Anpassungs­qualifizierung: Projekt­leitung

Ich wollte mein Wissen vertiefen und damit selbstsicherer und reflektierter auftreten.

Effiziente Führung

Um Leitungsaufgaben zu übernehmen, braucht man nicht nur fundiertes Fachwissen. Psychologische Muster und die Frage nach dem Selbstbild werden etwa in Kursen thematisiert. Dietmar Albert (47) besucht solche Fortbildungen regelmäßig.

Seit er von einigen Jahren einen Job als Projektmanager bei seinem heutigen Arbeitgeber, PPMnet Projektmanagement Ingenieurbüro von Spreckelsen und Partner in Berlin annahm, besucht Dietmar Albert regelmäßig Projektmanagement-Kurse. „Ich wollte einfach mein methodisches und fachliches Wissen vertiefen und damit selbstsicherer und reflektierter bei den Kunden auftreten. Natürlich sind auch die Kontakte zu Kollegen, die man während der Kurse knüpft, von Vorteil“, erklärt der 47-Jährige. Dank seines Lerneifers, der vom Arbeitgeber gefördert wurde, stieg er zudem in die Position eines Projektleiters auf.

Rollenspiele und Selbsterkenntnis

Bei der ESI International GmbH besuchte Dietmar Albert ein Seminar zum Thema „Projektleitung, Management und Kommunikation“. Für die dreitägige Schulung in München stellte ihn sein Arbeitgeber frei und übernahm sowohl Flug- und Hotelkosten als auch die Seminargebühren, insgesamt rund 3.500 Euro.

Im intensiven Unterricht, der jeweils von 8.30 bis 18 Uhrging, beschäftigten sich die zwölf Teilnehmer aus gemischten Berufssparten mit den verschiedenen Kommunikationstypen und -modellen, mit Teamentwicklung und unterschiedlichen Führungsstilen. Mitarbeitercoaching und Konfliktmanagement standen ebenfalls auf dem Lehrplan. Der Unterricht war nicht nur theoretisch: „Es war ein Kurs zum Mitmachen. Wir übten gruppenweise mögliche Arbeitssituationen in Rollen­spielen ein und bewerteten uns gegenseitig. Man wird gezwungen, über sich selbst nachzudenken, lernt sich ein bisschen besser kennen und kann seinen eigenen Führungsstil darauf aufbauen“, sagt Dietmar Albert. Der Projektleiter nutzte die Abende im Hotel, um für die abschließende Kurs­prüfung zu lernen.

Projekte leiten

Der ausgebildete Facharbeiter für Eisenbahntransporttechnik – heute heißt der Beruf Eisenbahner im Betriebsdienst der Fachrichtung Fahrweg – hatte bereits bei seinem früheren Arbeitgeber Teilprojektleitungen übernommen. Dort war er in einigen Karriereschritten zum Prozessberater aufgestiegen. „Mich hat aber die Eindimensionalität der Aufgaben nicht mehr ausgefüllt. Um vielseitiger herausgefordert zu werden und meine Stärken in Personalführung, Organisation und Planung voll auszuschöpfen, wechselte ich zu meinem heutigen Arbeitgeber."

Heute koordiniert Dietmar Albert zusammen mit rund 20 Mitarbeitern Projekte rund um die Implementierung von Kommunikationstechnologien, IT und Sicherheitstechnik für Kunden aus Industrie, Gewerbe oder Verwaltung. „Unsere Arbeit hat momentan viel mit Funk zu tun. Soll beispielsweise das Abfertigungssystem der S-Bahn mit WLAN funktionieren, muss das ganze System auf ein neues technisches Verfahren umgerüstet werden.“ Dabei fallen sowohl die Absprache mit Baufirmen und Ausrüstern als auch die Termin- und Budgetplanung, die operative Steuerung des Tagesgeschäfts und das Monitoring und Controlling aller Maßnahmen in seine Verantwortung. Kommt es zu Mitarbeiterausfällen oder Baubehinderungen, muss der Projektleiter Problemlösungskompetenz beweisen sowie flexibel und belastbar agieren.

Einen Großteil seiner Arbeit erledigt Dietmar Albert im Büro beziehungsweise im Homeoffice über Internet und Telefon. Jedoch inspiziert er regelmäßig auch die Baustellen, klärt anfallende Fragen vor Ort und trifft sich mit den Kunden. „In meinem Job läuft ohne Multitasking wenig zusammen.“

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