Industrie­kauf­mann/-frau

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Kundenbetreuerin Innendienst

BERUFENET:

Industriekaufmann/-frau

Ist die Kalkulation fertig, erstellen wir ein Angebot und übermitteln es dem Kunden.

Mit Rat und Tat

Gute Kommunikation ist das A und O für Stefanie Singer (26). Die Industriekauffrau mit beruflicher Ausbildung ist die erste Ansprechpartnerin für Kunden und findet für jedes Problem eine Lösung.

Wenn sich ein Kunde mit einer Anfrage an die Bolta Werke wendet, landet er als Erstes bei Stefanie Singer. Die Industriekauffrau arbeitet im Vertrieb des Automobilzulieferers, Gespräche mit Kunden gehören für sie zum täglichen Geschäft. „Unsere Hauptaufgabe ist es, den Kunden zufriedenzustellen“, sagt sie. Sie ist aber nicht nur dafür zuständig, die Anfragen der Hersteller, die Produkte bei ihr bestellen, entgegenzunehmen. Sie gibt die Wünsche in alle Bereiche des Unternehmens weiter. Denn: „Der Vertrieb ist das Sprachrohr der Kunden."

Jede Anfrage ist anders

Für die Ausbildung zur Industriekauffrau entschied sich Stefanie Singer, weil sie nach dem Abitur erst einmal Geld verdienen wollte, am liebsten im Büro eines mittelständischen Unternehmens. Die duale Ausbildung fand an der Berufsschule und im Unternehmen statt. In der Firma lernte sie die Arbeit in allen Abteilungen kennen. Am besten gefiel es ihr im Vertrieb, wo sie noch während ihrer Ausbildung dauerhaft eingesetzt wurde – und bis heute geblieben ist. „Hier passiert jeden Tag etwas anderes“, sagt Stefanie Singer.

Die teils sehr unterschiedlichen Anfragen der Kunden stellen sie immer wieder vor neue Herausforderungen. Das Unternehmen produziert oberflächenveredelte Kunststoffteile, zum Beispiel Kühlerschutzgrills, Chrombauteile und Zierleisten. „Wir haben aber keinen festen Produktkatalog. Jede Anfrage ist individuell“, erzählt Stefanie Singer. „Wir informieren dann die Kalkulationsabteilung, die den Preis in Absprache mit den Fachabteilungen berechnet. Ist die Kalkulation fertig, erstellen wir ein Angebot und übermitteln es dem Kunden.“ Entsteht daraus ein neues Projekt, stellt sie es den Fachabteilungen in einer Konferenz vor.

Auch im weiteren Verlauf ist sie bei allen Fragen und Problemen die Ansprechpartnerin für ihre Kunden. Darüber hinaus überprüft sie Bestellungen und Verträge und erstellt Rechnungen. „Die Kommunikation mit Geschäftspartnern erledigen wir zum Großteil telefonisch, weniger über E-Mail. Das ist persönlicher“, erklärt Stefanie Singer. Die meiste Zeit verbringt sie in ihrem Büro am Schreibtisch, aber auch Besuche beim Kunden vor Ort kommen vor.

Kommunikation in Fremdsprachen

Neben Kommunikationsstärke ist Teamfähigkeit ein Muss für ihren Beruf. Die Industriekaufrau steht in ständigem Kontakt zu den anderen Abteilungen des Unternehmens, nimmt an Meetings teil, spricht Angebote ab und plant Projekte. „Fremdsprachenkenntnisse sind ebenfalls von Vorteil“, verrät sie. „Unser Unternehmen expandiert gerade nach Amerika und wir haben immer häufiger mit internationalen Kunden zu tun.“ Stefanie Singer kommen dabei ihre Englischkenntnisse zugute. Diese konnte sie zuletzt noch ausbauen: Direkt nach der Ausbildung beschloss sie, doch noch zu studieren. Berufsbegleitend absolvierte sie ein Abendstudium in Business Administration, das sie gerade erst abgeschlossen hat. Neben wirtschaftlichen Grundlagen lernte sie dort auch Business English.

Noch hat sie keine neuen Aufgaben im Unternehmen übernommen. Sie möchte die Kenntnisse aus dem Studium aber nutzen, um weiter aufzusteigen. „Ich könnte mir vorstellen, als Teamleiterin zu arbeiten“, so Stefanie Singer. Bis es so weit ist, steht sie ihren Kunden weiterhin mit Rat und Tat zur Seite. <<

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