Textil­designer/in

Kurz & Knapp

Ausgeübter Beruf:

Textildesignerin, Leiterin Grafik

Tätigkeitsfelder:

Textil-, Bekleidungsdesign; Produkt-, Industriedesign

Abgeschlossenes Studium in:

Textildesign

BERUFENET:

Textildesigner/in

Im Studium ging es auch um textile Technologien, um die Herstellung, Funktion und Eigenschaften von Stoffen.

Muster für die Mode

Wenn Katrin Dobler in Schaufenster sieht, erblickt sie auch Stoffe und Muster, die sie selbst entwickelt hat. Die 28-Jährige arbeitet als Textildesignerin für ein großes Unternehmen.

Mode begeistert Katrin Dobler, nicht nur privat. Sie arbeitet bei der comma GmbH in Rottendorf, einem Unternehmen, das Mode und Accessoires für Damen herstellt. Die 28-Jährige hat Textildesign studiert und 2012 an der Fachhochschule Hof mit dem Bachelor of Arts abgeschlossen. „Im Studium ging es auch um textile Technologien, um die Herstellung, Funktion und Eigenschaften von Stoffen“, erinnert sie sich. „Das ist Wissen, das mir heute sehr zugute kommt.“ Katrin Dobler kann immer noch weben, stricken oder drucken. Sie kennt die Materialeigenschaften von Fasern oder Geweben und kann beurteilen, wie sich bestimmte Stoffe in chemischen Prozessen, etwa beim Färben, verhalten.

Einsatzbereiche als Textildesignerin

Als Werkstudentin war sie bei einem Unternehmen beschäftigt, das Sitze für Fahrzeuge aller Art produziert. „Die Automobil- oder Flugzeugindustrie ist ein klassischer Arbeitgeber für Textildesigner, ebenso wie die Heimtextilbranche. Dort werden Teppiche, Vorhänge, Möbelstoffe und vieles mehr entworfen, die Funktion und Stil vereinen müssen.“ Sie selbst zog es schnell in die Modebranche: Seit 2012 ist sie, zunächst als Junior Textildesignerin, inzwischen als Teamleaderin Grafik bei ihrem jetzigen Unternehmen beschäftigt. Dass sie so schnell im Unternehmen vorangekommen ist, verdankt sie auch ihrer fundierten Hochschulausbildung, davon ist sie überzeugt.

Farben und Muster sind ihr Metier. Jeden Monat bringt ihre Firma eine Kollektion auf den Markt. „Das heißt, es gibt ein vorgegebenes Farbthema, und wir hier im Team entwickeln die Muster für immer neue Drucke, aber auch für gewebte oder gestrickte Textilien.“ Labels, Etiketten und Stickereien werden ebenfalls in der Abteilung von Katrin Dobler entworfen.

Trends und Vorgaben

Voraussetzungen für ihren Beruf? „Viel Kreativität, Stilbewusstsein und ein Gespür für gute Gestaltung.“ Die Textildesignerin schwärmt auch privat für Mode und ist an allen neuen Entwicklungen interessiert. Aber in ihrem Job muss man auch wissen, welche Farben, welche Drucke oder Muster auf welchem Material am besten zur Geltung kommen. Und schließlich geben Modemarkt und Kunden vor, was ankommt und was nicht. Da spielen eigene Vorlieben keine große Rolle. Wichtig ist, was auf den großen Messen als Trend ausgemacht wird – und das, was zur Philosophie des Unternehmens und zu seinen Kundinnen passt.

Ob und in welchen Farben, wie groß und wo platziert, auf welchem Material und in welcher Ausführung etwa ein Druck einmal auf einem Kleidungsstück zu sehen sein wird – alle Entwürfe werden digital gefertigt. „Mit Bleistift und Papier mache ich für mich manchmal eine Vorskizze“, sagt Katrin Dobler. „Aber alles wird irgendwann digitalisiert. Computerscheu darf man also nicht sein.“ Was sie am meisten an ihrem Beruf mag? „Dass er so ungeheuer abwechslungsreich und vielfältig ist.“ <<

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