Leiterin – Verkauf (Handel)

Meine Aufgaben berühren mittlerweile das ganze Spektrum, vom Wareneingang bis hin zur visuellen Ausgestaltung der Stores.

Modische Steuerung

Maike Stegmann (31) ist für die Warenverteilung und das Budget von zwei Dutzend Filialen einer Modekette zuständig. Zielstrebig verfolgte sie ihre Karriere und nutzte sämtliche Möglichkeiten, um sich berufsbegleitend weiterzubilden.

Als Maike Stegmann beim weltweit aufgestellten Modeunternehmen Hennes & Mauritz einstieg, wollte sie zielgerichtet aus dem direkten Verkauf in eine leitende Position. Das Ausbildungsmodell ihres Arbeitgebers kam ihr entgegen: Unter bestimmten Voraussetzungen wird die Möglichkeit geboten, in einer kombinierten Aus- und Weiterbildung Zeit einzusparen. „Auf diese Art und Weise erhielt ich innerhalb von drei Jahren die beiden Abschlüsse zur Einzelhandelskauffrau sowie zur Handelsfachwirtin. Für mich fielen auch für die aufbauende Schulung keine Kosten an."

Beruflicher Aufstieg nach Plan

Während sie in mehreren Filialen in Bremen und Umgebung die unterschiedlichen Abteilungen kennenlernte und in Kundenberatung und Verkauf tätig war, absolvierte die heute 31-Jährige alle zwei bis drei Monate zweiwöchige Blockseminare am Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen (BZE) in Springe. Nach ihrer Weiterbildung zur Handelsfachwirtin, in der sie ihr kaufmännisches Wissen vertiefen konnte, wurde sie Abteilungsleiterin und stellvertretende Store-Managerin. Sie hatte im Job Engagement, Führungsqualität, Stressresistenz sowie analytischen Verstand bewiesen – wichtige Qualitäten im Einzelhandel.

„Ich kam gut mit der Doppelbelastung zurecht. Ich nahm an Lerngruppen im Bildungszentrum teil und habe auch die Wochenenden genutzt“, sagt Maike Stegmann. Weil ihr das Lernen Spaß machte, absolvierte sie zusätzlich zur Qualifikation zur Fachwirtin am Bildungszentrum auch die Ausbildereignungsprüfung und die Weiterbildung zur IHK-geprüften Betriebswirtin. Sie beschäftigte sich dabei unter anderem mit Unternehmensführung, Personalmanagement und Arbeitsorganisation. Die Gebühren in Höhe von insgesamt 1.700 Euro finanzierte sie in diesem Fall zum Teil mithilfe von Meister-BAföG, den Rest zahlte sie aus eigenen Rücklagen.

„Es hat sich mir bald eine Stelle im Merchandising-Team des Headoffice in Hamburg geboten“, erläutert sie. Über vier Jahre sammelte sie hier strategische Erfahrungen in überregionaler Warensteuerung und Expansionskonzeption.

Controlling-Schwerpunkt

Maike Stegmann wechselte vor wenigen Monaten nach Nürnberg in das Area-Team für den nordbayerischen Raum. „Während meiner Merchandising-Tätigkeit habe ich bereits mit Store- und Area-Teams zusammengearbeitet. Heute berate ich die Leiter von 24 Filialen nicht mehr ganz so spezifisch. Meine Aufgaben berühren mittlerweile das ganze Spektrum, von Wareneingang und -steuerung über Budgetkontrolle und Personalmanagement bis hin zu Facility-Management und visueller Ausgestaltung der Stores.“ Das Besondere an ihrer Position ist, dass sie im Area-Office-Team vor allem die Verantwortung für das Controlling übernimmt.

Mindestens die Hälfte ihrer Arbeitszeit ist sie im Außendienst unterwegs. Sie prüft, ob genügend Waren in den Filialen vorhanden sind, und tauscht sich mit dem Storemanager über die Budget-Situation aus. Sie berät zudem in Personalfragen wie auch in Fragen der Verkaufspräsentation.

Im Büro prüft sie die Abverkäufe sowie Kosten- und Vertragsstrukturen regelmäßig mithilfe branchenspezifischer Software. Um sich mit den unterschiedlichen, zentral gesteuerten Abteilungen in Hamburg wie etwa Merchandising und Country Management auszutauschen, nimmt sie an Telefonkonferenzen und Meetings deutschlandweit teil.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/6608