Medien

Master, Weiterbildung

Bibliothek

Durchstarten und aufsteigen!

Ein Studienabschluss öffnet dir viele Türen. Um Spezialwissen zu erwerben oder fachlich up to date zu bleiben, lohnt es sich, weiterzulernen.

Dabei stehen dir verschiedene Wege offen – etwa ein Masterstudium, das es dir ermöglicht, dich vertieft mit Inhalten auseinanderzusetzen, dich fachlich zu spezialisieren oder dich sogar in eine neue Fachrichtung zu orientieren. Im Anschluss daran ist auch noch eine Promotion möglich. Ob du den Master direkt an den Bachelor anschließt oder zunächst einige Jahre Praxiserfahrung sammelst, bleibt dir überlassen. Aber auch berufliche Weiterbildungen eröffnen dir je nach Arbeitsfeld neue Perspektiven – etwa Trainee-Programme direkt nach dem Studium oder berufsbegleitende Kurse und Seminare. <<

Modelle entwickeln

Neue Medienformate auf den Weg bringen, das ist der Berufswunsch von Florian Lange (24). Sein Masterstudium Journalistik bereitet ihn darauf vor.

Die Medienbranche befindet sich im Umbruch. Die Unternehmen der Branche müssen neue, innovative Formate und Geschäftsmodelle entwickeln. Der Masterstudiengang Journalistik mit dem Schwerpunkt Innovation und Management an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bereitet Studierende auf ebendiese Aufgabe vor. Florian Lange hatte dort zuvor bereits Journalistik auf Bachelor studiert, danach arbeitete er ein Jahr als freier Mitarbeiter für eine regionale Zeitung. Diese Phase der Berufstätigkeit zwischen Bachelor und Master empfindet er nun als einen großen Vorteil. Nun könne er viel reflektierter an die Inhalte herangehen.

Im ersten Semester stehen die Wahlpflichtfächer Wirtschaft, Politik und Soziologie sowie Empirische Medienforschung auf dem Lehrplan. Im Studienverlauf kommen Inhalte rund um das Medienmanagement und die Entwicklung journalistischer Formate hinzu. „In einem Seminar beschäftigen wir uns zum Beispiel mit der Auswirkung der Digitalisierung, haben die Geschäftsmodelle einer Online-Videothek und eines Fernsehsenders verglichen und auch die Digitalisierungsstrategie einiger Verlage analysiert.“ Nicht zuletzt stehen Studienprojekte und praxisnahe Themen wie Medien- und Arbeitsrecht, Mitarbeiterführung und Strategisches Management auf dem Lehrplan.

Im vierten und abschließenden Semester steht die Masterarbeit an. Danach hofft Florian Lange auf eine interessante Aufgabe bei einem Medienunternehmen: „Ich möchte gerne neue kreative Konzepte und Formate entwickeln.“ Er finanziert sein Masterstudium mit Unterstützung seiner Eltern, über eine freie Mitarbeit sowie einen Job als studentische Hilfskraft. <<

Motivation:

Wechsel vom Journalismus ins Medien­management

siehe auch Arbeitswelt:

Journalismus und Redaktion
Medienmanagement, Medienproduktion, Medienwissenschaften

BERUFENET:

Journalistik

Konzeptionell arbeiten

Technik und Kreativität – darum dreht sich der Job von Johanna Strodt (30). Mit dem Master „Crossmedia Management“ empfiehlt sie sich für neue Aufgaben.

Johanna Strodt wollte zusätzliche Fachkenntnisse erwerben, um sich im Beruf neue Aufgabenbereiche zu erschließen. Sie suchte nach einem Masterstudiengang, den sie berufsbegleitend absolvieren konnte, und entschied sich für „Crossmedia Management“ an der Leipzig School of Media. „Das Tolle an dem Studiengang ist, dass ich eigene Ideen in Projektarbeiten einbringen kann“, sagt die 30-Jährige. Aufgrund ihres Bachelors in Europäischer Medienwissenschaft und ihrer Berufserfahrung erfüllte sie die Zugangsvoraussetzungen. Zudem konnte sie in einem Eignungsgespräch überzeugen.

Im Studium werden unter anderem die technischen Prozesse in der Medienwelt intensiv beleuchtet. Neben Inhalten im Bereich Webdesign sowie rund um Audio- und Videoproduktionen wird die Zukunft des Internets behandelt: Wie wird es sich weiterentwickeln? Was bedeutet das für die Medienbranche? Zudem geht es etwa um Projektmanagement, Recht und die Besonderheiten einzelner Medientypen. Eines der Praxisprojekte von Johanna Strodt war es, eine Unternehmenswebseite zu realisieren. „Von der ersten Idee bis zur technischen Umsetzung habe ich alles selbstständig erarbeitet."

