Industriemeister – Akustik- und Trockenbau

Da ich ein klares Ziel vor Augen hatte, war ich hoch motiviert.

Reingerutscht und aufgestiegen

Nur mit guter Organisation laufen die Arbeiten auf Baustellen reibungslos – Fachkräfte wie Markus Burbank (34) kümmern sich darum. Eine Weiterbildung war die Grundlage für seinen Aufstieg.

Mit dem Trockenbau hatte Markus Burbank zu Beginn seines beruflichen Werdegangs eigentlich nichts zu tun: Er absolvierte eine Ausbildung zum Tischler. Durch Zufall war er dann für ein paar Monate bei einer Trockenbaufirma tätig: „In den Trockenbau bin ich regelrecht reingerutscht und dann hängen geblieben“, erzählt der heute 34-Jährige. Er fand eine Anstellung bei der Cora Montagegesellschaft für Bauelemente mbH Akustik- & Innenausbau in Datteln. „Ich habe über die Jahre verschiedene Weiterbildungen rund um die Themen Schall- und Brandschutz absolviert. Mein Chef brachte mich dann auf die Idee, den Industriemeister für Akustik- und Trockenbau zu machen“, erläutert er den weiteren Berufsweg.

Lernen für die Karriere

Die Weiterbildung an der BAU-Akademie absolvierte Markus Burbank in Vollzeit. In den sechs Monaten pendelte er täglich vom nordrhein-westfälischen Olfen ins nahe gelegene Hamm. „Der Unterricht dauerte von 8 bis 17 Uhr. Für den übergeordneten Teil waren wir 16 Leute in einer Klasse, beim fachspezifischen Teil blieben wir fünf Trockenbauer unter uns“, erinnert sich der Industriemeister. Im Rahmen der Qualifizierung behandelten die Teilnehmer unter anderem Themen aus den Bereichen Baurecht, Umweltschutz, Zeichnen, Kalkulation sowie Betriebs- und Volkswirtschaft: „Wir haben im Grunde in der Theorie alles gelernt, um eine eigene Firma gründen und organisieren zu können.“ Vier Wochen der Weiterbildung wandten die Kursteilnehmer für den Erwerb des Ausbildereignungsscheins auf.

Die Zeit der Weiterbildung hat Markus Burbank als besonders lernintensiv in Erinnerung behalten: „Ich habe selten so viel gepaukt“, erzählt er. Abends wiederholte er das Gelernte, um das neu erworbene Wissen zu festigen: „Da ich ein klares Ziel vor Augen hatte, war ich hoch motiviert.“ Die schriftlichen Abschlussprüfungen vor der Industrie- und Handelskammer waren über mehrere Wochen verteilt. Markus Burbanks Arbeitgeber übernahm die Weiterbildungskosten inklusive Prüfungsgebühren in Höhe von insgesamt 7.020 Euro.

Auf der anderen Seite

Mit dem Abschluss als Industriemeister änderte sich sein Aufgabengebiet. „War ich zuvor selbst auf Montage und habe Arbeitsanweisungen entgegengenommen, stehe ich nun quasi auf der anderen Seite“, erklärt Markus Burbank. Er hat jetzt Aufgaben in der Oberbauleitung und kümmert sich um mehrere Baustellen. Darüber hinaus betreut er die Auszubildenden des Unternehmens: „Das Handwerkliche rückt zwangsläufig in den Hintergrund, und es geht mehr um das Planen und Organisieren.

Jeden Morgen ab 6 Uhr fährt Markus Burbank seine Baustellen ab und schaut nach dem Rechten: Sind alle benötigten Materialien vorhanden oder muss er Bestellungen aufgeben? Haben die Kollegen vor Ort Fragen? „Man muss entscheidungsfreudig sein, da man nicht alles mit seinen Vorgesetzten abklären kann, sondern selbst die Verantwortung trägt.“ Für den Industriemeister ist darüber hinaus mathematisches Verständnis besonders wichtig: „Wenn du einen Berechnungsfehler machst, kann das richtig ins Geld gehen."

In den kommenden Jahren will Markus Burbank in seine neue Position noch stärker hineinwachsen. „Mir gefällt mein Job sehr, auch die neuen Aufgaben im Büro. Prinzipiell könnte ich mir irgendwann auch die Gründung eines eigenen Unternehmens vorstellen. Aber momentan bin ich vollauf zufrieden mit meinem Job.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/6290