Anpassungs­qualifizierung: Such­maschinen­marketing

Die Grundfragen lauteten immer: Welche Sprache und welche Kanäle sollen wir benutzen?

Digitale Wege im Personal-Recruiting

Wer heutzutage nach einem Job sucht, sucht unter anderem online. Nina Lepper (27) nutzt entsprechende Kanäle, um im Personalmarketing Interessenten anzuwerben. Das nötige Wissen vertiefte sie in einem Kurs über Suchmaschinenmarketing.

Nina Lepper absolvierte eine Ausbildung zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel und arbeitete anschließend einige Jahre im Vertrieb eines technischen Großhandels. Danach wollte sie sich beruflich verändern und stieg als Fachkraft im Personalmarketing beim Service-Dienstleister walter services in Marburg ein. Um auf dem Laufenden zu bleiben, nutzt sie regelmäßig die Möglichkeit, ihr Wissen in Schulungen auszubauen.

Unter anderem besuchte sie ein berufsbegleitendes Seminar zum Thema Suchmaschinenmarketing beim Barnikel Digital Transformation Marketinginstitut in Nürnberg: „Das Internet, besonders Social-Media-Plattformen wie Twitter und Facebook oder Apps für mobile Endgeräte werden für das Recruiting von Mitarbeitern immer wichtiger. Auf diesem Gebiet hatte ich Nachholbedarf“, erzählt die 27-Jährige.

Die besten Kanäle finden

Über einen Zeitraum von fünf Monaten loggte sich Nina Lepper regelmäßig abends zu Hause in Webinare, also internetbasierte Seminare, ein und besuchte außerdem insgesamt acht Präsenzveranstaltungen, die jeweils freitags und samstags in Nürnberg stattfanden. Die Kosten für das Seminar samt Unterlagen, Anreise und Übernachtung betrugen insgesamt rund 3.500 Euro – ihr Arbeitgeber übernahm sie. In den etwa 100 Unterrichtsstunden ging es um Suchmaschinenoptimierung mit Bild- und Textauswahl, Advertising-Strategien mit AdWords und um Tools für die Zielgruppenanalyse. „Wir haben da nicht nur technische Finessen gelernt, sondern auch, uns in die Lage der Bewerber hineinzudenken, die wir erreichen möchten“, erzählt sie. „Die Grundfragen lauteten immer: Welche Sprache und welche Kanäle sollen wir benutzen? Welche Kernaussagen sind angebracht?“

Dank Fallbeispielen gestaltete sich der Unterricht sehr praxisnah. „Ich durfte im Kurs die sogenannte Landing-Page für den neuen Standort meines Arbeitgebers erarbeiten, mit der wir möglichst viele potenzielle Mitarbeiter erreichen wollen“, berichtet sie.

Ins Gespräch kommen, im Gespräch bleiben

Nina Lepper ist heute für ihre Kollegen kompetente Ansprechpartnerin und Ratgeberin in Sachen Suchmaschinen- und Onlinemarketing. Seit der Schulung nutzt sie viel stärker auch Social-Media-Kanäle, um potenzielle Mitarbeiter anzuwerben, und nicht mehr nur Zeitungsannoncen und Jobbörsen. Sie schreibt Stellenanzeigen aus und prüft sie, kommuniziert mit dem zuständigen Jobcenter, besucht regionale Bewerbertage – und leitet auch Bewerbungsgespräche. Gerade für diese Seite ihres Jobs sind Soft Skills wie Offenheit, Einfühlungsvermögen und Präsentationstalent gefragt. „Es geht nicht nur darum, den richtigen Ton zu treffen“, sagt sie. „Wichtig ist auch, die individuellen Bedürfnisse der Menschen anzusprechen, die ich erreichen will: Geht es um finanzielle Aspekte, um Weiterbildungschancen oder Work-Life-Balance?"

Zu ihren vielfältigen Aufgaben gehört es auch, die Zugriffsdaten zu analysieren, die die Internetauftritte und -angebote ihres Arbeitgebers betreffen – und daraus mögliche Vorgehensweisen abzuleiten. Um Inhalte und Strategien zu kommunizieren, tauscht sie sich regelmäßig etwa im Rahmen von Telefonkonferenzen mit ihren Kollegen aus anderen Abteilungen aus – zum Beispiel mit dem Marketing, dem Vertrieb und dem Projektmanagement – und ist außerdem Kontaktperson für den Betriebsrat.

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