Da es sich um ein berufsbegleitendes Studium handelt, hat Johanna Strodt nur in begrenztem Umfang Präsenzzeiten: „Ich bin durchschnittlich drei Tage im Monat an der Hochschule. Ansonsten bereite ich mich abends nach der Arbeit oder am Wochenende auf Klausuren oder Abgaben vor. Das kann manchmal sehr stressig sein.“ Die Kosten für das Studium belaufen sich auf etwa 3.000 Euro pro Semester, die Johanna Strodt durch ihren Vollzeitjob finanziert. „Nach meinem Abschluss möchte ich gerne mehr konzeptionelle Verantwortung übernehmen.“ <<

Motivation:

Fach­wissen vertiefen, mehr Verantwortung übernehmen

siehe auch Arbeitswelt:

Mediengestaltung, Medientechnik
Medienmanagement, Medienproduktion, Medienwissenschaften

BERUFENET:

Medien­wirt­schaft, -management

Ziel: Wissenschaftskarriere

Mit seinem Masterstudium der Bibliotheks- und Informationswissenschaft legt Claus Wehder (30) den Grundstein für einespätere Promotion.

Claus Wehder strebt eine wissenschaftliche Karriere an: Sein Ziel ist es, später seinen Doktor zu machen und sein Wissen an junge Studierende weiterzugeben. Daher entschied er sich nach seinem Bachelorabschluss an der HU Berlin im Bereich Bibliotheks- und Informationswissenschaft, den gleichnamigen Master anzuschließen – eine Grundvoraussetzung für die Promotion. Auch inhaltlich sagt dem 30-Jährigen das weiterführende Studium zu: „Der Bachelor war thematisch breit angelegt. Der Master bietet einem die Möglichkeit, sich auf bestimmte Themen zu spezialisieren.“

Das Studium geht über vier Semester und umfasst lediglich zwei Pflichtmodule: Forschungsmethoden der Bibliotheks- und Informationswissenschaft sowie Digitale Informationsstruktur. Mit den klassischen Aufgaben in einer Bibliothek hat das wenig zu tun. „Es geht eher um Ideen und Strukturen, wie Institutionen ihre digitalen Daten speichern und zugänglich machen.“ Hinzu kommen acht Wahlpflichtmodule – zum Beispiel Medien- und Bestandsmanagement, Informationspolitik, -ethik und -recht, Digitale Langzeitarchivierung und Informationsmanagement –, von denen die Studierenden sich drei aussuchen können. „Jeder Studierende kann frei entscheiden, ob er sich auf den Bereich Bibliothek spezialisieren möchte oder eine technische informationswissenschaftliche Richtung anstrebt“, sagt der Student im zweiten Semester.

Aufgrund seiner Technikaffinität bevorzugt der 30-Jährige Themen wie Datenbanken oder Suchmaschinen. Im dritten Semester steht ein siebenwöchiges Pflichtpraktikum an, im vierten folgt die Masterarbeit. Arbeitsmöglichkeiten bieten sich für Absolventen dann auch bei Spezialbibliotheken, Medienarchiven, Verlagen oder Informationsdienstleistern. <<

Motivation:

Voraussetzung für eine wissen­schaftliche Lauf­bahn

siehe auch Arbeitswelt:

Archiv, Bibliothek und Dokumentation

BERUFENET:

Bibliotheks-, Informations­wissen­schaft

Mensch-Maschine-Interaktion

Den Weg zum Doktortitel empfand Medieninformatiker Raphael Wimmer (35) als spannend und vielseitig.

Nachdem Raphael Wimmer sein Medieninformatik-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität München abgeschlossen hatte, standen ihm verschiedene Optionen offen. Mit seinem Diplom hätte er bei einem IT-Unternehmen problemlos eine attraktive Arbeitsstelle gefunden. Doch reizte ihn eine akademische Laufbahn mehr. Er entschied sich also, zu bleiben und zu promovieren. Ihm gefiel die Vielseitigkeit einer Promotionsstelle. „Einerseits unterrichte ich, andererseits forsche ich“, erklärt er.

Raphael Wimmer arbeitete drei Jahre an verschiedenen Forschungsprojekten mit, bevor er sich auf seine Doktorarbeit konzentrierte. Außerdem hatte er am Institut für Informatik Aufgaben in der Lehre: Er hielt Kurse im Bereich Medieninformatik, betreute Projekte und korrigierte Abschlussarbeiten.

