Anpassungs­qualifizierung: Kosten- und Leistungs­rechnung (KLR)

Das Wissen in diesem Bereich muss ständig aktualisiert werden.

Kosten im Blick

Eine moderne Verwaltung überzeugt unter anderem durch Wirtschaftlichkeit. Bettina Ziegler (54) ist bei ihrem Arbeitgeber für die kommunale Kosten- und Leistungsrechnung zuständig und aktualisiert ihr Wissen regelmäßig.

Bettina Ziegler hatte bereits einige Arbeitsbereiche bei der Stadtverwaltung Elmshorn durchlaufen, als ihr eine Stelle als Sachbearbeiterin im Amt für Finanzen angeboten wurde. „Ich trage die Verantwortung für den Bereich der Kosten- und Leistungsrechnung und kooperiere mit allen städtischen Einrichtungen. Es ist eine herausfordernde Tätigkeit“, sagt sie.

Ein fortlaufender Prozess

Das für ihre neue Stelle nötige Zahlenverständnis und die Fachanwenderkenntnisse im Bereich der elektronischen Datenverarbeitung – besonders im Umgang mit Tabellenkalkulationsprogrammen – brachte Bettina Ziegler mit. Die erfahrene Verwaltungsfachangestellte sah jedoch die Notwendigkeit, ihre themenbezogenen Kenntnisse zu erweitern. „Das Wissen in diesem Bereich muss ständig aktualisiert werden, denkt man beispielsweise an die Umstellung des kommunalen Rechnungswesens auf die Doppik."

Sie besuchte einige Seminare am Kommunalen Bildungswerk in Berlin, darunter eines zum Thema „Kosten- und Leistungsrechnung in der Kommunalverwaltung – optimale Aufstellung und Ausrichtung an den individuellen Anforderungen“. In dem dreitägigen Kurs wurden unter anderem der Aufbau einer Kostenartenrechnung, die Grundlagen der Kostenstellenbildung, kommunale Einsatzmöglichkeiten sowie Kennzahlen für das Berichtswesen und Controlling behandelt. „Wir spielten im kleinen Seminarkreis übungshalber Betriebsrechnungen durch. Der Unterricht war sehr intensiv und kompakt, wurde jedoch durch die rege Diskussion zwischen Kollegen verschiedener Verwaltungsbereiche aufgelockert“, erzählt Bettina Ziegler. Die Kursgebühren in Höhe von 345 Euro sowie die Anreise- und Hotel­kosten übernahm ihr Arbeitgeber. Für die Seminartage wurde sie von der Arbeit freigestellt.

Menschen und Zahlen

Ausgestattet mit viel fachlichem Know-how geht die engagierte Sachbearbeiterin heute ihrem Job nach. Wichtig sei es aber, die Kenntnisse fortwährend aktuell zu halten: „Natürlich muss ich mich weiterhin ständig auf dem Laufenden halten und nachrecherchieren, etwa über Modifikationen im kommunalen Haushaltsrecht oder in der Abgabenverordnung."

Bettina Ziegler verbringt einen großen Teil ihrer Arbeitszeit im Büro am Rechner, oft ist sie aber auch in der Stadt unterwegs, um sich mit den Ansprechpartnern der kostenrechnenden Einrichtungen – zum Beispiel Stadtbücherei, Volkshochschule oder Friedhof – direkt auszutauschen. Zu ihren Aufgaben zählt die Ermittlung der Jahresergebnisse auf Basis der jeweiligen Betriebsabrechnungen. Sie ordnet die einzelnen Positionen zu, analysiert die Ergebnisse und erteilt Empfehlungen für mögliche Steuerungsmaßnahmen beziehungsweise leitet daraus neue Gebühren ab. Auch die Wirtschaftlichkeitsprüfung neuer Prozesse – das kann die kalkulatorische Miete im Gebäudemanagement oder die Einführung einer neuen Begräbnisform am Friedhof sein – begleitet sie mit ihrem Fachwissen.

Treten im Rahmen der Berechnungen oder der Eingabe des Zahlenmaterials in die elektronische Datenverarbeitung Fragen auf, etwa wenn ein Betrag stark von den Werten des Vorjahres abweicht, klärt sie diese zügig am Telefon. „Da ich bei meiner Arbeit eng mit den Einrichtungen kooperieren und viele Wünsche und auch unterschiedliche Ansichten unter einen Hut bekommen muss, gehe ich offen auf alle Beteiligten zu. Empathie ist neben den betriebswirtschaftlichen Kenntnissen ebenfalls sehr wichtig.“

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