Baggerführer

Beim Bedienen eines Baggers hat man viel Verantwortung.

Blick für Mensch und Maschine

Beim Verlegen von Leitungen oder Rohren muss zunächst der Boden ausgehoben werden. Baggerführer wie Thorsten Ennisch (41) übernehmen diese Aufgabe.

Hydraulikbagger, Radlader, Planierraupe –Baumaschinen faszinierten Thorsten Ennisch schon als Kind. Es war früh klar, dass er später im Bauwesen arbeiten wollte. Er absolvierte in der Folge eine Ausbildung zum Maurer bei der Karl Roth GmbH & Co. KG. Hier bediente er in den ersten Jahren seiner Gesellenzeit neben der Mischmaschine auch andere kleine Maschinen, zum Beispiel einen Minibagger. Als er bei seinem Chef nachfragte, ob er sich auf das Bedienen von Baggern spezialisieren könne, zögerte dieser nicht und gab seinem motivierten Mitarbeiter die Gelegenheit dazu. Im Laufe der Zeit entwickelte er sich dann zum Spezialisten für alle Themen rund um diese Baugeräte.

Wissen aktuell halten

Um sein Wissen zu erweitern und auf dem neuesten Stand zu halten, besuchte er immer wieder Kurse, in denen die Bedienung der Gerätschaften thematisiert wurde: „Ich finde es wichtig, mehr über die einzelnen Maschinen zu erfahren. Außerdem interessiert es mich, welche Technik dahintersteckt“, erklärt er.

Die unterschiedlichen Kurse bestanden meist aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Zuerst wurden die technischen Grundlagen der Maschinen sowie die einzelnen Bedienungs- und Wartungsschritte vermittelt. Dann durften die Teilnehmer ihre Kenntnisse in der Praxis anwenden und beispielsweise einen abgesteckten Bereich mit einem Bagger ausheben. Thorsten Ennisch fiel es aufgrund seines technischen Verständnisses und seines fachlichen Hintergrunds zumeist nicht schwer, sich in die Bedienung der entsprechenden Geräte einzuarbeiten.

Sicherheit und Technik

Für seinen Arbeitgeber ist der 41-Jährige auf unterschiedlichen Baustellen tätig und übernimmt dort beispielsweise den Aushub von Baugruben oder Gräben mit dem Bagger. Zudem behält er den Zustand des Geräts im Blick, bei Störungen gibt er seine Einschätzung weiter und erleichtert damit die Reparatur. Ein sehr wichtiger Aspekt seiner Tätigkeit ist die Sicherheit: „Auf der Baustelle muss ich immer das ganze Umfeld im Blick haben, denn beim Bedienen eines großen Baggers hat man viel Verantwortung, insbesondere für die anderen Menschen auf der Baustelle.“ Es gilt, alle einschlägigen Sicherheits- und Unfallverhütungsbestimmungen zu beachten. Neben permanenter Aufmerksamkeit muss Thorsten Ennisch auch Präzision beweisen. Denn am Ende müssen beispielsweise Rohre exakt so verlegt werden können, wie es auf den Plänen vermerkt ist.

Immer wichtiger wird die technische Seite seines Berufes: Heute kommen beispielsweise GPS-Technik und Lasersteuerung zum Einsatz, wodurch die Arbeit schneller und genauer ausgeführt werden kann. Außerdem wird die Sicherheit der Mitarbeiter durch den Einsatz fortschrittlicher Techniken erhöht. „Es ist sehr interessant zu sehen, wie moderne Baumaschinen die Arbeitsabläufe verändern. Die Geräte erleichtern nicht nur unsere Arbeit, sondern wir sparen auch viel Zeit“, sagt er. Beispielsweise kann man heute mittels eines Schnellwechselsystems die Schaufel an einem Bagger lösen und in sehr kurzer Zeit eine neue befestigen. Noch vor einigen Jahren sei das mit einem größeren Aufwand verbunden gewesen.

Um sich im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Baugerätetechnik auf dem Laufenden zu halten, besucht Thorsten Ennisch immer wieder auch Fachmessen. Hier informiert er sich über die neuesten Modelle – die im Regelfall noch größer und leistungsfähiger sind als ihre Vorgänger.

Informationen

Weitere Infos zu diesem Beruf finden Sie im BERUFENET:

http://bfi.plus/4812