In seiner Forschungsarbeit untersuchte Raphael Wimmer die Nutzung von elektronischen Endgeräten. „Ich habe mir angeschaut, woran sich technisch erkennen lässt, wie Menschen in bestimmten Situationen nach Objekten greifen“, erklärt Raphael Wimmer. „Erkennt ein Handy zum Beispiel, dass der Nutzer das Gerät in die Hosentasche stecken möchte, ließe sich bereits das Display ausschalten.“ Um dieses Thema umfassend zu untersuchen, baute er mehrere Prototypen und führte Studien mit Benutzern durch.

Bei der Forschungsarbeit war er größtenteils auf sich alleine gestellt, wurde aber von seinem Doktorvater beraten. Seine Erkenntnisse flossen alle in seine schriftliche Doktorarbeit ein. Inzwischen ist der 35-Jährige Dozent für Medieninformatik an der Uni Regensburg, das Fach ist dort dem Institut für Information und Medien, Sprache und Kultur zugeordnet. Der spannende Mix aus Lehre und Forschung bestimmt weiter seinen Alltag. <<

Motivation:

Mix aus Lehre und Forschung

siehe auch Arbeitswelt:

Mediengestaltung, Medientechnik

BERUFENET:

Medien­informatiker/­in

Ein Studienabschluss eröffnet dir den Zugang zum Arbeitsmarkt, doch er ist keine „Dauerkarte“. Es gibt gleich mehrere Faktoren, die lebenslanges Lernen zu einem zentralen Baustein des Arbeitslebens machen.

Zunächst die Entwicklung der Industrienationen hin zu Dienstleistungsgesellschaften: Die Wünsche der Kunden ändern sich, und so ändern sich auch die Angebote und Leistungen. Auch das internationale Zusammenwachsen von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen, die Globalisierung, verlangt von den Menschen eine Weiterentwicklung. Das betrifft etwa Fremdsprachenkenntnisse und das Verständnis für andere Kulturen. Des Weiteren führt die moderne Wissensgesellschaft dazu, dass sich Informationen viel schneller verbreiten als früher und bestehendes Wissen schneller als veraltet gilt. Gerade die Digitalisierung durch Computer und Internet wird das Arbeits- und Wirtschaftsleben weiter verändern.

Du siehst also: Wer heute studiert, kann nicht davon ausgehen, dass die erworbenen Kenntnisse in zehn Jahren noch aktuell sein werden. Ebenso wenig kann man damit rechnen, sein Leben lang dieselbe Tätigkeit auszuüben. Viele Akademiker/innen übernehmen im Laufe ihres Arbeitslebens neue Aufgaben oder wechseln den Arbeitgeber, die Branche oder sogar den Beruf.
Um dich für solche Herausforderungen fit zu halten, solltest du dein Wissen auch nach deinem Studium immer wieder aktualisieren und erweitern, beispielsweise mittels Fachliteratur. Oft genutzte Möglichkeiten sind auch berufliche Weiterbildungen und weiterführende Masterstudiengänge.

Tipp: Weiterbildungen und Masterstudiengänge kannst du später auch berufsbegleitend absolvieren. Viele Arbeitgeber unterstützen die Mitarbeiter/innen dabei, ihr Wissen zu erweitern.

Nach einem Bachelorstudium hast du die Auswahl aus zahlreichen Masterstudiengängen. Sie dauern in der Regel zwei Jahre und können kostenpflichtig sein. Oft stehen sie nur Absolventen und Absolventinnen bestimmter Fächer offen, darüber hinaus kann es Auswahlverfahren geben.

Weitere Studiengangsreportagen
Reportagen zu Masterstudiengängen findest du unter www.master.abi.de

Mögliche Fachrichtungen:

  • Bibliotheks-, Informationswissenschaft

  • Buchwissenschaft

  • Bühnen-, Kostümbild

  • Design

  • Druck-, Medientechnik

  • Fotografie

  • Germanistik

  • Journalistik

  • Kommunikationswissenschaft

  • Marketing, Vertrieb

  • Markt-, Kommunikationsforschung

  • Medienwirtschaft, -management

Berufliche Weiterbildungen gibt es zu den verschiedensten Themen und in unterschiedlichen Formen – ob Wochenendseminar oder mehrjähriger Lehrgang, ob berufsbegleitend oder in Vollzeit, ob auf eigene Initiative oder als unternehmensinterne Fortbildung.

Wo finde ich Weiterbildungen?
Weiterbildungsangebote findest du unter bfi.plus/kurse

Mögliche Themen:

  • Betriebliche Organisation

  • Desktop-Publishing

  • Digitale Bildbearbeitung

  • Journalistische Fotografie

  • Medienrecht

  • Moderation, Präsentation

  • Multimedia, Medieninformatik

  • Persönliche Arbeitstechniken

  • Publizistik, Journalistik

  • Werbung, Verkaufsförderung

http://berufsfeld-info.de/abi/medien-3-weiterbildung