Betriebswirtin (Fachschule) – Touristik/Reise­verkehr

Mir würde neben dem Marketing der Personalbereich besonders gut gefallen.

Durchstarten am Flughafen

Über eine Weiterbildung zur Betriebswirtin in Touristik und Reiseverkehr eignete sich Lisa Weisbrod (26) zusätzliche Kenntnisse an – und schaffte sich damit eine Grundlage, um künftig neue Aufgaben zu übernehmen.

Gleich zu Beginn ihres Berufslebens stieg Lisa Weisbrod voll in das operative Tagesgeschäft im Luftverkehr ein. Nach ihrer Ausbildung zur Luftverkehrsassistentin war sie bei ihrem Arbeitgeber, der Lufthansa, zunächst im Bereich Reservierung und Ticketing tätig.

Die Aufgaben gefielen der heute 26-Jährigen, jedoch hatte sie den Wunsch, beruflich weiterzukommen. „Durch meinen Ausbildungsabschluss konnte ich die Weiterbildung zur Betriebswirtin auf die halbe Zeit verkürzen. Das war ein zusätzlicher Anreiz“, erzählt Lisa Weisbrod, die in Vollzeit weiterarbeitete und die Qualifizierung nebenberuflich absolvierte.

Strukturierte Weiterbildung

An der Fachschule für Touristik in Frankfurt am Main absolvierte sie die in ihrem Fall eineinhalbjährige Weiterbildung. Der Unterricht fand an zwei Samstagen pro Monat sowie im Rahmen von zwei Präsenzwochen pro Jahr statt. Der verkürzte Lehrgang kostete rund 4.000 Euro, einen Großteil davon konnte sie über Meister-BAföG finanzieren.

„Es war ein sehr praxisnaher Unterricht mit Einblicken in die komplette Touristikbranche, also in Themen wie Flug, Hotel, Mietwagen und Reiseveranstalter“, erläutert sie. Daneben eigneten sich die Teilnehmer das Rüstzeug für zukünftige Führungsaufgaben an. So standen unter anderem Marketing, Personal- und Rechnungswesen sowie Recht und Steuern auf dem Lehrplan.

Um Unterricht, Lernen und Arbeit unter einen Hut zu bringen, strukturierte Lisa Weisbrod ihre Arbeitszeit entsprechend: „Ich konnte einige Stunden tauschen oder schieben, und zusammen mit einigen Urlaubstagen passte es.“ Auch freie Stunden vor der Spätschicht am Flughafen nutze die angehende Betriebswirtin dafür, den Stoff zu wiederholen und sich auf die Klausuren vorzubereiten.

Von Marketing bis Personal

Den Abschluss in der Tasche, begann sie damit, sich unternehmensintern auf Stellen zu bewerben – und bemerkte dabei, dass sie durch ihre Weiterbildung Vorteile hatte: „Bei Einladungen zu Vorstellungsgesprächen und auch während der Termine habe ich gemerkt, dass man als Betriebswirtin ein anderes Ansehen genießt. Bei den Personalverantwortlichen kommt es gut an, dass ich diese Weiterbildung gemacht habe."

Sie bewarb sich im Unternehmen unter anderem um eine Stelle in der Marketingabteilung: „Dort geht es um die Betreuung der Premiumkunden und darum, das Reiseerlebnis für sie noch hochwertiger zu gestalten.“ Zu den Aufgaben in diesem Bereich gehören Kundenakquise und Marktforschung ebenso wie die Eventorganisation und die Entwicklung von Bonusprämien. Für solche Aufgaben braucht es neben Fachwissen auch bestimmte persönliche Fähigkeiten: Beim Kundenkontakt ist Kommunikationsstärke gefragt, bei Planungsmeetings ist zudem ausgeprägtes Organisationstalent wichtig.

Noch ist nicht entschieden, in welchen Bereich Lisa Weisbrod genau einsteigen wird, einstweilen ist sie noch in ihrem ursprünglichen Bereich tätig: „Mir würde neben dem Marketing der Personalbereich besonders gut gefallen“, sagt die Betriebswirtin. „Daher habe ich mich parallel auf eine Planungsstelle beworben, bei der die Einsätze der Crewmitglieder organisiert werden.“ Die Kenntnisse, um eine solche Aufgabe zu übernehmen, kann sie auf jeden Fall vorweisen –dank ihrer Weiterbildung.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/10002