Wirt­schafts­förder(er/in)

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Geschäftsführer

Tätigkeitsfeld:

Wirtschaftsförderung

Abgeschlossenes Studium in:

Betriebswirtschaftslehre (Bachelor); Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung (Master)

BERUFENET:

Wirtschaftsförder(er/in)

Auf der persönlichen Ebene sind eine gewisse Toleranz für neue Ideen, eine schnelle Auffassungsgabe bei Besprechungen, ­strukturiertes Denken und Kritik­fähigkeit wichtig.

Alles für die Region

Gründer beraten, netzwerken, Veranstaltungen organisieren – Florian Geldmacher (30) ist Geschäftsführer in der Wirtschaftsförderung und mag die Vielfalt seiner Aufgaben.

Seit knapp einem Jahr ist Florian Geldmacher Geschäftsführer von Einbeck Marketing in der gleichnamigen Fachwerkstadt. Sein Weg führte ihn über ein BWL-Studium und die anschließende Spezialisierung auf Regionalmanagement und Wirtschaftsförderung im Master zum Berufseinstieg in der Wirtschaftsförderung. „Ich war auf Gründungs- und Fördermittelberatung spezialisiert, kümmerte mich aber auch um Veranstaltungsmanagement“, sagt er. Nach zwei Jahren wechselte er den Arbeitgeber und wagte den Sprung in die Geschäftsleitung.

Netzwerken wird großgeschrieben

Als Führungskraft ist Florian Geldmacher Ansprechpartner für zwölf Mitarbeiter, die in vier Teams in den Bereichen Standortmarketing, Stadtmarketing, Tourismus und Kultur arbeiten. Oft engagiert er sich in Besprechungen mit verschiedenen Interessengruppen – etwa mit Unternehmen, dem Krankenhaus, Wohnungsbaugesellschaften oder auch Schaustellern für Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt. „Viele Akteure in der Region haben Projektideen, die ich sammle und auf Mach- und Finanzierbarkeit prüfe“, erklärt er. Für besonders wichtig hält er den Aufbau von Netzwerken – zum Beispiel zu potenziellen Investoren in der Region und Sponsoren. Auch die Organisation von Networking-Veranstaltungen wird großgeschrieben. „Mich haben regionale Netzwerke schon immer interessiert, genauso wie die Frage, wie Unternehmen es schaffen, durch Kooperationen ihre Wertschöpfung zu steigern“, sagt der Wirtschaftsförderer. Sein Ziel ist es, die Unternehmen in der Region zu halten und ihnen das bestmögliche Umfeld zu schaffen. In dem Zusammenhang spielt der Bereich Aus- und Weiterbildung eine große Rolle: So wird zum Beispiel eine Ausbildungsmesse organisiert, auf der sich ganze Schulklassen über die Ausbildungsmöglichkeiten bei regionalen Unternehmen informieren können. „Schüler erreichen wir am besten über Social-Media-Kanäle wie Facebook, Twitter und Instagram“, sagt Florian Geldmacher. „Wir verschicken aber auch ganz klassisch Einladungen oder beziehen in die Aktion noch eine Anzeigenkampagne ein."

Start-up-Unternehmen brauchen mehr Unterstützung. Der 30-Jährige berät sie in Sachen Fördermittel und Businesspläne.

Vielseitige Arbeit, Ideen verwirklichen

Als Vermittler zwischen Bank und Start-up in Kreditangelegenheiten oder als Coach beim Businessplan sind ein gutes Zahlenverständnis sowie Grundkenntnisse in Bilanzierung hilfreich. Zudem sollte man sich mit deutschen und EU-internen Förderprogrammen auskennen. „Auf der persönlichen Ebene sind eine gewisse Toleranz für neue Ideen, eine schnelle Auffassungsgabe bei Besprechungen, strukturiertes Denken und Kritikfähigkeit wichtig“, sagt Florian Geldmacher.

Am meisten Freude bereitet ihm die Vielfalt seiner Aufgaben und dass er eigene Ideen umsetzen kann, zum Beispiel mit Veranstaltungen oder Aktionstagen wie einem „Putztag“ der Einbecker für ihre Stadt.

In den nächsten Jahren möchte Florian Geldmacher seine Gesellschaft noch mehr voranbringen und die regionale Wirtschaftsförderung weiter verbessern. <<

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