Offizier – Militärfachlicher Dienst

Ich muss Zusammenhänge erkennen und Mitarbeiter anleiten können.

Spezialist für Logistik

Der Truppenversorgungsoffizier Robert Ott (34) ist ein Profi in Sachen Logistik. In mehreren Lehrgängen eignete er sich spezielle Kenntnisse für seine heutige Tätigkeit an, etwa über betriebswirtschaftliche Zusammenhänge.

Das Transporthubschrauberregiment 30 in Niederstetten ist in mehrere Abteilungen unterteilt, die jeweils sehr unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen – von der Sicherstellung des Flugbetriebs und der Einsatzbereitschaft bis hin zur Versorgung des Regiments mit Betriebsstoffen, Munition und Verpflegung. Letzteres ist das Spezialgebiet des Truppenversorgungsoffiziers Robert Ott, der für die reibungslose Abwicklung von Logistikaufträgen zuständig ist.

Der Oberleutnant hatte zunächst eine Ausbildung als Maurer absolviert und war einige Jahre in diesem Bereich tätig. Allerdings merkte er schnell, dass er auf Dauer in diesem Beruf nicht glücklich werden würde. Er informierte sich über Alternativen, stieß auf die beruflichen Möglichkeiten bei der Bundeswehr und bewarb sich. Nach seiner Grundausbildung war er zunächst als Nachschubfeldwebel in einem Logistikbataillon tätig. „Ich wollte allerdings beruflich weiterkommen, mehr Verantwortung übernehmen und auch mehr Geld verdienen“, betont Robert Ott. Daher entschied er sich für die Weiterbildung zum Offizier im militärfachlichen Dienst.

Betriebswirtschaft, Sport und Englisch

Um zur Weiterbildung zugelassen zu werden, musste er im Rahmen des Auswahlverfahrens einen Eignungstest bestehen. Die Qualifizierung an sich dauerte insgesamt drei Jahre und bestand aus mehreren Lehrgängen. Den Schwerpunkt bildete die Fortbildung zum Betriebswirt für Logistik, in der unter anderem betriebs- und volkswirtschaftliches Fachwissen sowie Kenntnisse in den Bereichen Rechnungswesen, Recht und Logistik vermittelt wurden. Auch Englisch stand auf dem Lehrplan, erinnert sich der Offizier: „Fremdsprachen sind wichtig in der heutigen Zeit."

Robert Ott war für die zwei Jahre im niedersächsischen Faßberg stationiert, mehrere Hundert Kilometer von seinem Heimatstandort entfernt. „Da ich an den Wochenenden am Weiterbildungsstandort geblieben bin, konnte ich die Zeit zum Lernen nutzen.“ Bevor ein Lehrgang abgeschlossen war, galt es, eine Prüfung zu absolvieren. „Es war schon anstrengend, aber ich bereue keine Minute“, betont er. Um die Kosten der Weiterbildung musste er sich keine Gedanken machen, denn diese wurden von der Bundeswehr übernommen.

Im Anschluss absolvierte Robert Ott den Offizierlehrgang in Dresden, bei dem unter anderem Aspekte aus den Bereichen Taktik, Militärgeschichte und politische Bildung thematisiert wurden. Auch ein vierwöchiger Lehrgang zum Sport- und Übungsleiter war Bestandteil der Weiterbildung.

Die Versorgung planen

Heute übernimmt Robert Ott verantwortungsvolle Aufgaben in der Logistik. „Vor der Weiterbildung war ich auf der Arbeitsebene tätig, danach wechselte ich in die Planung.“ Er verwendet ein spezielles Softwaresystem, das für entsprechende Verwaltungsaufgaben beim Transporthubschrauberregiment zum Einsatz kommt. Wenn hier Aufträge eingehen, bearbeitet er sie und verteilt dann die Aufgaben an seine Kameraden. „Außerdem bin ich für die fachliche Aus- und Weiterbildung zuständig.“ Wenn Weiterbildungen im Bereich Logistik anstehen, organisiert der Offizier diese. „In meinem Beruf brauche ich natürlich Organisationstalent. Ich muss aber auch Zusammenhänge erkennen und Mitarbeiter anleiten können."

Robert Ott ist mit seinem jetzigen Posten sehr glücklich, schließt es aber nicht aus, sich noch weiterzubilden. „Ich wäre auch zu einem Standortwechsel bereit, um beruflich weiterzukommen.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/15338