Fachwirtin – Fitness

Man muss diesen Job einfach leben und lieben.

Trainerin und Beraterin

Sport ist die große Leidenschaft von Doreen Kunath (29): In ihrem Fitnessstudio leitet die Fitnessfachwirtin ihre Kunden bei Übungen an. Außerdem übernimmt sie auch organisatorische Aufgaben.

Vom Einzeltraining bis zum Einkaufscoaching bei Lebensmitteln – Doreen Kunath bietet ihren Kunden Unterstützung rund um die Themen Sport und Gesundheit. Gemeinsam mit einer Partnerin leitet sie die MADO Lounge in Lüdersburg. „Unsere Kunden sind zwischen 35 und 75 Jahre alt und wünschen eine individuelle Betreuung. Wir machen Personal Training, Kleingruppentraining, Einkaufstraining und bieten zudem Firmen-Fitness an“, sagt die 29-Jährige.

Noch bevor sie in die Selbstständigkeit startete, wollte die ausgebildete Sport- und Fitnesskauffrau ihr Fachwissen vertiefen und sich die nötigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse aneignen. Aus diesem Grund entschied sie sich, einen Fernlehrgang zur Fitnessfachwirtin am IST-Studieninstitut in Düsseldorf zu absolvieren.

Jeden Monat ein neues Thema

Eineinhalb Jahre lang bekam Doreen Kunath jeden Monat ein Lehrbuch zugesandt. Die Themen reichten dabei von Bewegungslehre und Ernährungsberatung über Krankheitsbilder und Fitnesstraining bis hin zu Unternehmensführung, Marketing und Rechnungswesen. Mit den Büchern befassten sich die Teilnehmer im Selbststudium. Nach jedem Kapitel konnte man seinen Wissensstand anhand von verschiedenen Aufgaben überprüfen. Doreen Kunath investierte etwa sechs Stunden die Woche. Die Dozenten waren per Mail sowie Telefon erreichbar, um Fragen zu beantworten. „Zudem gab es einen Online-Campus, wo sich jeder Teilnehmer einloggen konnte, um mit den Mitstudierenden Kontakt aufzunehmen und zum Beispiel zusammen zu lernen.“ Ergänzt wurde der Fernunterricht durch vier Präsenzphasen von jeweils zwei bis vier Tagen. Die Gesamtkosten in Höhe von rund 3.000 Euro konnte sie aus privaten Rücklagen bestreiten.

Individuelle Ziele

Während des ersten Halbjahres der Weiterbildung arbeitete Doreen Kunath noch als Angestellte in einem Fitnessstudio. Dann eröffnete sie ihre Sportlounge. Seitdem gehören auch Aufgaben wie die Kalkulierung von Preisen, die Erstellung von Trainingsangeboten und die Buchführung zu ihrem Arbeitsalltag. Ohne ihre Weiterbildung, so lautet ihre Überzeugung, wäre sie heute nicht so erfolgreich. „Ich war zwar schon immer sehr kundenbezogen. Aber die geschäftliche Seite – zum Beispiel das Marketing, die Kundenakquise oder die steuerlichen Aspekte – war nicht mein Ding. Da hat mir die Weiterbildung sehr geholfen.“

Nach wie vor schätzt sie an ihrer Arbeit aber besonders den direkten Kontakt zu den Kunden. „Unsere Mitglieder haben ganz unterschiedliche Ziele“, erklärt die Fachwirtin. „Einige möchten Gewicht abnehmen, andere streben einen Muskelaufbau an oder wollen etwas gegen ihre Rückenschmerzen tun.“ Nach einem ersten Gespräch führt Doreen Kunath einige Fitnesstests durch, um den Ist-Zustand zu ermitteln und einen individuellen Trainingsplan zu erstellen. Dann geht sie mit ihren Kunden zum Beispiel joggen oder leitet sie bei Kraftübungen an. Um dauerhaft etwas zu verändern, sei eine gesunde Ernährung ebenso wichtig wie das Training: „Deshalb gehen wir gemeinsam in Supermärkte, um die Lebensmittel zu analysieren“, erklärt Doreen Kunath. Der Kunde soll verstehen, was in den Lebensmitteln wirklich enthalten ist und wie er sich ausgewogen ernähren kann.

Zeitliche Flexibilität ist in ihrem Beruf übrigens Voraussetzung. Viele ihrer Kunden möchten am späteren Abend oder am Wochenende trainieren. Die Fitnessfachwirtin stört das nicht: „Man muss diesen Job einfach leben und lieben.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/7473