Meisterin – Veranstaltungs­technik

Reisen gehört zum Berufsalltag.

Von der Firmenfeier bis zur Messe

Katharina Maercks (33) plant und koordiniert Firmenfeiern, Messen, Tagungen und Sportevents. Als Projektleiterin kennt sie nicht nur die Technik, sondern hat auch die Kosten und die Sicherheit im Blick.

Als der Bundestrainer Joachim Löw und die Nationalspieler den Glücksbringer, ein Shirt mit Unterschriften der Weltmeister von 1954, 1974 und 1990, für die Weltmeisterschaft in Brasilien überreicht bekamen, war Katharina Maercks live dabei. Die Meisterin für Veranstaltungstechnik arbeitet bei der Firma WILHELM & WILLHALM GmbH, die unter anderem für den DFB Veranstaltungen realisiert. Bei dem Event mit rund 300 geladenen Gästen hatte die 34-Jährige die Leitung über die Licht- und Tontechnik.

Zwischen Ortstermin und Planung

Ihr Arbeitgeber hat seinen Sitz zwar in München, wo Katharina Maercks Events aller Art betreut. „Aber natürlich setzen wir für unsere Kunden auch an anderen Orten Veranstaltungen um. Reisen gehört zum Berufsalltag.“ Als Projektleiterin ist sie für die Planung und Koordination verantwortlich. Firmenfeier, Tagung, Roadshow, Messe: Die Projekte sind so unterschiedlich wie der Auftragsumfang.

Wenn die genauen Vorstellungen des jeweiligen Kunden geklärt sind, erstellt Katharina Maercks eine erste Konzeption: „Manche leihen sich nur das technische Equipment, andere möchten, dass wir die Veranstaltung planen und auch durchführen.“ Dann kommt das Feinjustieren: Auf- und Abbauzeiten bestimmen, Material und Logistik organisieren, den Personaleinsatz planen, Details mit Dekobauern und Caterern absprechen.

Anfrage, Ortstermin, Angebot, Veranstaltung – das ist der Idealfall. „Aber der Kunde ist natürlich König, und meistens gibt es noch Änderungen oder Sonderwünsche. Dann muss das Konzept überarbeitet werden.“ Bei kleineren Projekten plant Katharina Maercks die Abläufe so weit, dass ein Techniker die Umsetzung übernehmen kann. Bei größeren Veranstaltungen koordiniert sie die Arbeiten selbst vor Ort.

Sicherheit geht vor

Nach ihrer Ausbildung zur Veranstaltungstechnikerin arbeitete Katharina Maercks zunächst als Selbstständige: „Für den Meister habe ich mich entschieden, weil ich weg vom Auf- und Abbau und hin zur Planung und Koordination wollte."

Als Selbstständige konnte sie die Unterrichtsblöcke an der IHK München gut mit ihren Engagements in Einklang bringen. Insgesamt waren drei Blöcke auf 15 Monate verteilt. Nach dem Ausbildereignungsschein folgte der fachübergreifende Teil, in dem es unter anderem um kosten- und rechtsbewusstes Handeln und um Zusammenarbeit im Betrieb ging. Sie beschäftigte sich dabei auch mit kaufmännischen Inhalten: „Buchhaltung ist zwar eine ganz eigene Welt, aber auch sinnvoll, um Personal- und Materialkosten budgetieren zu können.“

Vertrauter waren ihr die Inhalte des fachspezifischen Teils, in dem der Fokus auf sicherheitsrelevanten Themen wie Brandschutz, Arbeitssicherheit, Veranstaltungs- und Baurecht lag: „Ziel des Meisters ist es ja, dass man in der Lage ist, Veranstaltungen sicher zu planen und umzusetzen.“ Meister/innen für Veranstaltungstechnik müssen unter anderem Gefahrenanalysen durchführen und Schwachstellen erkennen können. „Man achtet darauf, Gefahrenquellen zu vermeiden und immer einen Gesamtüberblick zu haben, damit es weder bei Auf- und Abbau noch während der Veranstaltung zu Situationen kommt, in denen jemand zu Schaden kommen kann“, sagt Katharina Maercks.

Für die Finanzierung der Weiterbildung beantragte sie Meister-BAföG: „Während der Blöcke kann man nicht so viel arbeiten, aber die laufenden Kosten müssen trotzdem gedeckt werden. Mit dem BAföG konnte ich mich mehr auf das Lernen konzentrieren.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/77114