Betriebswirt (Fachschule) – Informations­verarbeitung

Ich habe einen tieferen Einblick in die betriebswirtschaftlichen Abläufe bekommen.

Die komplette IT im Blick

Heiko Staginski (41) plant und koordiniert IT-Projekte bei seinem Arbeitgeber. Das notwendige betriebswirtschaftliche Fachwissen eignete er sich durch die Weiterbildung zum Betriebswirt an.

Heiko Staginskis berufliche Laufbahn hatte in der Stahlbranche begonnen, mit einer Ausbildung zum Konstruktionsmechaniker. Doch nach einiger Zeit wollte er sich beruflich neu orientieren und schulte um zum Wirtschaftsassistenten der Fachrichtung Informationsverarbeitung. Nach einigen Jahren Berufserfahrung stieg er in die IT-Leitung eines kleinen Unternehmens auf. Weil mit der neuen Verantwortung auch die Anforderungen an ihn stiegen, beschloss er, sich weiterzubilden. Über umfangreiche Informatikkenntnisse verfügte er bereits; wichtig war ihm nun vor allem betriebswirtschaftliches Wissen. Die Weiterbildung zum Betriebswirt für Informationsverarbeitung an einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) schien ihm ideal.

Interessant, aber anstrengend

Die Weiterbildung absolvierte er berufsbegleitend; sie dauerte vier Jahre. Dreimal die Woche besuchte er nach Feierabend für jeweils drei Stunden den Unterricht und nutzte außerdem die Wochenenden zum Lernen. Informatik, Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und fachbezogenes Recht waren die inhaltlichen Schwerpunkte. Heiko Staginski hat die Weiterbildung als interessante, aber auch anstrengende Zeit in Erinnerung: „Es ist nicht einfach, sich nach der Arbeit noch einmal auf den Unterricht zu konzentrieren. Zudem hat man wenig Freizeit“, erzählt der 41-Jährige.

Bereits während der Weiterbildung wechselte er zu seinem heutigen Arbeitgeber, der Top Hotel Projects GmbH in Rotenburg (Wümme). Das Unternehmen sammelt Informationen über Hotelprojekte und vernetzt Hotelbetreiber, Bauunternehmen, Anteilseigner und Zulieferer auf der ganzen Welt. Die Kosten für die Weiterbildung – rund 5.500 Euro – finanzierte er aus eigener Tasche, in anderen Belangen unterstützte ihn sein neuer Arbeitgeber: „Ich konnte immer pünktlich Feierabend machen, wenn ich zur Schulung musste, und wenn ich Zeit zum Lernen brauchte, bekam ich sie“, erzählt er. „Für die Abschlussarbeit konnte ich ein Thema aus der Firma wählen."

Das betriebswirtschaftliche Wissen hilft

Seit dem Abschluss der Weiterbildung hat Heiko Staginski bei seinem Arbeitgeber ein spannendes und abwechslungsreiches Aufgabenfeld. Er richtet etwa Netzwerke und Server ein, pflegt Datenbanken, bestellt die notwendigen IT-Betriebsmittel und koordiniert Programmierarbeiten. Einfachere Aufgaben übernimmt er dabei selbst, bei größeren beauftragt er externe Dienstleister.

Im Laufe eines Jahres stehen ganz unterschiedliche Projekte an: Mal muss er eine Schnittstelle für eingehende Hotel-Informationen programmieren, mal den Newsletter vorbereiten, mal die Überarbeitung der Webseite in die Wege leiten.

Dank seiner Weiterbildung ist er vertraut mit betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und Kostenkontrolle und behält so auch das Budget im Auge. Gleichzeitig ist er für die Kolleginnen und Kollegen der erste Ansprechpartner bei allen Problemen, die mit der IT in Zusammenhang stehen – sei es, dass ein Drucker nicht funktioniert oder dass ein Kunde benötigte Informationen nicht abrufen kann.

Im Arbeitsalltag stellt er immer wieder fest, wie sehr ihm die Weiterbildung geholfen hat. „Ich habe einen tieferen Einblick in die betriebswirtschaftlichen Abläufe bekommen“, sagt er. „Deshalb gehe ich die Aufgaben viel systematischer an als früher.“

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/58970