Anpassungs­qualifizierung: Einbruch­schutz

Immer mehr Kunden fragen nach Einbruchschutz.

Denken wie ein Einbrecher

Rollladen- und Sonnenschutzmechatroniker Daniel Schuricht (26) braucht für seine Arbeit handwerkliches Geschick und technisches Know-how. Er bietet nicht nur automatische Sonnenschutzlösungen an, sondern auch Einbruchschutz.

Wenn es um hochwertige Automatisierungslösungen rund um das Thema Sonnen- beziehungsweise Hitzeschutz geht, braucht es Fachkräfte wie DanielSchuricht. Für die Ausbildung zum Rollladen- und Sonnenschutz­mechatroniker entschied er sich, weil sie seiner Technologiebegeisterung entsprach und seinem Interesse an Mathematik und Physik entgegenkam. Mittlerweile ist er ein Spezialist für Sonnenschutztechnik: „Normale Markisen – das kann auch ein Fensterbauer anbieten. Wir kommen zum Einsatz bei Spezialaufgaben.“

Eine dieser Spezialaufgaben, die der 26-Jährige übernimmt: Er bedient das Sicherheitsbedürfnis seiner Kunden: „Immer mehr Kunden fragen nach Einbruchschutz.“ Sein Arbeitgeber wollte für das entsprechende Fachwissen im Betrieb sorgen und bot dem Sonnenschutzmechatroniker eine Fortbildung in diesem Bereich an.

Wissen für die Praxis

An zwei Seminartagen lernte Daniel Schuricht, wie sich Sonnen-und Einbruchschutz miteinander verbinden lassen. „Zu Beginn des Seminars mussten wir erst mal lernen, wie ein Einbrecher zu denken“, erzählt er. Ein Kriminalbeamter erklärte den Seminarteilnehmern, auf welchem Wege Einbrecher in Häuser eindringen und zu welchen Tageszeiten dies häufig geschieht. Im zweiten Teil der Schulung ging es dann ums Praktische. Die Teilnehmer lernten unter anderem, wie Fenster mit Zusatz- und Innenbeschlägen abgesichert werden können. Ein Exkurs war für den Sonnenschutzmechatroniker besonders interessant: Hier ging es darum, wie Rollläden gegen ungewollte Eingriffe geschützt werden können. Das neue Wissen veränderte den eigenen Blickwinkel auf das Thema Schutz und Sicherheit von Gebäuden: „Ich bin kein ängstlicher Typ, also habe ich mir vorher nie viele Gedanken über das Thema Sicherheit gemacht“, sagt er. Das sei heute anders.

Sonnenschutz und Sicherheit

Trifft er sich mit einem Privatkunden zu einem Beratungsgespräch, beispielsweise auf dessen Terrasse, hat der Sonnenschutzmechatroniker auch immer ein Auge auf mögliche Einbruchrisiken. Er klärt Wünsche und Vorstellungen im Gespräch ab und erstellt auf dieser Grundlage ein passendes Angebot. Der Sicherheitsfachmann überlegt bei der Planung der jeweiligen Sonnenschutzmaßnahmen, welche Wege ein Einbrecher in das Haus des Kunden nehmen könnte – und wie das verhindert werden kann: So können etwa spezielle einbruchgesicherte Fenster verwendet werden, die auch eine abschreckende Wirkung auf Diebe haben. Denn ein Einbruchsversuch ist dann nicht nur zeitaufwendig, sondern auch mit Lärm verbunden. Daniel Schuricht bietet seinen Kunden häufig Lösungen an, die Sonnenschutz mit Sicherheit kombinieren. Von seiner zusätzlichen Beratungskompetenz profitiert sein Arbeitgeber, der sich dadurch ein neues Geschäftsfeld erschlossen hat.

Ob die Beratung von Privatkunden, die Montageleitung auf Großbaustellen oder die technische Planung, die im Büro erfolgt: Die Aufgaben, die Daniel Schuricht übernimmt, sind breit gefächert und sehr abwechslungsreich. Und in Zukunft könnte noch eine weitere Aufgabe hinzukommen. Langfristig möchte er Mitarbeiter im Bereich Einbruchschutz schulen. Mit seiner Fortbildung hat er sich dafür in jedem Fall eine gute Grundlage geschaffen.

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