Anpassungs­qualifizierung: Qualität und Hygiene in Brauereien

Wie man welchen Stoff richtig lagert, der korrekte Umgang mit den Reinigungsmitteln, die Dosierung – das waren alles Inhalte der Schulung.

Saubere Produktion

Alexander Eichhorn (19) weiß, dass die Kenntnis von Hygienerichtlinien und der richtige Umgang mit Reinigungssubstanzen wichtige Grundlagen für die Bierproduktion sind. Regelmäßige Schulungen sind für den Brauer daher wichtig.

Bereits in seiner Ausbildung zum Brauer und Mälzer setzte sich Alexander Eichhorn mit den Themen Qualität und Sauberkeit auseinander. In seiner beruflichen Praxis bei der Brauerei Spezial in Bamberg sind die entsprechenden Kenntnisse unverzichtbar. Der 19-Jährige weiß, dass qualitativ hochwertige und vor allem unbedenkliche Getränke nur dort entstehen können, wo man den Umgang mit Chemikalien, etwa zur Reinigung der Kessel, beherrscht und die Hygiene in der Brauerei regelmäßig kontrolliert wird.

Sein Arbeitgeber ermöglicht es den Mitarbeitern, jedes Jahr an verschiedenen Seminaren teilzunehmen, unter anderem zum Thema Sauberkeit und Umgang mit Reinigungssubstanzen. Erst vor Kurzem frischte Alexander Eichhorn sein Wissen in diesem Gebiet auf. Die Kosten für die halbtägige Schulung trug sein Arbeitgeber, der ihn zudem von der Arbeit freistellte.

Vier Faktoren

Um für makellose Sauberkeit im Betrieb zu sorgen, muss man wissen, wie beispielsweise Keime und Bakterien entstehen und wie man sie effizient bekämpft. Dieses Grundwissen wurde im ersten Teil der Schulung aufgefrischt.

Als Nächstes stand die Kontrolle der Sauberkeit von Kesseln und Rohrleitungen im Zentrum. Die Teilnehmer vertieften ihr Wissen darüber, welche Anforderungen erfüllt sein müssen, damit das produzierte Bier gesundheitlich unbedenklich ist. Außerdem gab es praktische Tipps, wie man die Kessel reinigen kann. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit den vier Hauptfaktoren, die den Reinigungseffekt beeinflussen: die Mechanik, die Chemie, die Temperatur und natürlich die Zeit. Konkret ging es um den Kraftaufwand, um die verwendeten Chemikalien, um die Temperatur während der Reinigung sowie um die investierte Zeit.

Natürlich müssen die Brauer auch wissen, welche Substanzen für welche Materialien geeignet sind: „Säuren, Laugen, Desinfektionsmittel: Wie man welchen Stoff richtig lagert, der korrekte Umgang mit den Reinigungsmitteln, die Dosierung – das waren alles Inhalte der Schulung“, erzählt er.

Stets auf Sauberkeit achten

Auch wenn die Inhalte des Seminars nur in der Theorie besprochen wurden – von dem vertieften beziehungsweise neu erworbenen Wissen profitiert Alexander Eichhorn in seinem Arbeitsalltag. Da es sich bei dem Unternehmen, für das er arbeitet, um eine relativ kleine Brauerei handelt, übernimmt er Aufgaben in allen Bereichen. „Ich arbeite im Sudhaus, im Gärkeller, im Lagerkeller, in der Füllerei – eigentlich im wöchentlichen Wechsel. Es ist nie langweilig und sehr abwechslungsreich.“ Auch in der Mälzerei übernimmt er Aufgaben. Eine Besonderheit bei seinem Arbeitgeber ist, dass das benötigte Rauchmalz in einem aufwendigen Prozess von Hand hergestellt wird.

Im Sudhaus bedient Alexander Eichhorn die Anlagen zur Herstellung der Würze. Sowohl hier als auch im Gärkeller achtet er stets auf die Sauberkeit von Kesseln und Rohrleitungen und wählt für die jeweiligen Reinigungsaufgaben die geeigneten Substanzen aus. Dadurch gewährleistet er nicht nur die Qualität des Bieres, sondern sorgt auch dafür, dass die Brauutensilien lange halten – denn durch die falschen Reinigungsmittel könnten die Oberflächen der Anlagen angegriffen werden. Fundiertes Wissen rund um die Hygieneabläufe ist daher unerlässlich.

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