, zuverlässige Bauteile und ein Experte wie Alim Gültas. Ins Berufsleben startete der heutige Techniker der Fachrichtung Maschinentechnik mit einer Ausbildung zum Kraftfahrzeugmechaniker – der entsprechende Abschluss ist heute „Kraftfahrzeugmechatroniker“. „Ich war damals automobilbegeistert, und die Ausbildung hat mir auch gefallen. Später wollte ich in den Bereich Fahrzeugentwicklung gehen“, erzählt der heute 34-Jährige. „Ich habe mich dann aber entschlossen, mich beruflich noch einmal neu zu orientieren.“

In den folgenden Jahren war er in der Elektrobranche tätig, zuletzt als Maschinenführer. Da dies jedoch nicht das Ende seines beruflichen Werdegangs sein sollte, entschied er sich für eine Technikerweiterbildung. Voraussetzung dafür war für ihn als Fachfremden eine jahrelange einschlägige Berufserfahrung. Eine abgeschlossene Ausbildung im Elektrobereich, etwa zum Elektroniker für Automatisierungstechnik, wäre ein gängiger Zugangsweg. „Mit dem Technikerabschluss wollte ich zum einen meinen Marktwert steigern, zum anderen war auch meine Lust auf zusätzliches Wissen geweckt."

Von Technik bis Betriebswirtschaft

Zwei Jahre lang besuchte Alim Gültas den Technikerkurs in Vollzeit. An der Schule in Hamburg fielen keine Kosten an. Er übernahm häufig Nacht- und Wochenendschichten bei seinem damaligen Arbeitgeber, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Thematisch war der Unterricht für den ausgebildeten Kfz-Fachmann vielfach Neuland. „Ich kannte ja nur den Bereich Fahrzeugtechnik.“ Bei Themen wie Elektrotechnik, Schalt- und Steueranlagen oder Automatisierungstechnik hieß es für Alim Gültas deshalb: sich so viel Wissen wie möglich aneignen.

Neben den fachspezifischen Teilen des Lehrgangs erwarben die Teilnehmer auch Wissen für die Konstruktion und Entwicklung. Um die angehenden Techniker auf zukünftige Führungsaufgaben vorzubereiten, standen zudem Betriebswirtschaft, Projektplanung und der Ausbildereignungsschein auf dem Lehrplan. Den Abschluss bildeten mehrere Klausuren und eine Projektarbeit. Alim Gültas beispielsweise konzipierte eine Lagerautomatisierung: Neben der Erstellung der Steuerung für die Laderoboter schrieb er auch deren Steuerungsprogramme. „Die zwei Jahre waren sehr stressig. Wenn ich nicht in der Technikerschule war, habe ich gearbeitet. Aber: Es hat sich für mich gelohnt."

Prima Klima im Kraftwerk

Als Techniker ist er heute bei der Firma ENGIE in Hamburg tätig. Das Unternehmen bietet Technik, Know-how und Dienstleistungen rund um die Energieversorgung an. Alim Gültas ist derzeit in einem norddeutschen Kraftwerk im Einsatz. Dort leitet er ein Team von drei Mitarbeitern. Als Techniker ist er hier für alle technischen Probleme rund um die Kraftwerkinfrastruktur zuständig: von der aufwendigen Klimatisierung der Generatorenräume bis hin zur Heizungsanlage der Büros. „Es macht mir viel Spaß, hierbei mit den unterschiedlichsten Elektrobereichen zu tun zu haben.“ Als Leiter plant er den Einsatz seines Teams bei Wartungsaufträgen, gibt die Ersatzteile in Auftrag und füllt Prüfprotokolle aus. Bei kniffeligen Problemen nimmt der Techniker selbst Multimeter, Schraubendreher oder Zange in die Hand.

Doch der Wissensdurst von Alim Gültas ist noch nicht gestillt. „Ich kann mir eine Weiterbildung zum Betriebswirt gut vorstellen. Auch mein Arbeitgeber würde mich hierbei unterstützen.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/5407