PC- und Netzwerk­fachkraft

Es ist enorm wichtig, dass die Schichtmannschaft mit den Aufgaben und Abläufen zufrieden ist.

Lösungen für jedes PC-Problem

Um Probleme an den Computern und im Netzwerk seines Arbeitgebers noch besser lösen und die IT-Infrastruktur weiterentwickeln zu können, bildete sich Stefan König (39) zur PC- und Netzwerkfachkraft weiter.

Seit über 20 Jahren arbeitet Stefan König bei Schwender Energie- und Gebäudetechnik in Thurnau – allerdings in wechselnden Funktionen. Ursprünglich hatte er eine Ausbildung zum Technischen Zeichner absolviert – ein Beruf, in dem er überwiegend mit CAD-Programmen am Computer arbeitete. Mit der Zeit eignete er sich viel Expertise im Umgang mit Rechnern und Netzwerken an, die ihm insbesondere dann zugute kam, wenn es mal zu einem vorübergehenden Ausfall kam oder ein System instabil war.

„Es kam immer wieder mal vor, dass ich Störungen selbst behoben habe“, erzählt der 39-Jährige. „Es hat mir Spaß gemacht, PCs und Netzwerke so zu optimieren, dass der Anwender besser damit arbeiten konnte“, erzählt er. Für seine Kolleginnen und Kollegen wurde er bald zum Ansprechpartner, wenn sie Schwierigkeiten mit ihren Rechnern hatten. Schließlich stellte ihm sein Arbeitgeber eine Stelle in der IT-Leitung in Aussicht. „Voraussetzung dafür war aber, dass ich mich im IT-Bereich weiterbilde.“

Wie man ein Netzwerk betreut

Er entschied sich für den Qualifizierungslehrgang zur PC- und Netzwerkfachkraft und absolvierte ihn an der Handwerkskammer Oberfranken – hier heißt der Abschluss „Netzwerk-Service-Techniker“. „Danach ist man in der Lage, ein kleineres Netzwerke zu betreuen – zum Beispiel in einem mittelständischen Betrieb“, erklärt er. Wie etwa ein Netzwerk funktioniert und wie die Datenkommunikation abläuft, damit beschäftigte er sich zweimal die Woche in Abendkursen. „Es ging los mit Übertragungstechniken und -wegen, dann sind wir in die verschiedenen Serverbetriebssysteme eingestiegen“, erzählt er. Das Modul erstreckte sich über sechs Monate und kostete rund 2.000 Euro. Die Kosten übernahm er selbst.

Lebenslanges Lernen unerlässlich

„Letztendlich war die Weiterbildung für mich vor allem die Grundlage, um mich tiefer in die praxisrelevanten Themen einzuarbeiten“, erzählt Stefan König. Er hat inzwischen zahlreiche weitere Fortbildungen besucht und Zertifizierungen erhalten – etwa zu Windows- und Exchange-Servern, Routing und Firewall und WLAN-Enterprise. Auch eine weitere Qualifizierung zum Betriebsinformatiker absolvierte er. Lebenslanges Lernen ist aus seiner Sicht unerlässlich.

Sein großes Fachwissen kommt ihm im heutigen Berufsalltag sehr zugute: Mittlerweile betreut er ein Netzwerk, das sich über mehrere Standorte erstreckt und zu dem etwa 150 Nutzer und 15 Server gehören. Stefan König nimmt Backups vor, konfiguriert den Virenschutz, installiert Updates im Betriebssystem oder richtet neue Server ein. Jeden Tag sichtet er Datensicherungsprotokolle, mindestens einmal pro Monat testet er die Wiederherstellung von Daten und regelmäßig nimmt er alle Systeme genau unter die Lupe.

Daneben steht er auch mit den Mitarbeitern in Kontakt, um Anwenderprobleme zu lösen – vom nicht funktionierenden Bildschirm bis zu schwerwiegenden Fällen, in denen er ein System neu aufspielen muss. Wann immer möglich, kümmert er sich zudem um die Weiterentwicklung der IT-Systeme bei seinem Arbeitgeber.

Obwohl er bereits zahlreiche Qualifikationen und viel Erfahrung vorweisen kann, will er nicht stehen bleiben – Weiterbildung bleibt ein wichtiges Thema für ihn. Sein eigenes Wissen gibt er mittlerweile auch weiter: An der Handwerkskammer Oberfranken leitet er auch Kurse.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/14714