Anpassungs­qualifizierung: Energie­beratung

Das Feld verändert sich ständig, man muss immer am Ball bleiben.

Profi für Energieberatung

Der bedachte Umgang mit Energie ist eines der vordringlichsten Themen unserer Zeit. Schornsteinfegermeister Peter Hiltl (51) bildet sich kontinuierlich weiter, um seine Kunden in Sachen Energieeinsparung beraten zu können.

Peter Hiltl ist seit vielen Jahren als selbstständiger Schornsteinfeger im fränkischen Fürth tätig. Vor ungefähr fünf Jahren entschied er sich, eine zusätzliche Fortbildung zum Energieberater zu absolvieren. Der Grund: „Wenn ich jetzt bei meinen Kunden vor Ort bin, kann ich noch eine Leistung mehr anbieten."

Im Bereich der Energieberatung sei stetige Fortbildung von zentraler Bedeutung, wie der Schornsteinfegermeister betont. So ist die jährliche Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen die Voraussetzung dafür, in die offizielle Liste der Energieberater aufgenommen zu werden. Auch im konkreten Berufsalltag ist aktuelles Wissen gefragt: „Das Feld veränderst sich ständig, man muss immer am Ball bleiben.“ Kürzlich besuchte er ein entsprechendes Seminar, das von der Handwerkskammer Nürnberg veranstaltet wurde.

Neuerungen kennen und umsetzen

Der Kurs bestand aus sechzehn Unterrichtseinheiten, die auf zwei Tage verteilt waren. Die Inhalte waren von der Handwerkskammer vorgegeben und hatten verschiedene Themenschwerpunkte. Insbesondere ging es um aktuelle Grundlagen zur Berechnung des Energieverbrauchs beziehungsweise um die Normen in diesem Bereich. Auch die neue Energieeinsparverordnung war Thema. Diese definiert unter anderem, welche energetischen Anforderungen Neubauten erfüllen müssen und was bei der Erstellung eines Energieausweises zu beachten ist.

Diese Informationen sind für Peter Hiltls Aufgaben im Arbeitsalltag von zentraler Bedeutung: „Ich muss darüber Bescheid wissen, wenn es Neuerungen gibt, damit ich diese entsprechend in der Praxis umsetzen kann.“ Die Kosten der Qualifizierung betrugen in etwa 160 Euro. Für die zwei Tage, die der Kurs in Vollzeit dauerte, nahm er sich von der Arbeit frei.

Beratung von A bis Z

Der Schornsteinfegermeister hat unterschiedliche Arbeitsorte. Einerseits verbringt er Zeit im Büro: „Ich muss mich unter anderem um die Auftragsplanung, die Fördermittel und meine Abrechnungen kümmern.“ Andererseits ist er aber auch oft vor Ort bei seinen Kunden. Dort prüft er etwa die technischen Gegebenheiten in Bezug auf Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Klimaanlagen und erstellt daraufhin ein Energiekonzept. Dieses Konzept, die damit verbundenen Vorteile und Einsparpotenziale, erläutert er im Rahmen eines Beratungsgesprächs. Er geht auf die Wünsche des jeweiligen Kunden ein und unterbreitet Vorschläge, wie die entsprechenden Vorstellungen umgesetzt werden könnten. „Im Anschluss mache ich mich an den Energieausweis und beantrage gegebenenfalls Fördermittel, damit der Kunde Zuschüsse für das Umsetzen seiner Energiesparmaßnahmen bekommt.“ Bei Bedarf übernimmt der 51-Jährige auch die Baubegleitung und beaufsichtigt die Umsetzung der geplanten Maßnahmen, die von Handwerkern im Kundenauftrag durchgeführt werden.

Wer sich für den Bereich der Energieberatung interessiere, müsse neben technischem Verständnis auch Kommunikationsfähigkeit mitbringen: „Man muss kundenorientiert arbeiten können“, betont Peter Hiltl. Zukunftsträchtig sei sein Arbeitsbereich in jedem Fall: „Wenn man bedenkt, dass dreißig Prozent der Gesamtenergie, die in Deutschland verbraucht wird, nur in die Beheizung von Gebäuden fließt, dann sieht man, wie wichtig dieses Thema ist und wie viel noch getan werden kann."

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