Anpassungs­qualifizierung: Qualitäts­prüfung und -management

Das Handbuch stellt unser Unternehmen und die angestrebte Qualitätspolitik dar.

Kontrollierte Qualität

Damit die Produktion von Stoffen reibungslos abläuft und sich Kunden an der Qualität ihrer Textilien erfreuen können, gibt es in vielen Unternehmen Spezialisten für das Qualitätsmanagement. Eine davon ist Marion Bergmann (43).

Stoffe und die daraus gefertigten Kleidungsstücke sollen möglichst lange Zeit in den schönsten Farben leuchten. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, braucht es die Kenntnisse von Fachkräften wie Marion Bergmann. Die ausgebildete Textillaborantin kümmert sich bei ihrem Arbeitgeber unter anderem um die Färbung und überprüft die Ergebnisse aus dem Färbeprozess.

Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie zunächst einige Jahre in einer Färberei, die auf Damenoberbekleidung spezialisiert war. Dort erstellte sie nicht nur die Farbrezepte, sondern führte auch Haltbarkeitstests an den Kleidungsstücken durch. Nach ihrer Elternzeit wechselte sie in eine Weberei. In ihrer Abteilung ergab sich dann die Möglichkeit, weitere Aufgaben und mehr Verantwortung im Qualitätsmanagement zu übernehmen.

Qualitätsmanagement im Detail

Zunächst war sie bei ihrem heutigen Arbeitgeber für die Haltbarkeitstests der Stoffe und die Überprüfung der Knötchenbildung zuständig, dann kam die Bearbeitung von Reklamationen hinzu: „Ich wollte sowieso wieder mehr Stunden arbeiten und war daher sehr froh über die Möglichkeit, neue Aufgaben zu übernehmen.“

Um ihre Kenntnisse in den Bereichen Qualitätskontrolle und Qualitätsmanagement zu erweitern, entschied sie sich dann, an einer entsprechenden Kursreihe teilzunehmen. Im ersten der insgesamt drei Kurse wurden die Grundlagen und Inhalte des Qualitätsmanagements vermittelt. In den zwei weiteren Schulungen stand dann die Umsetzung im Fokus. Die Teilnehmer beschäftigten sich damit, wie man Fehler identifiziert und mit fehlerhaften Produkten umgeht. Zudem ging es um die Entwicklung neuer Produkte und die Rolle des Qualitätsmanagements in diesem Zusammenhang. Dabei müsse etwa geplant werden, wann die unterschiedlichen Abteilungen miteinander in Kontakt treten und wie die interne Kommunikation erfolgen soll, erläutert Marion Bergmann. Nicht zuletzt wurde die Dokumentation der Arbeitsabläufe thematisiert.

Die einzelnen Kurse dauerten jeweils zwei bis drei Tage und fanden über einen Zeitraum von vier Monaten statt. Ihr Arbeitgeber übernahm vollständig die Kosten in Höhe von 4.000 Euro und stellte Marion Bergmann außerdem von der Arbeit frei.

Aufbau eines QM-Systems

Die Textillaborantin verfolgt in ihrer Arbeit ein klares Ziel: Sie stellt sicher, dass die Qualität der produzierten Stoffe jederzeit den Anforderungen entspricht. Erfolgen Reklamationen, dann nimmt sie diese auf und prüft, ob sie berechtigt sind. Darüber hinaus baut sie zurzeit ein neues Qualitätsmanagementsystem (QM) auf, das die Reihenfolge der Arbeitsschritte sowie relevante Prozesse abbilden soll. Dadurch soll klar ersichtlich werden, wie sich der Prozessablauf in der Bearbeitung der einzelnen Stoffe gestaltet. Marion Bergmann schreibt auch das Handbuch für das neue System: „Dieses Handbuch stellt unser Unternehmen und die angestrebte Qualitätspolitik dar, es hat also die Funktion einer Visitenkarte.“ Ihre Aufgaben führen sie regelmäßig sowohl ins Labor als auch in ihr Büro.

„Wenn ich das neue System eingeführt habe, wird es meine Aufgabe sein, dieses fortzuführen und stetig weiterzuentwickeln. Ich freue mich sehr über diese Verantwortung“, sagt die 43-Jährige über ihre zukünftigen Aufgaben.

Informationen

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