Anpassungs­qualifizierung: Tür- und Sprech­anlagen

Für die Beratung ist es von Vorteil, dass ich die Systeme schon einmal selbst getestet habe.

So geht Smarthome!

Türsprechanlagen, die Stimme und Bild übertragen, sind einer der Bereiche, in dem sich Elektrotechnikermeisterin Katharina Telaar (30) bestens auskennt. Das Know-how in solchen Themenbereichen erwirbt sie unter anderem im Rahmen von speziellen Schulungen.

Ein modernes Haus soll vieles sein: gemütlich, energiesparend und immer öfter „smart“. Rollläden, die sich bei direkter Sonneneinstrahlung schließen, eine Alarmanlage, die sich ab einer bestimmten Uhrzeit scharf stellt oder eine Türsprechanlage, die Bild und Ton überträgt – auch auf das Smartphone. Für Elektroexperten wie Katharina Telaar ist das kein Problem. Schon während ihrer Schulzeit jobbte sie in den Ferien im Betrieb ihrer Eltern, der Elektro Telaar GmbH im nordrhein-westfälischen Borken. „Vor allem das Basteln an kleinen Elektroprojekten und die Abwechslung durch die verschiedenen Kundenaufträge haben mich dann von einem Beruf im Elektrobereich überzeugt“, erzählt die 30-Jährige, die eine Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik absolvierte. Daran schloss sie die Weiterbildung zur Elektrotechnikermeisterin sowie zur Betriebswirtin im Handwerk an, um später einmal selbst den Familienbetrieb zu führen.

Bei Aufträgen rund um Strom und Technik ist die Meisterin heute erster Ansprechpartner ihrer Kunden. Immer häufiger gehören dazu auch Anfragen rund um intelligente Gebäudetechnik – ob bei Neubauten oder Nachrüstungen. „Netzwerkkabel, die wir im Unterputz verlegen, gehören heute zum Beispiel zu den Standardanfragen“, erklärt sie. Türsprechsysteme mit integrierter Videoanlage sind ein weiterer Dauerbrenner. „Es gibt verschiedene Systeme von verschiedenen Herstellern. Um meinen Kunden stets das passende Gerät herauszusuchen, besuche ich regelmäßig entsprechende Schulungen.“

Präsentieren und ausprobieren

Vor Kurzem hat Katharina Telaar ein solches Herstellerseminar besucht. Dieses wurde von einem örtlichen Großhändler veranstaltet und dauerte einen Nachmittag. „Dabei geht es nicht nur darum, was das neue System kann: Auch wie eine entsprechende Anlage aufgebaut wird, wurde erklärt.“ Dabei ging es zum Beispiel darum, welche Bauteile wie angeschlossen werden und wie die geeignete Steuerungssoftware angepasst wird. Mit den eigenen Laptops und der entsprechenden Anwendung konnte Katharina Telaar dann auch einen Musteraufbau selbst zusammenstellen. „Diese Übungen sind immer hilfreich, denn wenn wir auf Probleme stoßen, können wir direkt nachfragen.

Die Kosten für Schulung und Unterlagen betrugen rund 100 Euro, die der Betrieb übernahm. „Auch wenn wir unsere Mitarbeiter zu solchen Veranstaltungen schicken, stellen wir sie von der Arbeit frei und übernehmen die Kosten.

Beraten, planen, aufbauen

Das Wissen aus solchen Workshops setzt Katharina Telaar heute direkt bei ihrer Arbeit ein. Zu neuen Aufträgen gehört für die Meisterin auch immer ein Termin beim Kunden vor Ort. „So kann ich mir schon einmal ein Bild der zukünftigen Baustelle machen und Messungen für die technischen Pläne vornehmen.“ Zudem klärt sie mit dem Kunden die Anforderungen ab. Dabei spielen auch der Preis und die konkreten Funktionen eine Rolle. „Für die Beratung ist es daher von Vorteil, dass ich die Systeme schon einmal selbst getestet habe.“ Zurück im Büro, arbeitet sie dann einen Kostenvoranschlag aus, für den sie Arbeitszeit, Material- und Technikeinsatz kalkuliert. Nach der Installation der Hard- und Software weist sie die neuen Besitzer auch in alle Funktionen ein.

Auf dem neuesten Stand will Katharina Telaar auch in Zukunft bleiben: „Die nächsten Schulungen und Workshops habe ich schon fest eingeplant.“

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