Rohrnetz­bauer

Was mich von meinem Beruf überzeugt hat, war die Abwechslung durch die Außeneinsätze.

Der Netzwerker

Als Rohrnetzbauer ist Michael Babinsky (21) Spezialist rund um die Strom-, Gas- und Wasserversorgung von Häusern. Dabei kommt er nicht nur bei Neubauten, sondern auch bei Umrüstungen oder Notfällen zum Einsatz.

Gas, Wasser und Strom sind die Grundvoraussetzungen für ein gemütliches Heim. Die Versorgung damit wird durch Fachkräfte wie Michael Babinsky sichergestellt, der als Rohrnetzbauer bei Mainfrankennetze in Würzburg arbeitet. Bei dem Unternehmen hat der 21-Jährige bereits seine Ausbildung zum Anlagenmechaniker absolviert. „Was mich von meinem Beruf überzeugt hat, war die Abwechslung durch die Außeneinsätze“, sagt er. Während der dreieinhalb Jahre dauernden Ausbildung war der damalige Auszubildende mit erfahrenen Kollegen unterwegs. Mit der Zeit führte er die Aufgaben immer selbstständiger aus, verabredete Termine mit Kunden und stellte Material und Werkzeug für die Einsätze zusammen. „Was mir dabei besonders geholfen hat: Bei Arbeiten habe ich nicht nur stur alles nachgemacht, sondern auch die Zusammenhänge wissen wollen.“

Mit Geschick und Schweißschein

Nach dem Ende seiner Ausbildung wurde er als Rohrnetzbauer von seinem Arbeitgeber übernommen. Damit ist er einer der Spezialisten, wenn es um die Versorgung mit Strom, Gas und Wasser geht. Für den Großraum Würzburg gibt es derzeit drei sogenannte Meistergruppen. Diese setzen sich aus einem Meister und im Schnitt fünf Fachkräften zusammen. Das Team, zu dem Michael Babinsky gehört, übernimmt verschiedenste Aufträge: Anschlüsse für Neubauprojekte ebenso wie Umrüstungen von Heizungen oder Noteinsätze bei einem Rohrbruch. „Gerade dann greifen wir schnell ein. Sonst steht am Ende ein Keller oder eine ganze Straße unter Wasser.“

Bei seiner Arbeit setzt er verschiedene Werkzeuge ein: von der Rohrzange über verschiedene Messgeräte bis hin zum Schweißgerät: „Ich habe dafür unter anderem einen Schweißschein gemacht und kann heute neben Metall- auch Kunststoffrohre verschweißen.“ Solche Rohre werden etwa bei Abwasserleitungen verwendet. Deren Muffen haben einen eingearbeiteten Metallring, den der Rohrnetzbauer elektrisch erhitzt und so eine wasserdichte Verbindung herstellt.

Gut und sicher versorgt

Besondere Sorgfalt ist bei Arbeiten an Gasleitungen gefragt. Bei solchen Aufträgen werden zum Beispiel alte Rohre ausgetauscht oder es wird ein neuer Anschluss für eine Heizungsumrüstung gelegt: „Wir prüfen auch immer den Zustand der Leitungen.“ Dafür trennt der Rohrnetzbauer zunächst den betreffenden Anschluss vom Hauptnetz – dieser wird „abgedrückt“. Anschließend schließt er das System an einen speziellen Kompressor an: „Der Druck darf über einen vorgegebenen Zeitraum nicht abfallen. Erst dann können wir die Leitung freigeben.“ Bei einem Druckabfall machen sich die Fachkräfte anschließend auf die Suche nach dem Leck, ersetzen oder reparieren das entsprechende Teilstück.

Auch wenn neue Baugebiete erschlossen werden, kommt Michael Babinsky zum Einsatz. „Die Tiefbauarbeiten, etwa das Freilegen von Rohren, übernehmen die Baufirmen. Wir vereinbaren dafür die Termine und erkundigen uns nach dem Fortschritt.“ Zudem informiert er Hausbewohner über etwaige Wasserabschaltungen im Zuge einer Baumaßnahme.

Derzeit plant der Anlagenmechaniker die ersten Schritte für seine weitere Karriere und informiert sich über entsprechende Weiterbildungsmöglichkeiten: „Ich kann mir zum Beispiel einen Meisterkurs gut vorstellen, durch den ich später mehr Verantwortung übernehmen könnte.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/2234