Elektrotechniker­meister

Sorgfältiges Arbeiten ist das A und O.

Elektrosicherheit aus Meisterhand

Vom Neubau eines Einfamilienhauses bis zur elektrischen Aufrüstung eines Bürogebäudes: Thomas Lautenbacher (37) ist hierfür der richtige Ansprechpartner. Das Wissen dazu hat er sich mit seiner Weiterbildung zum Elektrotechnikermeister angeeignet.

Die Arbeit rund um Gebäudeelektronik und Elektroinstallation haben bei der Firma Elektro Lautenbacher in Kemnath bei Bayreuth Tradition. Auch Juniorchef Thomas Lautenbacher entschied sich für eine Karriere in diesem Bereich. Er begann sie mit seiner Ausbildung zum Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik. Während seiner Ausbildung und anschließend als Geselle führte er vor allem Installationsaufträge aus.

„Da ich aber einmal den Betrieb weiterführen wollte, reichte mir die Ausbildung alleine nicht“, sagt der heute 37-Jährige. Er entschied sich deshalb nach zweijähriger Gesellenzeit für die Qualifikation zum Elektrotechnikermeister.

Von Kabel- bis Personalführung

Die Weiterbildung absolvierte er bei der Handwerkskammer in Bayreuth. Der Lehrgang war dabei in vier Abschnitte aufgeteilt. Die ersten beiden Kursabschnitte bestritt er ein Jahr lang in Vollzeit. In diesen Modulen stand die Fachtheorie und Fachpraxis im Vordergrund. Thomas Lautenbacher vertiefte hier unter anderem sein Wissen rund um Elektrotechnik, Gebäudeinstallationen und Stromverteilung. Sein neues Know-how zeigte er in regelmäßigen Praxisprojekten und einer praktischen Abschlussprüfung. „Dabei ging es darum, einen Auftrag von der Kalkulation bis zur Durchführung selbst auf die Beine zu stellen."

Den dritten und vierten Weiterbildungsabschnitt betritt Thomas Lautenbacher in Teilzeit. An den Abenden und an den Wochenenden legte er sich das Handwerkszeug für die Leitung eines Unternehmens zu. Dazu zählte neben Betriebswirtschaft und Recht auch die Mitarbeiterführung. Dafür erwarb der angehende Meister zudem die Ausbildereignung, um selbst einmal beruflichen Nachwuchs ausbilden zu können. Das straffe Lernpensum musste Thomas Lautenbacher nicht allein bestreiten. Er schloss sich mit anderen Teilnehmern zu Lerngruppen zusammen: „Viele Kontakte mit Mitschülern aus der Meisterschule bestehen auch heute noch."

Die Kosten der Weiterbildung lagen insgesamt bei rund 15.000 Euro. „Da ich in der Vollzeitphase nicht weiterarbeiten konnte, habe ich auf Meister-BAföG und meine Ersparnisse zurückgegriffen. Während der letzten beiden Kursteile habe ich normal gearbeitet und mein Gehalt bezogen."

Vom Angebot zum E-Check

Heute trägt Thomas Lautenbacher als Elektrotechnikermeister mehr Verantwortung im Familienunternehmen. Darüber hinaus ist das Büro für ihn als neuer Arbeitsplatz hinzugekommen. Am Computer erstellt er unter anderem die technischen Pläne für die Monteure und teilt seine Mitarbeiter für die Arbeiten ein. Am Telefon ist er zudem erster Ansprechpartner seiner Kunden. „Für neue Projekte vereinbare ich zum Beispiel Termine vor Ort, um mir ein Bild der Örtlichkeiten machen zu können.“ Da Thomas Lautenbacher auch die Abnahme der abgeschlossenen Arbeiten übernimmt, ist er somit der erste und letzte Mitarbeiter der Firma auf der Baustelle.

Als Meister führt er zudem die sogenannten E-Checks durch. Dabei geht es darum, die gesamte Gebäudeinstallation auf Herz und Nieren zu prüfen. Dafür kontrolliert der Elektro-Profi unter anderem, ob etwa Elektroheizung im Wohnzimmer, Starkstromanschluss in der Waschküche oder die Beleuchtung im Hausgang im einwandfreien Zustand sind. Anhand seiner Kontrollen stellt Thomas Lautenbacher dann ein Prüfprotokoll aus, in dem außerdem alle Mängel aufgeführt sind. „Hier geht es auch um die Sicherheit der Kunden. Sorgfältiges Arbeiten ist deshalb das A und O.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/2738