IT-Berater

Ich habe verschiedene Arbeitsmethoden kennengelernt und kann meine Kunden jetzt noch besser einschätzen.

Kunden kompetent beraten

Mit zahlreichen Weiterbildungen hat der Informatikkaufmann Benjamin Grimm (33) seine Selbstständigkeit auf eine solide fachliche Basis gestellt. Durch den Lehrgang zum IT-Berater erweiterte er seine Beratungskompetenz.

Nach seiner Ausbildung zum Informatikkaufmann hat Benjamin Grimm mehrere berufliche Stationen durchlaufen: Er arbeitete als EDV-Techniker, als Technischer Leiter und als System Engineer bei verschiedenen Unternehmen. Dann bot ihm ein Kunde seines letzten Arbeitgebers einen größeren Auftrag an, der über zwei Jahre laufen sollte. Benjamin Grimm nahm das Angebot an – und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit.

„Es war immer mein Wunsch, etwas Eigenständiges aufzubauen“, erzählt er. Heute arbeitet der 33-Jährige als IT-Berater für mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen, sein Spezialgebiet ist die IT-Infrastruktur.

Online-Kurse, Webinare, Präsenzunterricht

Weiterbildungen spielen in seinem Berufsleben eine große Rolle: „Ich finde es wichtig, mein Wissen regelmäßig zu erweitern. Schließlich möchte ich meine Kunden bestmöglich beraten“, sagt er. Zu den Weiterbildungen aus jüngerer Zeit zählt die Qualifizierung zum geprüften IT-Berater, auch bekannt als IHK Certified IT Business Consultant. Benjamin Grimm absolvierte den Lehrgang bei manQ e.K. in Hofgeismar bei Kassel. „Ich hatte mich dafür angemeldet, weil Beratung und Implementierung Teil meiner Arbeit ist“, erklärt er.

Ein Großteil des Unterrichts lief online ab: Die Unterrichtsmaterialien bekamen die Teilnehmer per Mail geschickt und konnten selbst bestimmen, wann sie sie durcharbeiten wollten. „Bei Web-Seminaren, ein- bis zweimal die Woche, konnten Teilnehmer und Dozenten auch direkt miteinander kommunizieren. Dazu kam alle sechs bis acht Wochen ein Wochenendseminar beim Anbieter vor Ort."

Neben der Kundenberatung waren auch Betriebswirtschaft und Projektmanagement wichtige Themen des Lehrgangs. Er dauerte eineinhalb Jahre und kostete rund 7.300 Euro. Einen Teil davon zahlte Benjamin Grimm selbst, den Rest deckte er über Aufstiegs-BAföG ab. Er empfand es nicht als große Belastung, nach Feierabend noch lernen zu müssen. „Ich bin ohnehin ein Mensch, der ständig das Tablet in der Hand hat, um sich über IT-Themen zu informieren“, sagt er.

Vom Konzept bis zur Konfiguration

Der Lehrgang hat ihn und damit sein Unternehmen vorangebracht, davon ist Benjamin Grimm überzeugt. „Ich habe dadurch verschiedene Arbeitsmethoden kennengelernt und kann meine Kunden jetzt noch besser einschätzen.“

Wenn ein Kunde ihn beauftragt, macht sich der IT-Berater als Erstes vor Ort einen Eindruck von den Gegebenheiten und entwirft ein Konzept für die Infrastruktur. „Ein typischer Kundenwunsch ist zum Beispiel, dass man festlegt, mit welchen Endgeräten, zu welchen Zeiten und von welchen Standorten aus die Mitarbeiter welche Unternehmensdaten abrufen können“, erzählt er. Wenn der Kunde mit dem jeweiligen Konzept einverstanden ist, macht Benjamin Grimm sich an die Implementierung – er richtet die Infrastruktur wie besprochen ein. Das tut er teilweise beim Kunden vor Ort, teilweise aber auch per Fernzugriff. „Bei der Installation und Konfiguration muss ich berücksichtigen, wie die einzelnen Systeme funktionieren. Auch das war ein Bestandteil der Weiterbildung“, sagt er.

Sein Geschäft läuft gut, unter potenziellen neuen Auftraggebern haben sich seine Kompetenzen herumgesprochen. Er beschäftigt mittlerweile einen Mitarbeiter für die Buchhaltung und kann im Beruf „IT-Systemkaufmann/frau“ ausbilden.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/14040