Service­technikerin – IT

Genauso wichtig wie das technische Verständnis ist, dass man sich gut in den Kunden hineinversetzen kann.

Bester Service

Gudrun Tröster (42) kennt die Software ihres Arbeitgebers in- und auswendig. Die Servicetechnikerin kümmert sich um Installation, Wartung und Anwenderschulung.

Bevor der Traum vom eigenen Häuschen im Grünen wahr wird, steht bei den meisten Menschen ein Besuch bei der Bank an. Die hier tätigen Berater prüfen am Rechner zum Beispiel die Bonität oder suchen einen passenden Kredit heraus. Damit dies zuverlässig, schnell und sicher geschieht, sind Spezialistinnen wie Gudrun Tröster im Einsatz. Die 42-Jährige arbeitet als Servicetechnikerin bei msg in München. Das Unternehmen bietet zum Beispiel Software für die Darlehensabwicklung für Banken und Versicherungsfirmen an.

Zu Beginn ihres beruflichen Werdegangs absolvierte sie eine Ausbildung zur Datenverarbeitungsfachfrau – der Beruf wurde neu geordnet, ein entsprechender Abschluss wäre heute etwa Fachinformatikerin. Ihre heutige Aufgabe: jedes Detail der Software ihres Arbeitgebers aus dem Effeff kennen: „Ich bin für die Wartung und Weiterentwicklung der Software zuständig, erledige den Support und schule die Anwender“, sagt die IT-Fachfrau.

Kenntnisreich und flexibel

Gudrun Tröster kam nach ihrer Berufsausbildung zu ihrem heutigen Arbeitgeber. Hier war sie zunächst im Projekt-Management tätig, wechselte dann in die Anwendungsentwicklung und kam schließlich in ihre heutige Position. Das für ihre Aufgaben nötige Fachwissen erwarb sie nicht nur im Rahmen ihrer Ausbildung – sie absolvierte auch regelmäßig Fortbildungen und Schulungen, um ihr Know-how auf dem aktuellen Stand zu halten.

„Genauso wichtig wie das technische Verständnis ist in meinen Beruf, dass man sich gut in den Kunden hineinversetzen kann und flexibel auf die konkreten Aufgaben reagiert.“ Da die Implementierung der Software, die Schulung der späteren Nutzer oder die Fehlerbehebung bei den Kunden vor Ort stattfindet, ist Gudrun Tröster häufig auf Dienstreise. „Aber es gibt auch genügend Phasen, in denen ich ausschließlich vom Büro aus arbeite.“

Beim Kunden oder aus der Ferne

Die Installation bei ihren Auftraggebern erledigt die Servicetechnikerin gemeinsam mit einem Kollegen. „Wir richten beispielsweise die Datenbank so ein, wie sie benötigt wird, und importieren dann die Daten des Kunden.“ Jedoch hat auch die beste Software keinen Wert, wenn die Nutzer nicht richtig damit arbeiten können. Hier schafft Gudrun Tröster mit Workshops für die Mitarbeiter Abhilfe.

Auch nach der Inbetriebnahme fungiert die Computerexpertin als Ansprechpartnerin für die Kunden. Bei Problemen oder Ausfällen leistet sie Support: „Es kann zum Beispiel passieren, dass der Kunde eine Liste ausdruckt und feststellt, dass nicht alle Daten enthalten sind. Dann wäre es meine Aufgabe, den Fehler aufzuspüren und zu korrigieren.“ Solche Maßnahmen führt sie entweder direkt vor Ort durch oder aus der Ferne. In letzterem Fall schaltet sie sich mit einer Fernwartungssoftware auf das System auf und macht sich in Echtzeit von ihrem Büro aus auf Fehlersuche.

An ihrem Schreibtisch arbeitet sie auch an der ständigen Weiterentwicklung der Software. Dabei geht es nicht nur darum, neue Funktionen in das bestehende Programm aufzunehmen oder gefundene Fehler auszumerzen: Auch Gesetzesänderungen wie zuletzt die SEPA-Einführung machen regelmäßig eine Überarbeitung notwendig.

Um stets besten Service bieten zu können, muss man nach Meinung von Gudrun Tröster mit der Technik Schritt halten. Die nächsten Seminare und Schulungen zu Software-Thematiken sind bereits fest eingeplant.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/14006