Anpassungs­qualifizierung: Hygiene­standards in der Verpackungsmittel­erzeugung

Es gibt eine ganze Palette an Richtlinien, die ständig erweitert wird.

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Hygienisch verpackt

Bei einem Verpackungsmittelhersteller ist Alexander Storz (39) für die Umsetzung und Einhaltung von Qualitätsstandards verantwortlich. Im Rahmen von Kursen informiert er sich regelmäßig über Veränderungen bei den Richtlinien und Vorgaben.

Ständige Weiterentwicklung spielt im Berufsleben von Alexander Storz eine wichtige Rolle: Nach seiner Ausbildung zum Drucker im Bereich Offsetdruck – ein entsprechender Abschluss wäre heute etwa „Medientechnologe“ – absolvierte er die Qualifizierung zum staatlich geprüften Techniker der Fachrichtung Druck- und Medientechnik. Außerdem erwarb er eine Zusatzqualifizierung im Bereich Prozessoptimierung und Qualitätsmanagement.

Nach beruflichen Stationen in mehreren Druckerei- und Verpackungsmittelbetrieben arbeitet Alexander Storz nun als Leiter für Managementsysteme bei der Schiettinger KG in Göppingen. „In unserem Werk stellen wir Verpackungen aus Voll- und Wellpappe her“, erklärt er. Viele dieser Verpackungen kommen in der Lebensmittelbranche zum Einsatz – darum müssen sie nicht nur bei der Qualität, sondern auch bei der Hygiene besondere Anforderungen erfüllen. Um diese zu gewährleisten, haben beispielsweise das British Retail Consortium und das Institute of Packaging den sogenannten BRC/IoP-Standard definiert, für den Unternehmen sich zertifizieren lassen können. Alexander Storz ist unter anderem für die Einführung und Einhaltung dieser Standards im Göppinger Werk verantwortlich. „Das bedeutet, dass alle Arbeitsbereiche ganz speziellen Vorschriften gerecht werden müssen – von der Schutzkleidung der Mitarbeiter bis hin zu den Glasscheiben im Gebäude“, erklärt er.

Wissen über aktuelle Normen

„In meinem Arbeitsbereich gibt es ständig neue Entwicklungen. Um da mitzuhalten, bilde ich mich regelmäßig weiter“, sagt der 39-Jährige. Zuletzt schickte ihn sein Arbeitgeber ins Papierzentrum Gernsbach, um sich in einem fünftägigen Kurs über die aktuellsten Entwicklungen in Zusammenhang mit Hygienestandards für Packmittelhersteller zu informieren. „Neben dem BRC/IoP-Standard bekamen wir ein Update zu den verschiedenen europäischen und internationalen Hygienenormen für Lebensmittelverpackungen präsentiert“, erzählt er. „Es gibt eine ganze Palette an Richtlinien zu dem Thema, die ständig erweitert wird.“ Zudem ging es um Hygiene im Zusammenhang mit Qualitätssicherung. Die Kosten für den Kurs in Höhe von 900 Euro sowie für Unterbringung und Verpflegung übernahm sein Arbeitgeber.

Standards erfüllen und halten

Um die Standards im Werk umzusetzen, hat Alexander Storz unter anderem ein Schulungsprogramm entwickelt, das jeder der 85 Mitarbeiter im Werk durchlaufen hat. „So kann ich davon ausgehen, dass jeder weiß, worauf es ankommt“, sagt er. Von der Warenannahme über die Produktion und Auslieferung bis hin zur Reklamation muss er über jeden Schritt Bescheid wissen, um die Richtlinien lückenlos umsetzen zu können. Grundlage für seine Tätigkeit ist dabei das Fachwissen in Zusammenhang mit der Verarbeitung von Papier.

Die Einhaltung der Standards kontrolliert Alexander Storz einerseits am Computer, andererseits auch bei regelmäßigen Kontrollgängen durch das Werk. „Da gehört Menschenkenntnis und Kommunikationsgeschick dazu“, erklärt er. Damit die Firma die Zertifizierungen behält, wird sie jährlich in mehreren Audits geprüft. „Als Leiter für Managementsysteme bin ich der Ansprechpartner für die externen Prüfer und trage die Verantwortung dafür, dass alles läuft, wie es soll“, sagt Alexander Storz. Wissbegierde und der Blick über den eigenen Tellerrand hinaus seien in seinem Beruf wichtige Eigenschaften. „Es ist eine vielseitige und spannende Arbeit, die einen ständig fordert.“

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