Anpassungs­qualifizierung: Luftdichte Gebäude­dämmung

Man muss sein Wissen immer wieder auffrischen.

Schutz vor Schimmel

Beim Trockenbau ist fortlaufende Weiterbildung unerlässlich – das wissen Fachkräfte wie Ralph Langenberg (29). Im Rahmen eines Seminars beschäftigte er sich zuletzt mit einer speziellen Gebäudedämmung.

Ralph Langenberg absolvierte eine Ausbildung zum Trockenbaumonteur und war über einige Jahre bei einer Ausbaufirma tätig, bevor er zu seinem heutigen Arbeitgeber wechselte – der Cora Montagegesellschaft für Bauelemente mbH in Datteln. Für seine Arbeitspraxis ist es wichtig, dass er die Kenntnisse über Materialien und Arbeitsmethoden regelmäßig auffrischt. „Ich habe schon eine ganze Reihe von Weiterbildungen absolviert – und das wird im Grunde auch nie aufhören“, sagt Ralph Langenberg. „Als ausführende Firma müssen wir bestimmte Qualifikationen nachweisen können, auch um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein."

Schimmelprävention spielt im Trockenbau eine wichtige Rolle, weshalb sein Arbeitgeber ihm zuletzt die Teilnahme an einer Schulung über entsprechende Maßnahmen ermöglichte.

Wissen in Theorie und Praxis

Das eintägige Seminar richtete sich an Fachkräfte aus dem Bereich Ausbau sowie an Mitarbeiter des Baustoff-Fachhandels. Die Dozenten des Schulungsanbieters führten das Seminar vor Ort bei dem Unternehmen durch. Ralph Langenberg und seinen Kollegen entstanden keine Kosten; für die Teilnahme wurden sie von der Arbeit freigestellt.

Im Rahmen des Lehrgangs ging es zunächst darum, welchen Zweck eine luftdichte Gebäudehülle hat: Einerseits beugt diese unkontrolliertem Wärmeverlust vor. Andererseits verhindert sie, dass die wärmere Wohnungsluft an undichten Stellen abkühlt und sich Tauwasser bildet. „Sinn und Zweck der Luftdichtigkeit ist es letztlich vor allem, diese Feuchtigkeit abzuhalten und so für eine Schimmelprävention gerade in Dachstühlen zu sorgen“, erläutert Ralph Langenberg.

Die Kursteilnehmer beschäftigten sich mit speziellen Materialien und geeigneten Methoden zur luft- und winddichten Verklebung. Es ging etwa darum, wie man sogenannte Dampfbremsbahnen anbringt und die Überlappungen luftdicht verklebt. Die Teilnehmer übten die verschiedenen Techniken anhand von Modellen. Thematisiert wurde auch die Abdichtung von schwer erreichbaren Stellen. Nicht zuletzt ging es darum, wie man mithilfe von speziellen Differenzdruck-Messungen prüfen kann, ob ein Gebäude wirklich luftdicht isoliert ist.

Nach der Weiterbildung erhielten die Teilnehmer jeweils eine Urkunde. „So wird bescheinigt, dass wir als Monteure den fachgerechten Umgang erlernt haben“, erklärt Ralph Langenberg.

Immer up to date

Als Vorarbeiter ist Ralph Langenberg an der Schnittstelle zwischen Bauleiter und ausführenden Monteuren tätig. Darüber hinaus übernimmt er die Einweisung der beteiligten Subunternehmen. Sein Wissen um den fachgerechten Umgang mit luft- und winddichten Ausbausystemen und -techniken gibt er auch an die Mitarbeiter weiter. Gegenüber der Bauleitung weist er auf sensible Bereiche in Zusammenhang mit der Entstehung von Feuchtigkeit und der Schimmelprävention hin.

Neben mathematischem Grundverständnis, handwerklichem Geschick und Sorgfalt ist Weiterbildungsbereitschaft zentral in Ralph Langenbergs Beruf: „Mit einem Lehrgang ist es nicht getan. Man muss sein Wissen immer wieder auffrischen. Es kommen ständig neue Arbeitsmittel auf den Markt und Vorschriften hinzu.“ Was seine berufliche Zukunft anbelangt, so könnte sich der Trockenbaumonteur vorstellen, einen Meisterbrief zu erwerben und dann als Bauleiter tätig zu werden.

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