Anpassungs­qualifizierung: Datenbank­entwicklung

Bei uns kommen riesige Datenmengen Reinzählerdaten, Wasser, Strom, Wärme und mehr.

Eine Datenbank voller Energie

Wenn man mit Software arbeitet, gehört beständige Fortbildung zum Beruf – das weiß Manuela Bücken (44). Zuletzt befasste sich die Mathematisch-technische Softwareentwicklerin im Rahmen eines Kurses mit der Implementierung neuer Funktionen in eine Datenbank.

Als Manuela Bücken während ihrer Ausbildung damit begann, Computer einzusetzen, waren die Desktop-Rechner noch schwer und groß und Klapphandys waren der letzte Schrei – in der IT sind 22 Jahre eine Ewigkeit.

Die 44-Jährige absolvierte eine Ausbildung zur Mathematisch-technischen Assistentin. Später wurde dieser Ausbildungsgang neu geordnet, ein entsprechender Abschluss wäre heute etwa „Mathematisch-technische/r Softwareentwickler/in“. Seit sie ihre Berufsausbildung abgeschlossen hat, arbeitet Manuela Bücken bei EEB Enerko. Ihr Arbeitgeber bietet kommunalen und privatwirtschaftlichen Unternehmen – etwa Energieversorgern, Netzbetreibern oder Kommunen – Beratung in Sachen Energiewirtschaft und -technik. Das Unternehmen erstellt für seine Kunden unter anderem Studien und Gutachten, Marktanalysen und Energiekonzepte.

Um diese Dienstleistungen anbieten zu können, braucht die Firma vor allem gut gepflegte Datenbanken. „Bei uns kommen riesige Datenmengen rein – Zählerdaten, Wasser, Strom, Wärme und mehr“, erläutert Manuela Bücken. „Wir werten die Daten aus und erstellen detaillierte Energiekarten.“ Oft bekommt sie dreidimensionale Daten von den Kunden – etwa Gebäudemodelle – und muss diese in zweidimensionale Datensätze konvertieren. So können sie schließlich in das verwendete Geoinformationssystem eingepflegt und weiterverwendet werden.

Neue Funktionen

Zur Konvertierung der Daten benutzt Manuela Bücken ein objektrelationales Datenbankmanagementsystem – also eine Datenbank, die das Bindeglied zwischen einer klassischen und einer Objektdatenbank darstellt. Für ein solches System kann man mithilfe von Skripten Erweiterungen programmieren. Wie das funktioniert, lernte Manuela Bücken im Rahmen einer Schulung.

Der Kurs dauerte einen Tag und wurde von einem externen Anbieter vor Ort bei Manuela Bückens Arbeitgeber durchgeführt. Die 44-Jährige wurde für die Schulung von der Arbeit freigestellt, die Firma übernahm zudem die Kosten des Lehrgangs. Der Dozent erläuterte den Teilnehmern zunächst die Funktionen sowie die Bedienung des Datenbanksystems und wies darauf hin, welche Erweiterungsmodule es gibt. Darüber hinaus ging er auf die Schnittstellen ein. Diese ermöglichen es unter anderem, unter Einsatz von unterschiedlichen Programmiersprachen neue Funktionen einzubauen.

Die theoretischen Inhalte wurden im Kurs anhand von praxisbezogenen Beispielen erläutert. So ging es etwa darum, wie man es mittels eines selbst programmierten Skriptes ermöglicht, digitale Gebäudemodelle in die Datenbank einzupflegen. Die Teilnehmer konnten sämtliche Funktionen selbst ausprobieren. Der Kursleiter war für alle Fragen offen – und machte klar, dass er auch nach der Schulung bei Problemen telefonisch kontaktiert werden könne.

Kommunikationsfähigkeit und Lernbereitschaft

Für ihre Tätigkeit braucht Manuela Bücken vor allem mathematische und physikalische Grundkenntnisse. Darüber hinaus ist Kommunikationsfähigkeit wichtig: An vielen Projekten arbeitet sie zusammen mit Kollegen. Hier gilt es, sich über Standards und die Vorgehensweise abzustimmen. Nicht zuletzt wird von ihr Lernbereitschaft gefordert, da sich die Software regelmäßig weiterentwickelt: „Man muss sich in meinem Bereich ständig weiterbilden. Wer dazu nicht bereit ist, sollte sich nach einem anderen Beruf umsehen“, betont sie.

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