Netzmonteur

Man sollte gerne bei Wind und Wetter draußen arbeiten.

Profi für Strom und Gas

Netzmonteure wie Manuel Bengl (23) sorgen dafür, dass die Kunden stets mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme versorgt sind. Sie rücken aus, um Neuanschlüsse zu legen oder um Störungen zu beheben.

Wenn irgendwo in der Metropolregion in und um Nürnberg eine Strom- oder Gasleitung neu verlegt, repariert oder ein Zähler ausgetauscht werden muss, ist das ein Fall für die Netzmonteure der N-ERGIE.

Bei diesem Arbeitgeber können sich ausgebildete Anlagenmechaniker und Elektroniker für Betriebstechnik für die Weiterbildung zum geprüften Netzmonteur beziehungsweise zur geprüften Netzmonteurin entscheiden, die in vier Handlungsfeldern angeboten wird: Strom, Gas, Wasser und Fernwärme. „Je nach Ausrichtung des Unternehmens kann man den Abschluss in einer oder in mehreren Fachrichtungen absolvieren. Für mich waren die Bereiche Gas und Wasser relevant“, sagt der ausgebildete Elektroniker Manuel Bengl.

Stationswechsel im Wochenrhythmus

Die Weiterbildung fand im unternehmenseigenen Schulungszentrum statt. Über zwei Jahre nahm Manuel Bengl wochenweise an Unterrichtsblöcken teil, für die er vom Arbeitgeber freigestellt wurde. Dieser übernahm auch die Kosten für die Weiterbildung.

Das Lernpensum war hoch, erinnert er sich. „Ich fand es hilfreich, dass die Weiterbildung unter der Woche stattfand und nicht nach der Arbeit in den Abendstunden. Da hätte ich mich sicherlich nicht so gut auf den Unterricht konzentrieren können.“ Neben allgemeinen Qualifikationen standen in der Sparte Gas zum Beispiel Verteilungsnetze und Anlagen, die Beschaffenheit und der Einsatz von Werkstoffen sowie die Durchführung von Messungen auf dem Lehrplan. Weitere Themen waren Störungsmanagement und Dokumentation. „Natürlich ging es auch um alltagspraktische Situationen wie das Absichern einer Baustelle. Schließlich ist man für die Sicherheit vor Ort verantwortlich.“ Nach einem Jahr legte er erfolgreich die theoretische Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer ab.

Der zweite, praktische Teil der Weiterbildung sei ihm leichter gefallen. Dabei durchlief er wieder im Wochenrhythmus verschiedene Stationen und verlegte beispielsweise Versorgungsleitungen oder tauschte Gas- und Wasserzähler sowie weitere Komponenten aus. „Positiv war, dass wir den praktischen Teil unternehmensintern absolvieren konnten, sodass vieles vertraut war.“

Auch die praktische Prüfung legte er vor der Industrie- und Handelskammer ab. „Wir wurden mit einer typischen Aufgabe konfrontiert – einem Störungsfall in einer Versorgungsleitung.“

Von Baustelle zu Baustelle

Frühmorgens finden sich die Netzmonteure zunächst zur Lagebesprechung zusammen. Mittels Plänen verschaffen sie sich einen Überblick über die jeweils vor Ort verlegten Kabel und Rohre sowie über bereits durchgeführte Reparaturen. Nach der Bestückung der Einsatzfahrzeuge mit Material aus dem Lager fährt Manuel Bengl mal im Team, mal alleine auf die Baustellen, von denen etliche im ländlichen Raum liegen. „Mein Schwerpunkt liegt zwar auf der Sparte Strom, etwa auf dem Verlegen von Hauptleitungen und Hausanschlüssen. Ich werde aber auch bei Wartungsarbeiten an den Gasleitungen eingesetzt.“

Die Strom-, Gas- und Wasserleitungen liegen bis zu 1,5 Meter unter der Erde. Die Grabungsarbeiten werden in der Regel an Fremdfirmen vergeben, sodass der Netzmonteur vor Ort direkt mit den Arbeiten an den Versorgungsleitungen beginnen kann, bei denen er sich nach den Vorgaben in den Montageunterlagen richtet. Zurück im Büro dokumentiert er die ausgeführten Arbeiten.

Neben handwerklichem Geschick sind in Manuel Bengls Beruf auch Verantwortungsbewusstsein und Mobilität wichtig –und „man sollte gerne bei Wind und Wetter draußen arbeiten“, wie er ergänzt.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/50990