Wirt­schafts­pädagoge/-pädagogin

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Wirtschaftspädagogin

Tätigkeitsfeld:

Personalwesen

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Betriebspädagogik

BERUFENET:

Wirtschaftspädagoge/-pädagogin

Ich muss nicht nur offen auf Menschen zugehen können, sondern auch über die verschiedenen Fort- und Weiterbildungen Bescheid wissen.

Ansprechpartnerin in Personalfragen

Gute und qualifizierte Mitarbeiter sind das A und O jeder Firma. Wirtschaftspädagogen wie Tina Pohle (26) wissen bestens, worauf sie achten müssen, wenn eine Stelle neu besetzt wird.

An ihrer Arbeit im Personalwesen hat Tina Pohle schon immer besonders gefallen, dass sie Bewerbern und Mitarbeitern helfen kann, einen Beruf zu finden, der ihnen gefällt. Auch der direkte Kontakt zu Menschen war für sie ein wichtiges Kriterium, als sie sich für ihr Studium der Wirtschaftswissenschaften mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Betriebspädagogik entschied. Heute arbeitet sie bei der Wolf Butterback KG in Nürnberg in der Personalabteilung. Dort kümmert sie sich um die Einstellung neuer Mitarbeiter, führt Bewerbertests durch oder erstellt Lohn- und Gehaltsabrechnungen. Auch stellt sie den Mitarbeitern Bescheinigungen aus oder steht den Vorgesetzten beratend zur Seite, wenn es beispielsweise um eine Abmahnung geht. „In der Personalabteilung sind wir die Schnittstelle zwischen den Mitarbeitern und der Betriebsleitung“, erklärt sie.

Von der Ausbildung ins Studium

Bereits während ihrer Berufsausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation erhielt Tina Pohle einen ersten Einblick in die Personalarbeit. „Ich wollte mich danach gerne noch weiterbilden. Als mein Ausbildungsbetrieb mir dann anbot, das Studium zu finanzieren, zögerte ich nicht und schrieb mich an der Universität Erlangen-Nürnberg ein.“ So konnte sie sich während des Semesters auf ihr Studium konzentrieren und in den Ferien arbeitete sie Vollzeit im Betrieb. Dort betreute sie beispielsweise die Auszubildenden und begleitete die Einstellungstests. Dabei half ihr vor allem das Wissen aus Vorlesungen weiter, in denen Präsentationstechniken oder die Analyse von Körpersprache geschult wurden. Während ihrer Beschäftigung als Trainee bei einer Zeitarbeitsfirma konnte sie weitere Erfahrungen sammeln, die ihr heute den Arbeitsalltag erleichtern. „In Vorstellungsgesprächen ist es wichtig, dass ich den Bewerber und seine Motivation richtig einschätzen kann."

Nach Mitarbeitern suchen

Wird ein neuer Mitarbeiter gesucht, fragt sie in der entsprechenden Abteilung nach, wie die Aufgaben der neuen Stelle genau aussehen. Die Informationen gibt sie dann an eine Agentur weiter, welche die Stellenanzeige erstellt. Die Ausschreibung veröffentlicht sie dann auf verschiedenen Berufsportalen. Doch auch auf Messen sucht sie nach Auszubildenden oder weitergebildeten Mitarbeitern. „Ich muss nicht nur offen auf Menschen zugehen können, sondern auch über die verschiedenen Fort- und Weiterbildungen Bescheid wissen, damit ich Interessenten informieren kann.“

Momentan erfüllt die 26-Jährige noch das ganze Spektrum an Aufgaben, da sie erst vor Kurzem bei ihrem neuen Arbeitgeber begonnen hat. Später kann sie sich zum Beispiel vorstellen, gezielt die Fort- und Weiterbildungen zu organisieren. „Das kann beispielsweise ein Englischkurs oder ein Staplerschein sein.“ Sie wird interne oder externe Experten recherchieren und Termine für die Schulungen ausmachen. <<

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