Wirtschafts­geograf/in; Wirtschafts­förder(er/in)

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Wirtschaftsförderer

Tätigkeitsfelder:

Wirtschaftsförderung; Stadt-, Regional-, Verkehrsplanung

Abgeschlossenes Studium in:

Wirtschafts- und Sozialgeografie

BERUFENET:

Wirtschaftsgeograf/in; Wirtschaftsförder(er/in)

Ich arbeite an Projekten, mit denen ich einen bestimmten Wirtschaftszweig unterstützen kann.

Den Wirtschaftsstandort nach vorne bringen

Als Wirtschaftsgeograf sammelt und knüpft Felix Bücken (29) Kontakte. Er macht Unternehmer miteinander bekannt und schafft Synergien in der Osnabrücker Wirtschaftswelt.

Felix Bücken ist Netzwerker durch und durch. Sein Ziel ist es, die Belange der Unternehmen in seiner Stadt zu stärken und zu fördern. Ob Handwerksbetrieb oder Unternehmensverband: Sein Arbeitgeber, die Wirtschaftsförderung Osnabrück, unterstützt die ansässigen Unternehmen auf vielfältige Weise. Das Dienstleistungsspektrum deckt Themen wie Gewerbeflächen und Immobilien ebenso ab wie das Einholen und Einsetzen von Fördermitteln oder Fragen der Standortentwicklung.

Als Wirtschaftsförderer betreut Felix Bücken zwei Handlungsfelder: „Zum einen kümmere ich mich um Initiativen für die verschiedensten Branchen, von der Logistikbranche bis zur Automobilzulieferindustrie. Ich bin der Ansprechpartner auf lokaler Ebene und arbeite an Projekten, mit denen ich einen bestimmten Wirtschaftszweig unterstützen kann. Ich überlege auch, welche Weichenstellungen für die Zukunft sinnvoll sind. Ich motiviere zum Beispiel Unternehmen, an überregionalen Messen teilzunehmen, und begleite sie.“ Sein zweites großes Thema ist die Gewinnung von Fachkräften: „Im Kampf um die besten Köpfe haben wir zum Beispiel eine Führungswerkstatt für Personalverantwortliche geschaffen, in der ein regelmäßiger, betriebsübergreifender Austausch zu Führungsthemen stattfindet. Wir vernetzen Branchen und schaffen Synergieeffekte“, erklärt der 29-Jährige.

Netzwerken auf Augenhöhe

In seinem Berufsalltag organisiert er unter anderem Treffen und koordiniert Termine. Er spricht bei Unternehmen vor und sammelt Informationen darüber, wer was benötigt, und fragt, wo es Probleme gibt. „Mal geht es um Kleinigkeiten, bei denen wir zum Beispiel als Lotse durch die Verwaltungsbehörden helfen können. Dann geht es um große Zukunftsthemen, die wir voranbringen wollen.“ Bei ihm laufen viele Fäden zusammen, die er dann wiederum neu verknüpft: „Wir bringen Unternehmensvertreter zusammen mit dem Ziel, dass sich Netzwerke etablieren, von denen die Unternehmen langfristig profitieren.“

Interdisziplinärer Charakter

Sein Beruf ist kein typischer „Nine-to-five-Job“, denn häufig finden Termine erst abends nach Feierabend statt. Er spricht dabei mit ganz unterschiedlichen Berufsvertretern, mit Anwälten ebenso wie mit Maschinenbauingenieuren, Handwerkern und Kreativen. „Man muss auf viele Persönlichkeiten eingehen können, damit man die jeweiligen Bedarfe versteht und eine passende Lösung anbieten kann.“ Hier hilft ihm das erworbene Wissen aus seinem abgeschlossenen Studium. Er hat seinen Bachelor in Geografie und Wirtschaftswissenschaften an der Universität Osnabrück abgeschlossen und anschließend dort den Master in Wirtschafts- und Sozialgeografie angehängt. Gerade der Masterstudiengang hat eine starke interdisziplinäre Ausrichtung. „Die Kombination aus Wirtschaft und Geografie ist sehr interessant. Rein ökonomische Fragestellungen sind häufig mathematisch-analytisch geprägt. Die soziale Perspektive beziehungsweise die Gegebenheiten vor Ort kommen in der Betrachtung oft zu kurz. Die Geografie schließt diese Lücke“, sagt Felix Bücken. <<

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