Leiter – IT

Bisher wurden die Rechnungen noch ausgedruckt und per Post verschickt. Jetzt erledigen wir das per Mail.

Der Computerexperte am Flughafen

Ralf Lang (43) ist am Nürnberger Flughafen der Ansprechpartner, wenn es um die dort eingesetzte IT geht. Als IT-Leiter wartet er die bestehende Infrastruktur und bereitet den Einsatz neuer Hard- und Software vor.

Die Anzeige in der Empfangshalle informiert über die Flugzeiten, gerade ankommende Passagiere warten am Gepäckband auf ihre Koffer, andere holen an den Schaltern ihre Tickets ab. Ein normaler Tag am Albrecht Dürer Airport in Nürnberg. Hinter den vielen Prozessen, die den alltäglichen Betrieb eines Flughafens sicherstellen, steckt das Know-how der hier beschäftigten Mitarbeiter – und jede Menge Technik. Und die ist das Metier von Profis wie Ralf Lang.

Als IT-Leiter ist der 43-Jährige für das reibungslose Zusammenspiel von Hard- und Software zuständig. Dazu gehören vielfach Aufgaben, die für die Passagiere und Besucher des Flughafens unsichtbar im Hintergrund ablaufen. Ralf Lang hat etwa ein drahtloses Netzwerk auf dem Flughafen eingerichtet. Und auch für die internen Abläufe stellt die IT-Abteilung die digitale Infrastruktur zur Verfügung. Derzeit wird das Dokumentenmanagementsystem auf den neuesten Stand gebracht: „Wir als Flughafen verschicken an die Airlines Rechnungen für unsere Dienstleistungen. Dazu zählen zum Beispiel das Abstellen eines Flugzeugs, Strom oder Reinigung. Bisher wurden die Rechnungen noch ausgedruckt und per Post verschickt. Jetzt erledigen wir das per Mail“, sagt Ralf Lang.

Mehrere Projekte im Blick

Als IT-Leiter ist er bereits vor dem eigentlichen Beginn eines solchen Projekts im Einsatz. Anhand der Vorgaben der Flughafenführung erarbeitet er entsprechende Konzepte. Bei dem Update des Dokumentensystems beispielsweise ging es darum, den Arbeitsaufwand sowie Druck-, Papier- und Portokosten zu senken. In solchen Fällen erarbeitet er zunächst ein Konzept, in dem er die genauen Anforderungen festlegt. Anhand der darin aufgeführten Punkte prüft und testet er verschiedene Programmlösungen. Dabei ist nicht nur sein technisches Wissen gefragt, sondern auch kaufmännisches Denken: „Eine typische Überlegung ist zum Beispiel, ob wir das System selbst betreiben oder das von einem Dienstleister erledigen lassen.“ Auch die Mitarbeiter, die später mit einer jeweiligen Anwendung arbeiten, werden in diese Testphase miteinbezogen. Seine Ergebnisse bespricht der IT-Leiter dann mit den Verantwortlichen aus dem Einkauf und dem Controlling. Ist die Entscheidung für ein bestimmtes System gefallen, plant er die Installation.

Fortbildungsbereitschaft ist eine Grund­voraussetzung

Der erste Schritt zum IT-Leiter war für Ralf Lang seine Ausbildung zum Kommunikationselektroniker. Dieses Berufsbild wurde in der Zwischenzeit neu geordnet, heutige Abschlüsse in diesem Bereich wären etwa „Elektroniker für Geräte und Systeme“ und „Elektroniker für Informations- und Telekommunikationstechnik“. Nach seiner Ausbildung absolvierte er eine zusätzliche Qualifizierung im Bereich Datentechnik und wechselte zu seinem heutigen Arbeitgeber.

Um seine Kenntnisse aktuell zu halten und um seine Führungsaufgaben optimal zu bewältigen, absolvierte er im Laufe der Zeit immer wieder Fortbildungen, etwa zu verschiedenen Programmiersprachen oder zu Aufgaben in der Systemadministration. Er belegte zudem unter anderem ein Projektmanagementseminar und nahm an internen Kursen für Führungskräfte teil. Der stete Wissenserwerb wirkte sich nicht nur positiv auf seine fachliche Kompetenz aus, sondern auch auf seine Fähigkeiten in Zusammenhang mit der Teamleitung. „Erfolg ist nur möglich, wenn man offen für Neues ist, sich permanent Wissen aneignet und dazu auch an Fortbildungen teilnimmt“, sagt er.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/15487