Umwelt­management­beauftragte/r

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Umweltmanagementbeauftragter

Tätigkeitsfeld:

Umweltberatung, -management

Abgeschlossenes Studium in:

Energie- und Ressourcenmanagement (Bachelor), Nachhaltiges Produktmanagement (Master)

BERUFENET:

Umweltmanagementbeauftragte/r

Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass wir alle gesetzlichen Vorgaben einhalten.

Mitarbeiter und Umwelt schützen

Als Umweltmanagementbeauftragter bei einem Metall verarbeitenden Betrieb ist René Krause (34) für Arbeitssicherheit, Umwelttechnik, Gesundheitsschutz und Nachhaltigkeit zuständig.

Jeder Betrieb muss schädliche Umwelteinwirkungen vermeiden, etwa durch Luftverschmutzung, Lärm oder Gefahrenstoffe. Ein Rechtskataster legt fest, welche Umweltauflagen für einen Betrieb relevant sind, welche Pflichten sich daraus ergeben und welche Maßnahmen man ergreifen sollte. René Krause setzt die Vorgaben bei der Erbacher Härtetechnik GmbH als Umweltmanagementbeauftragter um. Das Unternehmen verleiht Metallstücken in vollautomatischen Kammeröfen spezielle Eigenschaften. Die gesetzlichen Anforderungen an diesen energieintensiven Betrieb sind hoch. „Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass wir alle gesetzlichen Vorgaben einhalten, den Energieverbrauch der Anlagen senken und unsere Maßnahmen zum Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz verbessern“, erläutert der 34-Jährige.

Mit allen Abteilungen zu tun

Von der Anlagentechnik bis zu den Sicherheitsbestimmungen muss er alle Prozesse in regelmäßigen Abständen immer wieder überprüfen. Auch neue Anlagen beurteilt er im Vorfeld – und ergreift gegebenenfalls Vorsorgemaßnahmen, bevor sie in Betrieb gehen können. René Krause erklärt: „Ich baue ein Managementsystem auf, das festlegt, wie interne Arbeitsprozesse ablaufen sollen, und entwickle es kontinuierlich weiter.“ Das muss er auch, denn die Rahmenbedingungen ändern sich ständig: Mal werden neue Gesetze verabschiedet, mal sollen für besondere Kundenaufträge neue Anlagen oder Werkzeuge zum Einsatz kommen – auch hier muss er vorab die Folgen abschätzen.

Für seinen Arbeitsalltag bedeutet das vor allem Kommunikation: „Ich habe mit allen Abteilungen zu tun“, sagt er. „Die Mitarbeiter schule ich im Umgang mit Gefahrenstoffen, mit der Geschäftsleitung bespreche ich Ideen und neue Maßnahmen. Und auch bei unseren internen Überprüfungen arbeite ich mit allen Abteilungen zusammen.“ Nicht zuletzt ist René Krause Ansprechpartner für externe Aufsichtsbehörden, die regelmäßig zu Kontrollen in den Betrieb kommen.

Technik, Gesetze und Betriebswirtschaft

Als Umweltmanagementbeauftragter muss er aber nicht nur wissen, wie die Anlagen funktionieren und welche gesetzlichen Vorgaben relevant sind, sondern auch, wie sich Nachhaltigkeit rechnet. „Man muss immer abwägen, was technisch machbar und was wirtschaftlich vertretbar ist“, sagt er. „Deshalb braucht man nicht nur technisches Verständnis, sondern muss auch betriebswirtschaftlich denken können.“

Studiert hat René Krause Energie- und Ressourcenmanagement und Nachhaltiges Produktmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. „Das ist auf meine Position zugeschnitten“, sagt er. „In vielen Betrieben sind die Umweltmanagementbeauftragten eher Quereinsteiger, die sich in die komplexe Materie einarbeiten müssen. Darum ist der Studiengang eine gute Vorbereitung, weil er neben Wasser- oder Abfalltechnik auch Betriebswirtschaft oder Jura vermittelt.“

Um sein technisches Wissen zu vertiefen, hat er zusätzlich einen Master in Systemingenieurwesen an der Hochschule Ulm absolviert. „Damals war ich aber schon als Werkstudent in das Unternehmen eingebunden. <<

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